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Labyrinthfische

Spektrum

 

 

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Labyrinthfische sind allesamt sehr interessante Fische. Sie haben mich seit meiner Kindheit mit einem Hauch von Fernost verzaubert. Es waren für mich die „tropischen Fische” schlechthin. Wenn es anfangs auch nur Makropoden waren. Die schönsten waren wohl die Siamesischen Schleierkampffische und richtig gute Mosaikfadenfische..
Bei der Empfindlichkeit muß man zwischen den Fischen bei den Importeuren und den Fischen bei den Aquarianern unterscheiden. Das heißt folgendes; frisch importierte Labyrinthfische sind sehr oft anfällig und kränkeln. Hat man sie aber erst „auf die Füße gestellt”, so sind sie schon fast als hart zu bezeichnen. Ausnahmen sind Colisa lalia, die sind fast immer empfindlich, je schöner desto mehr.
Große Arten wie Mosaikfadenfische, Blaue Fadenfische oder crosby brauchen größere Aquarien. Tr. leeri kommen unter 120cm kaum zur Geltung. Auch werden alle Fadenfische bei höhere Temperaturen aktiver, das kann bis 30° gehen. Makropoden vertragen auch kühleres Wasser.
Mehr bei den einzelnen Arten.

 

Betta splendens, Kampffisch
Trichopsis chuna, Honiggurami

 

Betta splendens Kampffisch
Kampffisch_ThDiese Fische dürfen wohl allgemein bekannt sein. Weniger bekannt ist, daß man durchaus  mehrere Männchen zusammen halten kann, und daß „echte” Weibchen ziemlich selten sind.
Kampffische sind leicht oder auch recht schwierig zu züchten. Leicht wenn alles klappt und schwierig, wenn eben nichts klappt. Ganz einfach. Es gibt beides. Im zweiten Fall helfen nur andere Fische weiter. Beim züchten muß man darauf achten daß man keine burgunderrotbraunen Weibchen nimmt, da kommen auch nur burgunderrotbraune Fische heraus. Also gute Farben nehmen, richtiges blau und richtiges rot. Wenn man ein pflegendes Männchen hat geht es sehr einfach. Man kann die Eier auch separat in ein extra Aquarium geben. Erstfutter allerdings Infusorien oder für den privaten Züchter feinst zerriebenes Trockenfutter, da kommen immer einige Junge durch. Die Schwierigkeiten liegen oft in zu aggressiven Männchen und/oder nicht laichbereiten Weibchen, die dann von den Männchen duchaus zu Tode getrieben werden können. Nur Weibchen mit sichtbarer Genitalpapille nehmen, die ist als weißer Punkt gut zu sehen. Wir haben die jungen Kampffische immer zusammen aufgezogen, die vertragen sich recht gut. Die größten Männchen wurden dann auf die anderen Aquarien verteilt. Diese Fische waren zwar nicht so schön wie die Riesenkampffische aus Asien, aber bedeutend stabiler. Und echte Weibchen sind wie gesagt schon fast Raritäten, meistens sind es männliche Nachwüchser. Echte Weibchen haben immer eine Art Muster und man kann fast immer die Genitalpapille sehen. Ein mal einzeln gehaltene Kampffischmännchen kann man selten wieder mit anderen Männchen zusammen halten.


Betta cf. burdigala
Colisa lalia Zwerggurami
Macropodus concolor Schwarzer Macropode
Macropodus opercularis Roter Macropode
Trichogaster leeri Mosaikfadenfisch
Trichogaster trichopterus Blauer Fadenfisch
Trichogaster trichopterus crosby
Trichogaster trichopterus gold
Trichopsis vittatus Knurrender Gurami
 


Trichopsis Chuna, Honiggurami
Trichopsis_chuna_Honiggurami_ThDer Honiggurami hieß zu der Zeit wo dieses Foto aufgenommen wurde noch Colisa chuna. Die Männchen sind sehr schöne Fische. Die Vergesellschaftung ist wie bei vielen Labyrinthern nicht ganz unproblematisch. Wenn das Aquarium ihnen nicht zusagt oder zu klein ist und sie somit ihren „normalen Lebensstil” nicht an den Tag legen können, sind sie absolut friedlich. Sagt ihnen aber das Milieu zu und fangen sie zum laichen bzw. zum Schaumnest bauen an so ist es aus mit dem Frieden! Bei mit hat ein einzelnes Männchen ein 120cm-Aquarium beherrscht. Er war der alleinige Herr im oberen Drittel und hat dort seine Jungen bewacht. Also selbst solch kleine Fische können durchaus grimmig werden.

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letzer Änderung:
Mai 2009

 

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