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Geräte für die Aquaristik

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Mehr oder auch weniger technische Geräte für die Aquaristik

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Die Beschreibungen auf dieser Seite  - und auf der gesamten Homepage -  sind allesamt meine eigenen Erfahrungen. Sie sind von keiner Firma bezahlt oder veranlaßt. Damit ich keinen Ärger wegen eventueller negativer Kritik bekomme, habe ich da die Firmennamen weggelassen.

 

Leitfähigkeitsmesser
pH-Meßgerät
Redox-Meßgerät
„The Pump”, sehr gute Luftpumpen für den größeren Bedarf
Seitenkanalgebläse, für sehr große Luftmengen
UV-Strahler, für Luftbetrieb
defekte UV-Strahler
Diatomfilter, es ist eine eigene Seite über Diatomfilter vorhanden
Druckminderer für die Kohlensäuredüngung
Oxydator,
Ozonisator, ein Gerät zur Erzeugung von Ozon der Fa. Sander
Olympus-Mikroskop,
Verdichter, in der Aquaristik
Wasserpumpe, gute Pumpen aus dem Baumarkt
Triumpf-Super, eine Antiquität, nur für ältere Aquarianer

 

Leitfähigkeitsmesser
Leitwertmesser_Tunze_ThDas ist eines der nützlichsten Geräte für die Aquaristik überhaupt. Nicht daß man damit - wie vielfach angenommen wird - irgendein nicht näher bekanntes Wasser beurteilen oder einteilen kann. Bei unbekannten Gewässern kann man eben nur die elektrische Leitfähigkeit des Wassers messen, woher die kommt oder wodurch sie verursacht wird kann man nur annehmen - mehr auch nicht. Eine langjährige Erfahrung hilft einem da zwar etwas, aber auch nicht wirklich. Eigenes bekanntes Wasser kann man damit jedoch sehr einfach kontrollieren. Dieses Gerät ist sogar dazu geeignet festzustellen, ob ein Wasserwechsel fällig ist oder nicht. Wohlgemerkt nur dann, wenn man das Ausgangswasser kennt. Das geht so: Leitwertmesser_WTW_LF91_ThDa man die Leitfähigkeit seines Ausgangswassers kennt, kann man aus der Differenz Ausgangswasser-Leitfähigkeit und der momentanen Leitfähigkeit in etwa die Belastung seines Aquariums beurteilen. Leitwertmesser_Bischof_L17_ThWenn das Aquariumwasser um vielleicht 10% - je nach Fischart - gestiegen ist, wechselt man Wasser. Es ist zwar nicht ganz richtig, aber die Differenz Leitfähigkeit Ausgangswasser -> momentaner Leitfähigkeit ist Dreck (Nitrat, Phosphat usw.) der somit meßbar geworden ist. Auch erhöht sich die Leitfähigkeit logischerweise durch verdunstetes Wasser. Man wechselt also nach tatsächlicher Notwendigkeit und nicht nach irgendeinem Fahrplan.
Nachtrag Mai 2012:
Da ich festgestellt habe, daß die Sache mit dem „Wasserwechsel nach Leitfähigkeit” einigen Aquarianern nicht so recht klar ist, hier eine genauere Erklärung:
Er funktioniert nämlich leider nur nur bei stärker belasteten Aquarien! Also wenn wirklich gezüchtet wird oder bei Großhändlern, die ihre Fische tatsächlich füttern. Da kann man in den ansonsten „leeren” Aquarien die Belastung des Wassers sehr gut an der  Leitfähigkeit erkennen. Bei einem gut bepflanzten Wohnzimmeraquarium dagegen ist das nicht so klar ersichtlich, da die Pflanzen - je nach Wachstum - die Leitfähigkeit durchaus auch senken können. Da muß man neben dem Leitfähigkeitsmesser also auch den eigenen Denkmechanismus einschalten. Das ist manchmal gar nicht so einfach und erfordert Erfahrung. Also - nur um den Wasserwechselzeitpunkt in einem Wohnzimmeraquarium festzustellen, ist ein Leitfähigkeitsmessgerät nur bedingt geeignet!
Wenn man Wasser verschneidet, mit Austauschern oder Osmoseanlagen arbeitet, ist so ein Ding sehr von Vorteil. Für mich ist es ein unentbehrliches Gerät geworden! Auch kann man damit blitzschnell feststellen, daß z.B. das Kondensat einer Klimaanlage aquaristisch ungeeignet ist, weil die Leitfähigkeit 50µS beträgt, also 50µS Dreck aus der Luft!

