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Zuchtutensilien

Spektrum

 

Zucht-Utensilien - allerlei nützliche Dinge für die Zierfischzucht

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Schauen Sie vielleicht auch in der „Bastelkiste”, das überschneidet sich mitunter etwas.

Wenn man Fische erfolgreich vermehren will, benötigt man ein paar Hilfsmittel. Diese will ich hier beschreiben, manches mag nur Spielerei sein, anderes ist richtig gut. Meine Laichgitter z.B. sind/waren einsame Spitze!
 

Laichgitter, verschiedene aus VA und Kunststoff
Ablaichsubstrate,
Farbe der Mops, bzw. Laichsubstrate allgemein,
Fischfangtopf,
Goldfischglas, Behälter für den Ansatz von Killifischen
Mops, Laichmops in verschiedenen Ausführungen
Normales Laichsubstrat,
„Laichsubstrat” für Keilfleckbarben
Plexischildchen zum markieren
Splett’s Spielereien, was einem Zierfischzüchter so alles einfällt.
Superfläschchen,
Wäscheklammern zum markieren von Aquarien

 

Ablaichgitter
Laichgitter_30er_ThDas wichtigste Zubehör beim züchten der meisten Fische ist ein Laichgitter. Es gibt verschiedene Methoden einen Laichrost anzufertigen, in alten Büchern werden dazu Glasstäbe empfohlen. Glasstäbe kann man für verschiedene Zwecke zwar sehr gut gebrauchen - aber nicht zum Laichrostbau. Glasstäbe sind zu schwer und brechen zu leicht, sie sind für den Alltag nicht geeignet. Auch das einklemmen von Kunststoffgittern irgendwelcher Art zwischen die Aquarienscheiben ist recht dilettantisch. Die einzige elegante Methode ist die Anfertigung von richtigen Laichrosten, oder eben Laichgitter! Das macht zwar Arbeit, aber das Erfolgserlebnis macht diese wieder wett. Als Material kommt entweder nichtrostender Stahl oder Kunststoff in Frage. Meine ersten guten Laichgitter die ich heute noch habe sind aus VA-Gitter gefertigt. Ich habe diese Gitter in einen Rahmen geklebt, den ich wiederum aus selbst hergestellten, also selber gefrästen Plexiprofilen zusammengeklebt hatte. (Fotos unten) Da VA-Stahl eigentlich hell ist und die Gitter dunkel sein sollten, habe ich mir damals die Wahnsinnsarbeit gemacht und das Gitter - als es noch am Stück war - mit einem Bunsenbrenner komplett angeglüht. Dann war das Gitter dunkler. An diesen Gittern habe ich wochenlang gesägt und geklebt! Meine technische Ausrüstung war damals aber auch noch nicht so gut wie heute.

30er_Gitter_Th40er_Gitter_Th











60er_Gitter_Th


 

Gruenes_Gitter_ThEs gibt heute Kunststoffgitter zu kaufen, damit geht das kleben bedeutend leichter. Man muß aber unbedingt darauf achten, daß das Gitter innen, also der Kunststoffdraht selber keine Kanten hat und sauber rund ist. Sonst können sich Fische daran ernsthaft verletzen! Speziell Verputzgitter aus Baumärkten sind meistens sehr scharfkantig und somit ungeeignet. Größeren Fischen wie z.B. Sumatrabarben, Fünfgürtelbarben oder Kongosalmlern kann das Gitter nicht gefährlich werden. Neonsalmler, Rote Neon, Glühlichtsalmler oder Nannostomusarten - eben kleine Fischarten - versuchen aber gerne nach unten durch das Gitter hindurch zu Gruenes_Gitter_Makro_Thkommen und können sich dabei einklemmen. Wenn das Gewebe dann scharfkantig ist, verletzen sich die Fische lebensgefährlich.
Geklebt wird Plexiglas® mit „Acrifix®”. (Siehe auch Bastelkiste) Da gibt es verschiedene Typen, ich hatte die Nummer 192. Das ist ein „nicht auspolimerisierter” hervorragender Kleber für Plexiglas®. Er härtet unter Lichteinwirkung fertig aus und hält sehr gut. Wenn man als Rahmen PVC nimmt, wird mit Tangit® von Henkel geklebt. Es gibt auch andere PVC-Kleber, die sehr gut sind.


