Die „Blaue Keilfleckbarbe”
   
   
  

Über die Entstehung der „Blauen Keilfleckbarbe”
Allgemeine Beschreibung:
Hier sind Fotos der „Blauen Keilfleckbarbe”, siehe DATZ Heft 9/1989, Seite 251. Der Tiere des Originalstammes, der hier in Grünenbaindt in unserer Anlage „entstanden” ist waren richtig schöne Fische. Allerdings waren sie - wie bei Mutationen häufig - recht anfällig und brauchten viel Aufmerksamkeit. Das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum sie später „rückwärts” gezüchtet wurden. Die Keilfleckbarbe heißt nicht mehr Rasbora, sondern Trigonostigma. Es werden auch sogenannte „Schwarze Keilfleckbarben” verkauft, es ist der gleiche Stamm, nur ist das blau hier fast schwarz. Das passiert, wenn man bei der Zucht nicht aufpaßt und die falschen Fische verpaart. Ich habe das immer „rückwärts züchten” genannt.
Sollte jemand nicht glauben, daß diese Fische wirklich blau waren so soll er bitte die Originalseite der DATZ anschauen. Das Foto auf dieser Seite ist ein analoges Dia von ca. 1988. Damals habe ich noch nichts von „digitaler Bildverarbeitung” gewußt, auch kein Colorlabor besessen und somit sind die Farben 100%ig echt. Sie sind es bei mir zwar immer noch - aber das kann ja jeder behaupten.  Nebenbei hängen die auf dem Monitor wieder gegebenen Farben von mehreren Faktoren ab und somit ist die „natürliche” Farbwiedergabe eher in den selteneren Fällen tatsächlich natürlich.
Fotos der „Blauen Keilfleckbarbe” Originalseite der DATZ Originaltext aus der DATZ
Fotos der „Blauen Keilfeckbarbe”
Diese Fotos sind schon etwas älter und analog mit einer manuell scharf zu stellenden Kamera aufgenommen. Es war eine Olympus OM1, eine sehr gute Kamera. Damals war das fotografieren etwas schwieriger als heute und deshalb auch bei weitem nicht so verbreitet. Wenn ich auch unverschämterweise behaupten möchte, daß ein großer Teil der heutigen „Fotografen” mehr „knipst” als „fotografiert”. Zum „fotografieren” gehört eben etwas mehr als nur auf den Auslöser zu drücken!  Bei Interesse am fotografieren schauen Sie vielleicht auch auf folgende Seiten: Aquarienfotografie Einfach ein paar schöne Fotos Ein kleiner Fotokurs

Die Originalseite aus der DATZ 1989, Heft 9/1989, Seite 251

Der Originaltext aus der DATZ
Rasbora heteromorpha in neuem Gewand: Die „Blaue Keilfleckbarbe"
Vor etwa drei Jahren entdeckte ich in meiner Keilfleckbarben-Zucht einige Exemplare, die von der Normalform abwichen. Sie waren „irgendwie blauer" und hatten einen etwas verschwommenen Keil. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Schwierigkeiten mit Oodinium und meine Fische deshalb mit Formalin behandelt. Ob die Mutation nun von dem Formalin herrührt, kann ich natürlich nicht sagen, aber eine andere Erklärung habe ich auch nicht. Mit den blauen Fischen züchtete ich konsequent weiter und habe nun einen Farbschlag, der fast reinerbig blau ist (annähernd 90 Prozent der Nachzuchten). Dieser hohe Prozentsatz erscheint mir nach der relativ kurzen Zeit ungewöhnlich, da man bei der Zucht der schon lange existierenden „Moosgrünen Sumatrabarbe" höchstens zu zwei Dritteln moosgrüne und den Rest „normale" Sumatrabarben erhält. Doch zurück zu meinen „Blauen Keilfleckbarben". Bei Wohlbefinden in einem gut bepflanzten und hellen Aquarium ist ihre Färbung am schönsten. Die Fische sind dann fast ganzflächig dunkel- bis tintenblau. Der Kopf, besonders die Oberseite, ist kupfergolden, die Iris rot. Die Farbe der Flossen hat sich nicht verändert, das heißt, die Rückenflosse und die Schwanzflosse sind mehr oder weniger rot, die Afterflosse, die Bauch- und die Brustflossen sind farblos, wobei die Afterflosse vorn einen dunklen Rand hat. Ein Keil ist nicht mehr vorhanden. Bei nicht zusagender Umgebung (Zuchtbecken, zu dunkles, kahles Aquarium) wird die vordere Körperhälfte heller und der Fisch insgesamt blasser. Obwohl kein Keil mehr vorhanden ist, sind die Geschlechter einfach zu unterscheiden: Die Weibchen sind etwas blasser, gedrungener und dicker. Da es verhältnismäßig wenige kleinbleibende blaue Fische gibt, ist die neue „Blaue Keilfleckbarbe" sicher eine Bereicherung für unsere Aquarien, obwohl ein wenig Fingerspitzengefühl bei ihrer Pflege erforderlich ist, wenn sie ihre blaue und kupferne Farbe in ganzer Schönheit zeigen soll. Uwe Splett

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