Fazit:
Nachtrag Mai 2012:
Da ich mich in letzter Zeit ziemlich intensiv über Leitfähigkeittmesser erkundigt habe, die Sache aber noch nicht ganz abgeschlossen ist, wird dieser Absatz demnächst überholt.
Beim Kauf eines Leitfähigkeitsmessers kann man eigentlich nicht viel falsch machen, außer man kauft ein „geiz-geiles” Spielzeug. Oder man will ein wirklich „hochwertiges” Gerät, dann wird der Preis nämlich auch wirklich hochwertig!
Das Gerät sollte/muß eine automatische Temperaturkompensation haben. Das heißt, daß es sich automatisch auf die Temperatur des Mediums einstellt. Das ist deshalb wichtig, da die Leitfähigkeit auch sehr von der Temperatur abhängt. Neue Geräte müßten das aber beherrschen. Das Gerät oben links muß man von Hand einstellen, so etwas ist aber eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Es war immer mein Reservergerät. Ansonsten ist eine separate Temperaturanzeige sehr praktisch. Sie ist leider bei preiswerten Geräten meistens nicht vorhanden. Wenn der Meßbereich bis 50mS reicht ist es besser, so kann man auch das Ansetzwasser von Artemien - 15mS - 30mS -  oder Seewasser - zwischen 48 und gut 50mS - kontrollieren. Das geht besser als mit jedem Aerometer. Ich will ja keine Reklame machen, aber mit dem Gerät ganz oben links bin ich seit vielen Jahren zufrieden. Es gibt natürlich inzwischen ein neueres Modell. Tunze war zwar noch nie billig, inzwischen hat sich das eher noch gesteigert ;-). Bezahlbare und gute Geräte hat auch die Fa. Greisinger. Mein jetziger Leitfähigkeitsmesser ist von Greisinger.
Das WTW-Gerät oben rechts ist total hinüber, es liegt nur herum, aber wer wirft gern ein ehemaliges 1000.- DM-Gerät weg. Da bin ich Sammler - schon fast ein Mini-Messie.
Normalerweise müssen Leitfähigkeitsmesser nicht geeicht werden, jedenfalls mußte man das bei keinem meiner alten Geräte machen, und das WTW-Gerät gehörte zur obersten Preis- und Qualitätsklasse. Inzwischen wird nach längerem Gebrauch, wenn sich eventuell Ablagerungen an der Elektrode gebildet haben, eine gründliche Reinigung und Nachjustierung empfohlen.
Ob ein Gerät gut oder nicht so gut ist läßt sich schnell und einfach feststellen: Man nimmt drei - oder auch vier - verschiedene Wasserproben und hält die Elektrode des Leitfähigkeitsmessers hintereinander in alle Proben. Wenn das Gerät in Ordnung ist, so mißt es immer wieder den selben Wert. (Will man das ganz genau machen, so muß man die Elektroden zwischendurch in destiliertes Wasser tauchen. Nimmt man eine größere Wassermenge als Probe, so geht es auch ohne Zwischenspülung).
Es geht aber noch einfacher: Das Gerät mehrmals - natürlich mit kleinen Abständen - in das gleiche Aquarium tauchen, es sollte dann immer den selben Wert anzeigen.
Also, langer Rede kurzer Sinn:
Wenn Sie noch länger Aquarianer bleiben wollen oder überhaupt, kaufen Sie sich so ein Ding.

Die  „Leitfähigkeit”   hat eine eigene Seite.