Schwarzes_PE-Gitter_ThAuch kann man die Gitter aufschweißen, da ist nur der Haken, daß das Gitter meistens früher schmilzt als der Schweißstab. So habe ich ein sehr schönes schwarzes PE-Gitter (Foto rechts) das als Verpackung verwendet wird, nur leider ist es fast nicht zu verarbeiten. Bei den Makroaufnahmen kann man gut sehen, daß diese Gitter überall rund sind. So soll es sein! Man sieht aber auch, daß die Gitter nicht sauber gemacht wurden - es sind Spinnweben und Staub da. Schlampiger Fotograf!
Damit man das eingelegte Gitter auch wieder aus dem Aquarium herausbekommt, habe ich ein ganz wichtiges Teil gehabt: es war ein VA-Draht mit einem kleinen Hacken unten. Man kann ihn auf dem Foto Gitter für 30er ganz oben links gut sehen.

Laich_Fussabstreifer_alle_ThEs gibt noch andere „Laichgitter”, die man sogar fertig kaufen kann. Es gab Zeiten, in denen ich richtig viel gezüchtet habe und immer zu wenig Gitter hatte. Da habe ich dann ganz normale Kunststoffabstreifer dazu genommen. Diese Fußabstreifer kann man beliebig zuschneiden. Damit sie nicht aufschwimmen, habe ich sie mit VA-Teilen beschwert, dazu kann man auch sehr gut Glasstäbe nehmen. Diese Gitter funktionieren sehr gut, die Fische laichen. Sie haben nur den Fehler, daß man die Eier nicht so gut sehen kann und die Kontrolle somit schwieriger ist. Der Praktiker kann aber Laich_Fussabstreifer_Detail_Thmeistens auch so sehen, ob die Fische gelaicht haben.









Laich_Fussabstreifer_feiner_ThHier ist eine andere Art von Fußabstreifer.






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Ablaichkaesten_ThMan kann natürlich auch kleine Kunststoffaquarien nehmen, den Boden herausschneiden und statt dessen ein Gitter hineinkleben. Die Kästen kann man gut mit einer Klemme am Aquarium befestigen. Ich hatte sie in verschiedenen Größen und Ausführungen, genommen habe ich sie selten, ich habe sie nicht gemocht, eher die Einhängekästen für Lebendgebärende, siehe dort. So haben wir die Ablaichkästen dann als Siebe für Erde oder so verwendet, dafür sind sie besser. Links zwei Überbleibsel.

30x30er_Kasten_mit_Gitter_ThRechts ein Kasten mit aufgelegtem Gitter. Diese Kästen passen in ein 60er-Aquarium. Man kann sie gut gebrauchen. Entweder ohne Gitter mit Torfgranulat gefüllt als Ablaichstelle für größere Aphyosemion oder mit Gitter und ohne Inhalt als Ablaichkasten für Fische, die man dann - wie natürlich auch die Aphyosemion - in der vorderen Hälfte des 60ers füttern kann. Bei Aphyosemion nimmt man nach dem laichen den Kasten heraus und läßt ihn leerlaufen. Dafür haben die Kästen knapp über dem Boden ein kleines Loch. Wenn alles Wasser heraus ist, auf den Kasten je nach Feuchtigkeitsbedarf der Fischart eine Platte darauf legen oder auch ohne Platte mit Datum versehen wegstellen.

