Gartenteich
   
 
Etwas über unseren Gartenteich oder Weiher
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Unser Weiher ist als „Behälter” nun wirklich kein Vorzeigeobjekt. Da er aber seit vielen Jahren trotz wenig Arbeit sehr gut funktioniert und ich jahrelange Erfahrungen auch mit den Weihern anderer Leute habe soll hier das eine oder andere über Gartenteiche hineinkommen. Der Weiher stammt noch aus der Zeit, als wir darin Goldfische zum Verkauf gehältert haben. Es ist ein knapp 6x6m großes und gut 80cm tiefes Becken mit Stahlbetonplatte und gemauerten Betonsteinwänden, er ist mit Folie ausgekleidet. Die Folie ist von vor 1980 und immer noch einwandfrei. Die Betonsteinwände sind nicht mehr einwandfrei, sie haben Risse. Es sind momentan keine Fische in dem Weiher. Seit Jahren überlegen wir uns, wie wir mit möglichst wenig Aufwand einen schöneren Weiher daraus machen können. Uns ist aber noch kein Geistesblitz gekommen. Inzwischen haben wir zwar eine Idee - die Verwirklichung macht aber leider viel Arbeit. Deshalb wird sie wohl noch etwas warten müssen.
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Gartenteich, allgemein, allgemeines zu Gartenteichen Krebsscheren, eine dekorative und nützliche Weiherpflanze Igelausstieg, so können z.B. Igel wieder aus dem Weiher herauskommen Seerosen, Weiherlaubrechen, ein normaler Laubrechen, um Blätter und ähnliches von der Wasseroberfläche zu entfernen Weiherpflanzen-Düngerohr, so kann man z.B. Seerosen nachträglich düngen
Gartenteich, allgemein Im Grundprinzip gibt es zwei verschiedene Gartenteiche; einen mit Fischen und einen ohne Fische. Wir haben beides gehabt. Inzwischen ist mir einer ohne Fische lieber. Das ist aber Ansichtssache. Nur sind sie halt verschieden. Ein Teich mit Fischen ist im Prinzip nichts anderes als ein großes Aquarium, er reagiert genauso. Wenn es richtig viele Fische sind, braucht man auch einen Filter. Bei einem Weiher ohne Fische ist das anders, der geht sozusagen “von alleine”, macht keine Arbeit und trotzdem Freude und Ergötzung. kommt noch mehr

Kebsscheren
Krebsscheren sind für Gartenteiche - mit oder ohne Fische - sehr gut geeignet. So sehen sie im zeitigen Frühjahr aus, sie liegen am Boden des Weihers. Sie sinken im Spätherbst auf den Boden und verbringen da den Winter. Wenn es wärmer wird und die Tage länger werden bilden sich an den alten Pflanzen neue, die dann an die Oberfläche steigen. Diese sind dann nur mit einigen langen Wurzeln mit dem Bodengrund verbunden. Da sie die Nährstoffe weitgehend direkt aus dem Wasser entnehmen, andererseits aber zumindest teilweise aus der Luft assimilieren sind sie für das funktionieren des Weihers gut geeignet. Krebsscheren sind recht dekorativ, wenn sie erst einmal heimisch geworden sind wachsen sie sehr stark. Man kann aber sehr einfach einige entfernen und so den Bestand ohne großen Aufwand regulieren. Siehe rechts weiter unten.
So sieht das dann Ende April aus, es sind schon neue Pflanzen nach oben an die Wasseroberfläche gekommen.
 Mitte Mai ist schon ein großer Teil der Wasseroberfläche mit Krebsscheren bedeckt. Vorne rechts kann man Elodea densa erkennen, das ist auch ein gut wachsendes Kraut welches sich positiv auf das funktionieren des Weihers auswirkt. Der Vorteil ist daß man es mit einem Rechen oder ähnlichem sehr leicht entfernen kann, wenn es mal überhand nimmt. Bild rechts eine Schubkarre voll Krebsscheren für den Kompost.
Der Weiher im Sommer. Die Krebscheren schauen überall aus dem Wasser heraus. Die Pflanzen Im Vordergrund sind allerdings Iris. Rechts hinten der Igelausstieg. An der gegenüberliegenden Ecke ist noch ein Ausstieg mit Ziegelsteinen.
Ende September, die K. sind bereits alle untergegangen. Sie sind in diesem Sommer sehr stark gewachsen, so sind viele auf dem Kompost gelandet. Im Hintergrund links das gelbe Kraut ist Kalifornischer Mohn. Eine rundum empfehlenswerte Pflanze. Es wird auf der Gartenseite noch etwas darüber kommen.

Seerosen Man sollte beim Kauf von Seerosen darauf achten, daß man die Enden der Rhizome bekommt, diese Pflanzen blühen besser als diejenigen, die sich aus Teilstücken ohne Ende entwickeln.
Igelausstieg
Nachdem ich vor vielen Jahren einen völlig erschöpften Igel aus unserem Weiher herausfischen mußte, habe ich in einer Ecke dieses Brett installiert. Seitdem ist so etwas nicht mehr passiert. Als Nebeneffekt benützen die Vögel das Ausstiegsbrett als Badeplatz und zum trinken. Das Brett besteht aus Eiche, auf der Unterseite ist ein ca. 20cm breiter und vielleicht 50cm langer Streifen aus 3mm-PE mit VA-Schrauben befestigt. Ca. 30 cm stehen über, diese sind unter der Randplatte eingeklemmt. So ist das Brett beweglich und kann sich dem Wasserstand anpassen. Wenn man kein PE hat, geht ein Streifen Linoleum oder ähnlicher Bodenbelag wahrscheinlich genauso gut. Damit das Brett auch nach Jahren nicht untergeht, habe ich ein Stück Styrodur darunter geklemmt. Inzwischen haben wir festgestellt, daß selbst „verirrte” Wildenten den Igelausstieg benützen.

Weiher-Laubrechen
Da neben unserem Weiher mehrere große Bäume stehen, fällt viel Laub hinein. Einiges davon holen wir mit einem normalen Laubrechen heraus. Der Vorteil des Rechens gegenüber einem Netz ist der, daß die Molche und Kaulquappen im Weiher bleiben.
Weiherpflanzen-Düngerohr
Wenn man Weiherpflanzen nachträglich düngen will so geht das mit einem schräg abgesägten 32mm-PVC-Rohr relativ einfach. Man nimmt z.B. Peru-Guano, macht es etwas feucht, stopft es in das Rohr und legt das Rohr in die Tiefkühltruhe. Wenn es richtig durchgefroren ist, nimmt man es wieder heraus. Die Schräge vom Rohr ist sozusagen die Spitze, damit die gefrorene Düngemasse besser in den Boden eindringen kann. Man setzt das Rohr unter Wasser neben die Pflanze und drückt das gefrorene Peru-Guano mit irgendeinem Stab aus dem Rohr in den Boden hinein. Wenn die Füllung etwas angetaut ist, rutscht sie besser aus dem Rohr Das ist zwar eine etwas batzige Angelegenheit, es funktioniert aber recht gut.

Erstellt: Mai 2007 Letzte Änderung: Mai 2015
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