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pH-Messgerät
Knick-Portatest-655_ThSchliffelektrode_ThWenn man den pH-Wert genau bestimmen will, braucht man so ein Gerät. Anfang der 70er Jahre war die Firma Knick in Berlin eine der führenden Firmen für pH-Geräte in Deutschland (www.knick.de). Heute - 2011 - bauen sie neben WTW immer noch die besten Laborgeräte aller Art!  Damals hatte ich ein auf einer Münchner Messe als „das genaueste Taschen-pH-Meter der Welt” beworbenes Gerät dieser Firma. Durch guten persönlichen Kontakt zu einem Knick-Mitarbeiter habe ich viel über pH-Meßgeräte, Elektroden usw gelernt. Inzwischen gibt es auch brauchbare Geräte von anderen Firmen. Die elektronischen Bauteile sind keine so großen Firmengeheimnisse mehr. Man muß aber trotzdem etwas auf die Elektroden und den Hersteller achten. Bei billigen Geräten sind meistens Gel-Elektroden dabei. Elektroden mit KCI-Füllung und Diaphragma sind vorzuziehen. Unter 50µS sollte man sogenannte Schliffelektroden verwenden, siehe Foto rechts. Da ist der Kontakt mit dem zu messenden Wasser und der KCI-Lösung im Inneren der Elektrode durch die größere Oberfläche besser und die Messung somit genauer. Trotzdem muß man warten, bis sich nichts mehr verändert. Das kann eine viertel Stunde dauern - oder länger! Wenn man Wasser unter 50µS mit einer ungeeigneten Elektrode mißt, zeigt das Gerät immer unter 5 an, ob es stimmt oder nicht.
Fazit:
Als normaler Aquarianer kann man auf ein pH-Meter verzichten. Der pH-Wert ist in der Praxis nicht so wichtig, sein Wert wird gerne übertrieben, ja sogar manchmal hochgespielt. Selbst empfindlichere Fische wie Neonsalmler oder Rotkopfsalmler, von Ramirezis oder gar Diskus ganz zu schweigen, laichen auch bei pH-Werten um oder sogar über 7. Eier und Junge entwickeln sich selbstverständlich.
Daß heißt nun wieder nicht, daß er immer und überall zu vernachlässigen ist. Aber er bewegt sich im Normalfall im Leitungswasser zwischen 6,5 und unter 8 - und das ist ok. Und schließlich kann man ihn auch mit Streifen oder Tropfen messen. Das reicht für den Hausgebrauch. Ich habe mein pH-Meßgerät das letzte Mal herausgekramt, als ich Betta coccina und  B. burdigala gezüchtet habe. Die wollen einen pH-Wert von gut 4. Für die normale Zucht  muß ich mein Wasser nicht mehr messen, ich kenne es. Ich weiß auch ohne pH-messen, wie lange ich das Zuchtwasser durch den Torfbehälter laufen lassen muß. Ich messe das mit dem Leitwertmesser. Der ist schneller, robuster und unkomplizierter. Und ist in meinem Fall genauso präzise.
Ansonsten muß man bei pH-Geräten manchmal oder auch öfter die Elektrode justieren, muß die Steilheit einstellen, prüfen ob genug KCl in der Elektrode ist und muß darauf achten, daß die Elektrode nicht austrocknet.
Kurzum - man hat immer etwas zum spielen... lachen-transp

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Redox-Meßgerät
Greisinger_Redox_GPRT-1400A_ThDieses Gerät habe ich gekauft, als ich probiert habe mit Holz Nitrat aus Aquariumwasser zu entfernen. Vereinfacht ist es so, daß ein hohes Redoxpotential ein sauerstoffreiches (und meistens sauberes) Wasser anzeigt und ein niedriges Redoxpotential einem Wasser mit wenig oder gar keinem Sauerstoff zuzuordnen ist. Somit kann man mit dem Redoxgerät feststellen, ob das Wasser im Behälter zur Nitratentfernung keinen Sauerstoff mehr enthält, also anaerob ist. Um 1975 hatte ich schon ein Mal so ein Gerät, damals waren aber die Elektroden dermaßen anfällig, daß das Ganze keinen Spaß gemacht hat. Die heutigen Elektroden funktionieren sogar im Dauereinsatz.
Das mit dem Nitrat entfernen mit Holz funktioniert tatsächlich. Letztlich ist es aber nur Spielerei. Es geht anders leichter und besser.
Es ist inzwischen eine eigene Seite da:
http://www.afizucht.de/html/nitratentfernung_mit_holz.html