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Ablaichsubstrate
Das zweitwichtigste Zubehör sind die Laichsubstrate.
Zuerst die Mops:
Wollmops2_ThDie Herstellung dürfte bekannt sein: man nimmt 100% synthetische Wolle, die eher dick als dünn sein sollte und wickelt sie z.B. auf eine Glasscheibe, ein Holzbrettchen oder ähnliches auf. Die Länge der Wicklung bestimmt die spätere Länge, die Anzahl der Wicklungen die Dicke des Mops. Dann klemmt man einen Korken unter die Wicklung, nimmt sie herab und wickelt ganz knapp unterhalb des Korkens einen Kunststoffaden herum. Man kann die Wicklung natürlich auch herabnehmen und den Korken erst dann einklemmen. Der Korken muß stramm sitzen! Jetzt wird die Wicklung gerade ausgerichtet und die Wollfäden unten abgeschnitten. Fertig. Das sind die „normalen” Mops. Sie schwimmen immer.Jumbo-Mops-Auswahl_Th Natürlich kann man anstelle von Korken auch ein Stückchen Styrodur umwickeln oder an VA-Draht anhängen. Bei Korken muß man auf eine gute Qualität achten. Sektkorken sind gut und schwimmen lange.
Manchmal ist es aber besser, wenn der Mop nicht schwimmt, sondern „auf dem Boden aufsteht”. Dazu muß der Mop untergehen, darf aber auch nicht umfallen. Ich habe dafür anstelle des Korkens ein PE-Rohr mit 16 - 20 mm Durchmesser genommen. PE hat einen leichten Auftrieb und somit steht der Mop auf dem Boden auf. Wenn man will, daß diese Mops richtig schwimmen, schweißt man das PE-Rohr zu. Das geht auch ohne Kunsstoffschweißgerät: Rohrende mit Bunsenbrenner oder Lufterhitzer richtig heiß machen und dann mit einer Kombi- oder Flachzange die weichgewordenen Enden kräftig zusammendrücken. (Funktioniert übrigens auch mit Kunststoffschlauch, so kann man sich oft einen Hahn sparen. Schlauch aber heißer machen, er darf ruhig zum Brennen anfangen! Das verkohlte Ende kann man dann abzwicken).  Als vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn man anstelle des Fadens dünnen VA-Draht nimmt, den man richtig kräftig zudreht. Die Enden nach innen biegen! Diese Mops sind dann fast unverwüstlich. (Nachtrag: bitte keinen normalen Draht nehmen, der rostet natürlich, aber diese VA-Draht-Mops sind tatsächlich um einiges besser als die normal gewickelten - das sind sozusagen die echten Profimops.)  Bei dem blauen Mop auf dem Foto links habe ich auf beiden Seiten der Wolle noch ein Wollmop_VA_Draht_Thdickeres Rohrstück aufgeschweißt, damit sie nicht verrutscht, das ist ein Supermop! Bei welchen Fischarten ich welche Mops bzw. welches Laichsubstrat genommen habe, werde ich bei den Beschreibungen der Fischarten anmerken. Soviel vorab: die aufgesetzten Mops oder die „umfallenden” funktionieren bestens bei z.B. C. panda und C. matae, die freischwimmenden gehen bei Ährenfischen. Pseudomugil (Popondetta) furcata kann man damit auf richtig bequeme Art züchten.
Eventuell muß man etwas herumprobieren, die Fische sind auch in der gleichen Art nicht alle gleich. Die einen wollen es so und die anderen anders!
Zum Trocknen habe ich die Mops immer zwischen eine Holzleiste und der Decke eingeklemmt. Da wir die ganze Anlage mit einem großen Warmluftgebläse geheizt haben, waren sie da schnell wieder trocken.

Es scheint nicht allgemein bekannt zu sein, daß man Mops auch an Stelle von „normalem” Laichsubstrat verwenden kann. Wenn man z.B. die großen Mops auf den Bildern oben einfach so „ins Wasser wirft”, legen sie sich um. Das heißt, daß sie dann ganz normal locker am Boden liegen. Das sind dann ideale Mops für z.B. Corydoras panda oder C. similis. Die haben große Eier, die habe auch ich abgesammelt, die kleineren Eier habe ich lieber in den Ablaichaquarien gelassen - zu viel Arbeit. Letztlich alle Corydoras, die auch in Javamoos laichen, laichen auch an diese Mops. Jedenfalls alle, die ich gezüchtet bzw. ausprobiert habe. Moosgrüne Sumatra, Fünfgürtelbarben oder andere „größere” Fische habe ich immer mit diesen Mops angesetzt. Ich habe auch kleinere normale Mops mit oder ohne „Schwimmring” zum Ansetzen genommen. Mops lassen sich leichter trocknen als lose Wolle, die muß man immer auf ein Gitter legen, Mops hängt man auf und gut. Synthetisches Laichsubstrat trocknet aber noch schneller.