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The Pump
The_Pump_Th
Luftpumpen auch für den etwas größeren Bedarf
Diese Geräte müßten eigentlich „The Superpump” heißen, so gut sind sie! Die 3 abgebildeten Pumpen befinden sich alle in meinem Besitz. Es ist eine 20er, 40er und eine 80er. Benötigen tue ich momentan nur die kleinste. Da sie mir aber so gut gefallen verkaufe ich  keine. (Wirklicher Grund, möglicherweise brauche ich mal eine der anderen. Nachtrag 2007: momentan läuft die 40er). Andere als diese 3 Modelle kenne ich nicht direkt, also nicht auch von innen! Die Pumpen werden unter verschiedenen Namen vertrieben. Ob es sich bei den äußerlich identischen Pumpen tatsächlich um identische Geräte handelt, wage ich allerdings zu bezweifeln. Möglicherweise sind es nur Nachbauten. Sicherheitshalber sollte man da entweder genau nachfragen oder das Original kaufen, siehe Typenschild rechtsThe_Pump_Typenschild_Th.
Ich hatte einen Kunden, bei dem lief/läuft eine 40er 14 Jahre ohne Membranaustausch, er betreibt damit ca. 30 Ausströmer. Auf der anderen Seite war eine Kundin die mit einer 80er 30 Aquarien/Ausströmer betrieben  hat. Da waren die Membranen nach ca. einem viertel Jahr hinüber. Das ist die goldene rechts außen, ich habe sie generalüberholt. Wichtig ist beim Betrieb solcher Membranpumpen nämlich, daß der Pumpendruck nicht mit Gewalt erhöht wird, man sollte also die Luft so wenig wie möglich drosseln. Der benötigte Druck bei hohen Aquarien oder bei der Belüftung von Tanks ist damit nicht gemeint. Wenn man nicht die ganze Luftmenge benötigt, Luft „ins Freie” ablassen. Auch sollte man die Luft nach einem möglichst kurzen Schlauch in eine Ringleitung leiten.  Muß der Schlauch länger sein, sollte man den Schlauchdurchmesser vergrößern. Wie das geht, kann man in der Bastelkiste nachlesen. Man kann das Herstellungsdatum am Typenschild ablesen, die Pumpe links ist somit Baujahr 1996. Ob das allerdings immer stimmt, weiß ich nicht sicher. Bei meinen 3 Pumpen stimmt es.
Beim Vertreiber Hagen gibt es eine pdf-Datei zum Download, Adresse hier: Aquariaristik-Adressen

Es gibt mehrere Firmen, die Geräte gleicher oder ähnlicher Bauart vertreiben. Die Modelle der Baureihe „The Pump” würde ich aber allen anderen mir bekannten Doppelmembrankompressoren vorziehen. Auch wenn manche Firmen mit werbewirksamen Bezeichnungen werben. Das Grundprinzip ist immer gleich.

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Seitenkanalgebläse
Seitenkanalgeblaese_850W_ThLinks ist eines der beiden Seitenkanalgebläse mit 850 Watt Drehstrom die unsere Anlage mit Luft versorgt haben. Es lief immer nur ein Gebläse, das andere war Reserve. Die beiden Geräte wurden Anfang 1978 gekauft. Sie sind also abwechselnd über 25 Jahre ununterbrochen Tag und Nacht gelaufen! Gegen Ende dieser Zeit habe ich bei einem Gerät die Lager ausgewechselt! Das war nicht ein mal dringend notwendig, sie haben nur langsam angefangen Geräusche von sich zu geben - und da die Lager sowieso da waren habe ich das Gerät eben auseinander genommen und die Lager ausgetauscht. Bei der Gelegenheit konnte ich so ein Ding gleich von innen anschauen lachen-transp. Da bei dem anderen Gerät die Lager genauso alt sind ist  es momentan zerlegt. So konnte ich es fotografieren und man kann die Wirkungsweise erkennen.

Seitenkanalgeblaese_3-Teile_ThLinks der Hauptteil des Gehäuses, auf der linken Seite wird der Motor angeschraubt, in der Mitte hinten ist das sich drehende Lüfterrad, rechts die andere Seite der Abdeckung.

 

 

 

Seitenkanalgeblaese_2-Teile_ThLinks wieder das Gehäusehauptteil, rechts das sich drehende Lüfterrad in die Abdeckung eingepaßt.Seitenkanalgeblaese_Typenschild_Th

Rechts das Typenschild.