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Farbe der Mops, bzw. Laichsubstrate allgemein
Ich bin allergisch gegen schnelle Schlußfolgerungen! Da kann ich durchaus unhöflich werden. Zu oft habe ich meine Meinungen auch Jahre später noch korrigieren müssen! Außerdem ist der Mensch von Haus aus subjektiv. Erst mit sehr viel Erfahrung wird er etwas objektiver.
In diesem speziellen Fall meine ich die Feststellung, ob oder daß Fische spezielle Farben der Laichsubstrate vorziehen. Nach 30 Jahren Zuchterfahrung bin ich der Meinung, daß sie es nicht tun! Die Farbe ist ihnen ziemlich egal. Ausgenommen vielleicht extrem helles Material. (Auch das ist subjektiv, ich habe keine Vergleichsreihen gemacht). Die Vorliebe der Fische für bestimmte Mops oder Substratfarben entstehen aus der Vorliebe des Züchters für dieselben!
Beispiele: Mein liebster Mop für Popondetta furcata war ein großer dunkelblauer - da kann man die Eier gut sehen. Mein liebster Mop für Corydoras war ein großer dunkelbrauner - sieht natürlich aus, gefällt mir. Für Neonsalmler hatte ich früher eine sehr gute hellbraune Wolle. Leider habe ich diese einmal ausgekocht und danach war sie nur noch filzig. Deshalb hatten wir später dunkelblaue oder eine Wolle mit dunklerem grün, es gab aber auch ein helleres grün. Wahrscheinlich wären andere Farben genauso gut gewesen - nur habe ich andere Farben erst gar nicht gekauft. Schließlich weiß ich ja, daß die Fische kein rosa mögen. lachen-transp

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Normales Laichsubstrat
Eheimgruen_ThNachdem ich viele Jahre alle möglichen natürlichen und synthetischen Substrate ausprobiert habe bin ich bei einem Supersubstrat gelandet. Es ist unverwüstlich, leicht zu reinigen oder gar zu sterilisieren, es trocknet schnell, ist jederzeit verfügbar, verrottet nicht und wird von eigentlich allen Fischen angenommen, die eben ein Laichsubstrat brauchen. Das Material heißt „EHFIFIX”. Man muß aber aufpassen, es gibt zwei Qualitäten. Eine starrige und eine weiche. Ich - und die Fische - haben die weichere bevorzugt. Das rechte Knäuel auf dem Bild ist das weichere Material, aber man kann da nicht viel sehen, man muß es anfassen, dann merkt man es gleich!
Das ist es eigentlich schon, mehr braucht man nicht. Machmal ist vielleicht ein großes Wollknäuel besser (Große Barben, z.B. Blaue Sumatra), da kann man auch einen untergehenden Mop ohne Korken probieren. Der läßt sich besser handhaben und trocknen als ein einfaches Wollknäuel. Es ist selbstverständlich, daß die Laichsubstrate immer sauber sein müssen und nicht muffig werden dürfen, man muß sie sorgfältig trocknen und aufbewahren. Da ist das „Eheimgrün” der synthetischen Wolle überlegen!
Wenn Fische gar nicht wollen kann man vielleicht Javamoos versuchen. Zwar ist es in der Praxis völlig egal, ob das Substrat natürlich oder künstlich ist, natürliches Material wirkt aber etwas beruhigend  - auf den Züchter. Man meint dann, daß man mehr oder eben alles getan hat.

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„Laichsubstrat” für Keifleckbarben
Keilfleckbarben_Laichblatt_Th
Bekanntlich laichen Keilfleckbarben an Blätter, manchmal auf der Unterseite und manchmal auch auf der Oberseite. Manchmal auch überhaupt an irgendeine schmale Fläche. Aus praktischen Gründen habe ich fast immer abgeschnittene Stücke von Rasenabtrennungen aus Kunststoff genommen, Ecken etwas entschärfen. Das Material schwimmt. Wenn man den Kunststoffstreifen ganz unten etwas beschwert - links ist einfach ein VA-Stab durchgeschoben - und den Wasserstand entsprechen einstellt, so steht das „Kunstblatt” etwas schräg im Wasser. So können sich die Fische aussuchen, ob sie an die Unter- oder Oberseite laichen wollen. In der Regel fressen Keilfleckbarben keine Eier, es bleiben auch sehr viele am Substrat kleben. Aber ich habe meistens trotzdem Laichgitter genommen. Unter Blaue Keilfleckbarbe sind einige Fotos von laichenden Keilfleckbarben zu sehen  -  mit echten Blättern!

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Goldfischglas
Goldfischglas_ThIn so einer Goldfischglocke hat ein Killizüchter aus unserer Gegend Nothobranchius angesetzt. Da das Ergebnis recht gute Fische waren habe ich natürlich auch gleich einige Gläser kaufen müssen, obwohl ich im Verhältnis wenig Killifische gezüchtet habe. In dem runden Glas können sich die Weibchen nicht in eine Ecke stellen. Die Anzahl der abgegebenen Eier ist größer. Somit ist das runde Glas recht brauchbar.
Damit es besser steht und nicht gleich kaputt geht, habe ich unten Silikonpuffer angeklebt. Das geht recht gut wenn man das Silikon einige Stunden anhärten läßt,  es muß innen aber noch weich sein. Dann legt man einen Fischfangbeutel auf eine ebene Fläche (Glasscheibe) und stellt das Glas darauf. So sind die Puffer alle in einer Ebene. Das Ganze muß man dann einige Tage durchhärten lassen. Dann kann man die Folie abziehen. Silikon klebt nicht richtig auf PE-Folien. An Stelle des PE-Beutels kann man auch Papier nehmen, das bekommt man von ausgehärteten Silikon am leichtesten wieder weg, wenn man es einweicht.

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Plexischildchen
Plexi-Schildchen_ThDas sind zusammengeklebte Plexischildchen, die man an den Aquarien einhängen kann. Davon hatten wir sehr viele, vielleicht 200 oder 250 oder so. Die Herstellung (sägen und kleben) hat  viel Arbeit gemacht. Der Vorteil solcher Schildchen ist, daß sie mit den Fischen „mitwandern” können. Wenn man die Fische umsetzt kann man die Schilder mitnehmen und weiß so immer wie alt die Fische sind. Oder wie lange sie schon „herumsitzen”. Beschriftet haben wir sie mit Lackmalstiften, die Schrift kann man mit Aceton ganz gut entfernen. Sollte sich jemand über das „E” bei Schwertträgern mokieren, bei mir war eben alles „E” lachen-transp. (Also „Eier” gelaicht.)

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Superfläschchen
Maulbrueter-Flasche_ThEin richtiger Geheimtip ist dieses unscheinbare kleine Fläschchen. Es dient dazu, bei Maulbrütern die Jungen aus dem Maul des Weibchen zu „spülen”. Dazu nimmt man das Weibchen in die linke Hand (Rechtshänder), hält es ein wenig mit dem Kopf nach unten, schiebt ihr die Spitze des Fläschchens vorsichtig auf die eine Seite des Mauls - sozusagen in den Mundwinkel - und spült die Jungen heraus. Die Jungen fallen dann in ein daruntergestelltes Behältnis. Da man die Flasche auf diese Weise mit dem Auslauf etwas nach oben hält, muß man zwischendurch nachtanken. Also muß geeignetes Wasser daneben stehen. Zum „nachtanken” muß die Flasche nicht aufgeschraubt werden - man drückt sie zusammen und hält sie unter Wasser, jetzt läuft sie von alleine wieder voll. Auch sollte man das Weibchen um es während der Prozedur nicht unnötig zu schinden, zwischendurch unter Wasser halten. Damit man die Spitze des Fläschchens besser ins Fischmaul bekommt und sie nicht so scharfkantig ist, habe ich die Spitze angeschliffen, man kann das mit einem scharfen Messer oder mit Schleifpapier machen. Diese Methode funktioniert sogar bei so kleinen Fischen wie den „Kleinen Maulbrütern”, sie heißen momentan wohl Pseudocrenilabrus multicolor.