 

 

 

Funktion: Das Lüfterrad dreht sich eng an dem Gehäusehauptteil, durch die Drehrichtung des Lüfterrades wird die Luft an einem der Kanäle unten angesaugt und in den anderen Kanal gedrückt. Dieses Gerät dreht vom Motor aus gesehen rechts herum.

Die Luftfilter für Gebläse sind in der Bastelkiste/Luftfilter für Gebläse. Sie sind für das Gerät selber nicht notwendig, es sollte aber einer vorhanden sein, da sonst alle Schmutzpartikel aus der Luft im Aquariumwasser landen.

Das Wichtigste eines Seitenkanalgebläses ist der Motor. Man muß also darauf achten, daß er von sehr guter Qualität ist. Auch sollte es unbedingt ein Drehstrommotor sein. Oder Kraftstrom oder eben 380 Volt. So hat man ein echtes Magnetfeld mehr und der Motor hält bedeutend länger. Wenn man nur einen 220 V Anschluß hat, würde ich von einem Seitenkanalgebläse eher abraten. Ich habe in den letzten Jahrzehnten mehrere Gebläse gesehen die es nicht lange gemacht haben. Meine Gebläse sind von der Firma Elektror in Esslingen, diese Firma kann ich mit bestem Gewissen empfehlen. Da gibt es verschiedene Geräte, welche mit mehr Luftmenge und weniger Druck und umgekehrt mit mehr Druck, dafür dann weniger Luft.
Laut Typenschild schaffen unsere Geräte eine Wassersäule von 1,90 m. Das dürfte in der Praxis stimmen. Die Luftmenge und der Druck haben immer ausgereicht. Es war zu jeder Zeit noch Reserve da.
Was noch zu beachten ist: Da Seitenkanalgebläse in der Regel bauartbedingt nicht allzuviel Druck erzeugen, muß der Querschnitt der Luftleitung recht groß sein. Der Querschnitt darf bis zur ersten Abzweigung nicht verringert werden. Unsere Luftleitung hatte 50mm! Ansonsten liegt der große Vorteil der Seitenkanalgebläse darin, daß sie eigentlich nur aus einem Motor bestehen, es sind keine beweglichen Teile vorhanden. Es geht nichts hin und her, sonder es dreht sich nur, somit gibt also nur Lager als Verschleißteile. Und da kann man schon Wochen vorher hören, wenn ein Lager den Geist aufgeben will. Mit guten Ohren ohne - mit weniger guten Ohren mit einem an das Gerät gehaltenen Schraubenzieher oder ähnlichem - der überträgt die Schwingungen. Ein Nachteil ist, daß die Dinger laut sind. Speziell die größeren Kaliber. Die kleineren „pfeifen” oder „singen” mehr, während unsere schon eher „gebrüllt” haben. Wenn man sie nicht wie bei uns in den Keller oder einen Nebenraum verbannen kann ist es unangenehm.
Es ist eventuell noch etwas zu beachten: Offiziell kann man zwar die Geräte sowohl mit horizontaler als auch mit vertikaler Motorwelle aufstellen, da die Lager aber normale Kugellager sind sollte das Gerät besser mit der Motorwelle waagrecht aufgestellt werden, so müssen die Lager nur den vertikalen Druck abfangen und halten länger.
Hier geht es zur Homepage der Firma Elektror.

Da wir die „Seitenkanalgebläse” intern Jahrzehnte lang immer als „Verdichter” - ist kürzer und einfacher - bezeichnet haben sind bei mir die Begriffe durcheinander geraten. Ein „Verdichter” ist etwas anderes, solche Geräte hatten wir früher in unserem Laden in München.