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Fischfangtopf
Fangtopf_ThFür solche Arbeiten und auch zum Fische fangen hatten wir spezielle Töpfe zum Einhängen an die Aquarien. Sie haben genau zwischen Aquarium und Regal gepaßt. Sie sind unzerbrechlich und haben eigentlich schon ewig gehalten. Wir haben sie wahrscheinlich schon über 25 Jahre!






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Splett’s Spielereien
PE_Corydoras_1_ThAuf dem Bild links ist ein zusammengeschweißtes PE-Teil zu sehen, welches ich dazu benützt habe, um Corydoras zum laichen zu bewegen. Es wird einfach ins Aquarium gestellt, der Klinkerstein - oder zwei - ist zur Beschwerung notwendig, da PE einen leichten Auftrieb hat.
Funktionsweise: Der Wasserstand im Aquarium ist etwas unterhalb des PE-Winkels, der Winkel wird parallel zu den Aquarienscheiben ins Aquarium gestellt, der Abstand linke PE-Wand Aquariumscheibe ist vielleicht 15-20 cm, Abstand obere PE-Wand genauso, die möglichst starke Strömung kommt auf der linken Seite herein und geht dann rechts um die Ecke, es entsteht ein rechtsdrehender Kreisel mit starker Strömung zwischen den Aquarienscheiben und der linken und oberen PE-Wand. Im vorderen und rechten Bereich ist es ruhiger, da kam Javamoos oder ähnliches hinein, eventuell beschwert. Funktioniert gut.


Das sind andere Konstruktionen, sie funktionieren sehr gut.
Der Sinn der Sache: Die ganz kleinen Jungfische der meisten Salmler halten sich an den dunkelsten Stellen des Aquariums auf. Wenn man sie füttert, sind sie meistens an einer anderen Stelle als das Futter. Alle diese Teile waren dazu da, das Futter  - Infusorien oder auch Artemia -  an den Fischen vorbei treiben zu lassen.
 

PE_Platte_mit_VA_im_Aq_ThPE_Platte_mit_VA_ThDie einfachste und im Verhältnis zum Aufwand effektivste Methode ist die PE-Platte mit angeschweißtem VA-Teil, Fotos links und rechts. Das VA-Teil ist notwendig, da PE schwimmt und die Platte so schön schräg im Aquarium bleibt. Wenn man das VA-Teil nach unten nimmt, steht die Platte in einem 60er nicht mehr so „schön schräg”. Man muß halt mit einem Filter für die entsprechende Strömung sorgen. Die Jungen „kleben” immer an der Unterseite, nur wenige sind dann noch woanders.

 

PE_Dunkler-Boden_3_ThPE_dunkler-Boden_2_Th








PE_dunkler_Boden_1_ThDie anderen Konstruktionen werden auf den Boden gelegt, das große runde Rohrstück in der Mitte wurde mit VA-Teilen gefüllt, so blieb das Ganze unten. Wenn man jetzt an das Rohrstück in der Mitte ein Steigrohr angeschlossen hat, gab es eine Strömung, die das Futter unter die Platten an den Fischen, die unter dem schwarzen PE „klebten” vorbeigetrieben hat.



Ich hoffe, daß man anhand der Fotos die Wirkungsweise erkennen kann.

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Wäscheklammern
Waescheklammern_ThZum markieren von Aquarien haben wir immer Wäscheklammern genommen.
Rot hieß irgendwie „Alarm”, entweder nicht verkaufen oder kranke Fische oder wenigstens Vorsicht. In einem Aquarium mit weißer Wäscheklammer waren ausgeschlüpfte Junge drin, die aber noch kein Futter bekamen, gelb hieß Infusorien füttern, blau Fische bekommen Artemia. Wenn eine grüne Wäscheklammer am Aquarium war, so habe ich sofort gesehen, daß da ein leeres Aquarium war, da konnte ich neue Fische aus der Zuchtanlage einsetzen. Diese Farbe habe ich immer gerne gesehen. Am besten eine ganze Reihe. Zudem wurden die Klammern noch schräg angeklemmt für wenig oder 2 blaue für viel Artemia füttern. Das heißt natürlich nicht, daß die Aquarien nicht kontrolliert wurden, aber nicht bei jeder Fütterung ganz genau.

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Erstellt:  2006
Letzte Bearbeitung: Mai 2015

 

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