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Verdichter, in der Aquaristik
In der Aquaristik versteht man unter „Verdichter” einen Lufterzeuger, bei dem sich eine ca. 4cm - oder auch breitere -  runde „Scheibe” in einer runden „Buchse” dreht. Der Innendurchmesser der Buchse ist größer als der Durchmesser der Scheibe. Die Scheibe befindet sich auch nicht in der Mitte der Buche, sondern sie liegt knapp am Rand der Buchse an. In der Scheibe sind Aussparungen, in denen sich rechteckige Grafitkohlen befinden. „Scheibe”, „Buchse” und Grafitkohlen sind gleich breit. Dreht sich die Scheibe, so gleiten diese Kohlen durch die Fliehkraft immer am Innenrand der „Buchse” entlang, je nach Position gleiten sie somit in die Scheibe zurück oder wieder heraus. So wird an der Stelle wo die Kohlen fast wieder in die Scheibe zurückgeschoben sind Druck erzeugt.
Es ist komplizierter erklärt als es ist, das Prinzip ist recht einfach.
Der Vorteil dieser Geräte liegt im verhältnismäßig hohen Druck - der Rest sind Nachteile! In unserem Laden hatten wir zwei  solche Geräte. Die Nachteile: Sie sind ungemein laut, man muß sehr oft die Kohlen wechseln, die Kohlen sind teuer und da der Abrieb der Kohlen ja ausgeblasen wird, muß unbedingt zwischen Verdichter und Aquarien ein guter Feinfilter eingebaut werden. Dieser Filter muß natürlich luftdicht sein und einigen Druck aushalten. Auch ist der Stromverbrauch im Verhältnis zur erzielten Luftmenge zu hoch.
Zusammenfassung: Diese Dinger waren um 1970 Jahren schon nicht gut. Da gab es aber nichts besseres. Heute gibt es bedeutend bessere Alternativen. Siehe weiter oben.

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UV-Strahler
UV_Lampe_TetraPond_ThHier eine UV-Lampe, die ich etwas umgebaut habe. Sie wurde selten benützt, sie war halt da.
Das Wasser wurde nicht mit einer Pumpe durch die Lampe befördert, sondern mit Luft. Sie wurde komplett in ein Aquarium gestellt, dann kam in das rechte 16er Rohr ein 4mm-Luftröhrchen hinein - fertig. Damit die ganze Angelegenheit auch unten geblieben ist, habe ich über den Ein- und über den Auslauf jeweils ein VA-Teil geschoben und mit einem Gummiring fixiert. Die VA-Teile sind ehemalige Verschraubungen von Milchrohren aus der Landwirtschaft. Sie sind hier im Dorf übriggeblieben. Da ich überall Luft zur Verfügung hatte war diese Anordnung in der Anlage von Vorteil. Die UV_Lampe_TetraPond_offen_ThWassermenge, die durch das 4mm-Luftrohr im 16er Rohr gefördert wurde, hat vollkommen ausgereicht. Man muß bei dieser Anordnung darauf achten, daß keine Luft im Behälter ist. Da unsere Aquarien fast alle nur 35cm hoch sind, war das Zuleitungskabel selber nie unter Wasser.
Bevor man das ganze Gehäuse unter Wasser setzt, sollte man unbedingt in der Gebrauchsanleitung kontrollieren ob die komplette Lampe wasserdicht ist!
UV_Lampe_TetraPond_Brenner_ThUV_Lampe_Brenner_an_ThAuf dem Bild links oben ist die Lampe aufgeschraubt. Darunter ist die aufgeschraubte Lampe eingeschaltet. Der Brenner ist bei abgeschraubtem Gehäuse gegen Anschalten gesichert, damit man keine UV-Strahlen in die Augen bekommt. Für die Aufnahme wurde die Sicherung deaktiviert. Auf dem rechten Bild ist zu erkennen, daß der Brenner gebraucht ist. Er ist aber noch nicht besonders dunkel geworden, somit hat er noch eine gute Leistung. Je dunkler der Ring in der Nähe der Fassung wird, desto mehr läßt die Leistung nach.

Defekte UV-Strahler
UV_Lampe_defekt_2_ThNachtrag:
Anscheinend habe ich mit den UV-Lampen bis UV_Lampe_defekt_1_Thjetzt Glück gehabt, es gibt auch Modelle, bei denen die UV-Strahlung die Kunststoffhülle von innen langsam auflöst. Die Wandung wird so dünn wie Papier und irgendwann undicht.
Es hängt mit dem verwendeten Kunststoff zusammen, die dunkelgrünen Gehäuse mit größerem Durchmesser scheinen mehr UV-Strahlung zu vertragen als die fast schwarzen. Das Gehäuse auf den Fotos ist schwarz, es ist nur durch den Blitz heller.
Daß sich Kunststoffe und UV-Strahlung auf Dauer nicht gut vertragen ist allgemein bekannt. Es wundert mich deshalb schon lange, daß die Hersteller die Kunststoffgehäuse nicht durch z.B. ein ganz dünnwandiges VA-Rohr vor der Strahlung schützen. Wahrscheinlich wäre so auch die UV-Strahlung stärker, da sie nochmals reflektiert wird.
Über die Verwendung von UV-Lampen wird irgendwann noch mehr kommen.

Nachtrag April 2012: Obiges Gerät wurde damals netterweise von der Fa. auf Kulanz umgetauscht. Schlecht daran ist nur, daß das neue Modell genauso schlecht ist - es ist nämlich auch schon durchgebrannt! Fotos und genauere Beschreibung folgen.

Hier nun einige Fotos des neuen Gerätes:

UV-Lampe_JBL_defekt-norm_333UV-Lampe_JBL_defekt2_333UV-Lampe_JBL_defekte-Stelle_333








Durch die UV-Strahlung ist die Kunststoffwandung so dünn geworden, daß sie an einer Stelle bereits durchgebrochen ist, Foto rechts. Es ist somit Wasser ausgelaufen und es hat eine Überschwemmung gegeben!! Das ist dann nicht mehr so schön. Man kann auf dem Foto Mitte oben sehen - da hat die UV-Lampe gebrannt - wie durchsichtig das gesamte Gehäuse bereits geworden ist.
Das wirklich üble an der Angelegenheit ist, daß manche Firmen anscheinend den Ausdruck „Qualitätskontrolle” überhaupt nicht zu kennen scheinen. Wie kann es sonst sein, daß man gleich 2 Modelle hintereinander aus fehlerhaftem Material herstellt !?
Sollte so ein Bericht einer Firma nicht gefallen, so kann sie das ganz einfach dadurch abstellen, indem sie bessere Geräte herstellt. Dann gibt es nichts mehr zum meckern. Schließlich will man ja eher etwas positives schreiben und nicht meckern - müssen. Siehe auch Kommerz.

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Druckminderer für die Kohlensäuredüngung
Kohlensaeureventile_alle_ThKohlensaeureventil_gut_ThAuf dem Bild links ist meine Sammlung ausgedienter Kohlensäureventile zu sehen. Das ist sozusagen das Ersatzteillager. Allerdings sind die meisten Teile nicht mehr zu gebrauchen.
Auf dem Bild rechts ist mein jetziges Ventil zu sehen. Es ist billig, einfach und gut.



Unten ein einfacher Blasenzähler. Zwar habe ich einen alten Kohlensaeure_Blasenzaehler_Thselbstgebastelten, dieser ist aber besser.












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Oxydator
Oxydator_mittel_ThOxydator_klein_komplett_ThEin Oxydator ist ein Gerät, mit dem man Wasserstoffperoxyd einfach und kontinuierlich ins Wasser einbringen kann. Dadurch kommt mehr Sauerstoff ins Aquarium und das Redoxpotential wird erhöht -  theoretisch. Diese kleinen Dinger rechts oder einen der etwas größeren links habe ich zeitweise in 60ern gehabt, wenn sehr viele Junge drin waren. Ob es allerdings wirklich etwas gebracht hat weiß ich nicht, wahrscheinlich eher nicht. Deshalb habe ich es auch ziemlich schnell wieder bleiben lassen.
Das Prinzip ist ganz einfach: In den durchsichtigen Behälter kommt Wasserstoffperoxyd, das im Behälter befindliche Tonteilchen (siehe Foto rechts vorne) fungiert als Katalysator und dadurch wird kontinuierlich Sauerstoff an das umgebende Wasser abgegeben.

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Ozonisator
Sander_Ozonisator_oben_ThEin Gerät zur Erzeugung von Ozon von der Fa. Sander. Sander_Ozonisator_innen_ThDas sind gute und zuverlässige Geräte. Auch ist der Preis in Ordnung. Dieses ist schon älter. Da das Potentiometer nicht mehr funktioniert hat und ich eh immer die ganze Leistung verwendet habe, habe ich es ausgebaut. Auf dem rechten Bild ist das Gerät geöffnet und man sieht den Hochspannungstrafo und das Ozonrohr. An der Rückseite sind 2 Ösen angebracht, so Sander_Ozonisator_unten_Thkann man das Gerät auch irgendwo aufhängen. Wenn man die Luft für die Ozonisierung vorher trocknet, steigt die Leistung der Geräte, d.h. sie liefern mehr Ozon. Das habe ich mit Kieselgel (Silikagel) gemacht. Zwar kann man dieses Material wieder im Backofen regenerieren, der Aufwand ist aber ziemlich groß.
Nachtrag: Das ist aber Ansichtssache; momentan (2015) trockne ich wieder, sogar mit einer neuen Plexisäule.  lachen-transp
Bei meinem ersten Gerät um 1967 wurde das Ozon noch zwischen zwei verbundenen Platten erzeugt, sie waren immer wieder undicht und ich habe sie öfter geklebt. Danach hatte ich noch mehrere Geräte. Früher habe ich Ozon für meine Seewasseraquarien genommen. In den letzten Jahren nur noch für Versuche.
Es ist inzwischen eine eigene Seite über Ozon vorhanden, da steht noch mehr über die Anwendung in der Aquaristik.
Sander Ozongerät 25mg_200Hier ist ein Ozongerät der Fa. Sander der neuen Generation. Der Vorteil dieser Geräte ist, daß man sie bedeutend leichter reinigen kann. Man löst einfach die vier Schrauben und kann dann die VA-Platte bequem reinigen.
Dieses Gerät ist das kleinste der Baureihe mit einer Leistung von max 25mg Ozon. Das reicht aber locker für ein Seewasseraqaurium mit 250 Litern brutto. Also 100x50x50.
Näheres auf der Ozonseite, auch über die eventuellen Nebenwirkungen bei der Anwendung.

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Wasserpumpe
Wasserpumpe_VA_ThSolche Pumpen werden in Baumärkten oft als „Wasserwerke” verkauft. Diese ist ein Modell aus VA. Die Pumpe hat viele Jahre bestens funktioniert - man sieht ihr an, daß sie nicht mehr neu ist. Sie war in keinster Weise schlechter als bedeutend teurere Pumpen die wir vorher hatten. Wir hatten auch schon ein Modell aus Guß, das geht auch, man muß dann nur das rostige Wasser vorher ablaufen lassen. Wichtiger ist die Beschaffenheit der Membrane des Druckkessels. Die muß unbedingt „fischtauglich”, das heißt ungiftig sein. Das ist keineswegs selbstverständlich, wir hatten einen ausdrücklich lebensmittelechten Druckbehälter den wir nicht verwenden konnten, da er irgendetwas abgegeben hat an denen Fische gestorben sind.

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Triumpf-Super
Triumpf_Super_ThTriumpf_Super_offen_ThDas ist zwar keine Original-Triumpf aus meiner Jugendzeit, denn die waren rotbraun, aber immerhin. Das ist eine Rarität! Diese Pumpen haben immer irgendwie geschnarrt oder geklirrt oder anderen Radau gemacht. Diese Modelle dazu zu bewegen möglichst viel Luft zu liefern und richtig leise zu sein war schon eine Kunst. Es gab aber nichts besseres. Außer der „Wisa”. Die 300er Wisa hat aber um 1960 herum netto, also Händlereinkauf gut über 100.- DM gekostet!!! Und ein Lehrling hat 60.- DM im ersten Lehrjahr bekommen. Im Monat  -  nicht am Tag. Aus dieser Zeit stammte meine erste 300er.

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Olympus-Mikroskop
Olympus_Mikroskop_li_ThOlympus_Mikroskop_re_ThHier mein Olympus Mikroskop mit Phasenkontrast und Fotografiervorrichtung.

genaue Beschreibungen folgen, da ich überlege einen Sklavenblitz (oder Servoblitz)  zu kaufen, wird es noch etwas dauern.
Habe inzwischen Servoblitze, geht aber nicht wirklich gut.



Olympus_Mikroskop_mit_Kamera_Th







Nachtrag Sept. 2011, inzwischen habe ich den Foto-Adapter von Olympus auf Nikon umgebaut. Wenn ich zu viel Zeit habe, werde ich die Teile fotografieren und die Vorrichtung beschreiben. Sie ist nämlich genauso einfach wie gut. Aber mit der Zeit ist es so eine Sache!

 

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Letzte Änderung: Mai 2015
 

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