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AQUARISTIK VERSTEHEN
Der Ratgeber für ein perfektes Aquarium
für Anfänger

Spektrum

 

Hier sind die ersten 13 Seiten von diesem Ebook:
Allerdings funktioniert das Inhaltsverzeichnis nicht und die Formatierung ist auch nicht korrekt.
Ich bitte dies zu entschuldigen!  zwinkern-transp_neu

  • Inhaltsverzeichnis
  • EINLEITUNG
  • Fangen wir an
  • „Das Aquarium des Verwandten”
  • Grundsatz
  • Was VOR der Anschaffung eines Aquariums zu berücksichtigen ist
  • Der Zeitaufwand
  • Die Kosten
  • Gewicht des Aquariums
  • Unterlage für das Aquarium
  • Der richtige Standort Noch ein Überblick
  • Was ist ein Aquarium? Wie fängt es an?
  • Komplett-Set
  • Aquarium und Zubehör einzeln kaufen
  • Gebrauchte Aquarien
  • Das Aquarium selber
  • Kurz zu den verschiedenen Aquarientypen
  • Zur Größe des Aquariums
  • Aquariummaße
  • TECHNIK
  • Filter
  • Filter mit Luft oder Kreiselpumpe
  • Wirkungsweise eines Aquarium Filters
  • Filtermaterialien
    • Filterschaum
    • Perlonwatte
    • Efifix
    • Tonröhrchen
    • Siporax
    • Torf
  • Beleuchtung
  • Durchlüfter
  • UV-Lampe
  • Ozon-Gerät
  • Aquarium mit Abdeckung oder ohne
  • Schaltuhr
  • Heizung
  • Wasser
  • Wasser aus einem alten Aquarium verwenden ?
  • Bodengrund
  • Kies waschen
  • Rückwand
  • Wurzeln, Steine und andere Einrichtungsgegenstände
  • DER BETRIEB DES AQUARIUMS
  • Wassermessreagenzien
  • Dünger
  • Ausströmer
  • Kohlensäure, Co2
  • Fanggeräte/Netze
  • Scheibenreiniger
  • Futterring
  • Thermometer
  • Wann Filter reinigen
  • SONSTIGES
  • Ethik
  • Antibiotika
  • Allgemeine Fragen
  • Soll oder kann man den Filter (die Pumpe) nachts ausmachen?
  • Wie lange soll das Licht brennen?
  • Licht mittags ausschalten?
  • Wie oft die Scheiben reinigen?
  • WASSERPFLANZEN
  • Stängelpflanzen
  • Vallisnerien
  • Cryptocorynen
  • Anubias
  • Echinodorus, Amazonas-Schwertpflanzen
  • Andere empfehlenswerte Wasserpflanzen
  • Pflanzen einsetzen
  • Algenprobleme
  • FISCHE
  • Der Begriff „Zierfisch”
  • Wie alt werden Fische
  • Ein wichtiger Grundsatz
  • Lebendgebärende
  • Salmler
  • Barben
  • Barsche
  • Labyrinthfische
  • Welse
  • Für Anfänger geeignete Fische
  • Garnelen
  • Für größere Aquarien
  • Algen fressende Fische
  • Schnecken
  • „Notbremse” gegen Algen
  • Wie viele Fische kann, soll oder darf man in ein Aquarium setzen?
  • Ungeeignete Fische für ein 60er
  • Fischeinkauf
  • Artenbecken oder Biotopaquarien:
  • FUTTER
  • Granulat oder Flocken?
  • Trocken oder Tiefkühlfutter?
  • Lebendfutter
  • WIE VIEL FÜTTERN?
  • Fazit:
  • DER WASSERWECHSEL IM AQUARIUM
  • Wie oft Wasser wechseln?
  • Wasserwechsel mit warmem oder kaltem Wasser?
  • Wie Wasser wechseln?
  • Wasser aus Kupferleitungen
  • Hat ein wöchentlicher großer Wasserwechsel direkt aus der Leitung auch Vorteile?
  • ZUSAMMENFASSUNG
  • PROBLEME
  • Algen
  • Kranke Fische
  • Ichthyophirius
  • Ausgefranste Flossen
  • Verpilzungen
  • Sonstige Probleme
    • Trübung durch Infusorien (kommt eher selten vor)
    • Trübung durch Schwebealgen
    • Kahmhaut
    • Die Pflanzen wachsen nicht
    • Das Wasser wird nicht richtig klar.
    • Das ewige Wasser wechseln und Geplansche geht der Hausfrau auf den Nerv Welche Wasserwerte brauchen Fische?
    • Was macht man, wenn das Aquarium im Sommer zu warm wird?
  • Die Sache mit dem Nitrit und dem Nitrat
  • Erklärung
  • Die Praxis mit dem Nitrit/Nitrat
  • Nitratabbau
  • Die wirklichen Probleme der Anfänger
  • „Über den Aquarianer”
  • „ZOO-SPLETT”
    Der Begriff „Afizucht”:

 

Aquaristik verstehen
Der Ratgeber für ein perfektes Aquarium für Anfänger
Uwe J. Splett 86424 Grünenbaindt www.afizucht.de
splett@afizucht.de


Dieses Buch einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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 Schön, dass Sie sich für dieses Ebook entschieden haben!

Nun müssen wir nur noch versuchen, ein im biologischen Sinne funktionierendes und möglichst wartungsarmes Aquarium hinzubekommen.

 

EINLEITUNG

Warum ich dieses Buch schreibe und warum es „Aquaristik verstehen” und nicht einfach „Aquaristik für Anfänger” oder „Das pflegeleichte Aquarium” heißt:
Bei den meisten Hobbys ist es von enormem Vorteil, wenn man es „versteht”, wenn man das Prinzip „verinnerlicht”, also auf gut deutsch „kapiert” hat!
Auf die Aquaristik übertragen heißt das, dass man wissen sollte, was da im Aquarium passiert.

Hört sich leichter an als es ist! Ich hatte letztens ein Gespräch mit dem Juniorchef eines größeren Zoofachgeschäftes, der mir stolz seine gerade erworbenen 2 Diplome zeigte, aber nebenbei bemerkte, dass er die „Sache mit dem Eiweiß/Ammonium/Nitrit/Nitrat” und gar wieder zurück (Denitrifikation) nicht wirklich verstanden hat. Also sind die ganzen Diplome mehr oder weniger umsonst! Der Stickstoffkreislauf ist nämlich sozusagen das Grundgerüst der Abläufe im Aquarium!

Ich will ihn hier - und viele anderen Grundbegriffe der Aquaristik leicht verständlich erklären und darum heißt dieses Ebook „Aquaristik verstehen”.
Da ich in all den Jahren sehr viel mit den verschiedensten Aquarianern zu tun hatte und als Zoofachhändler auch sehr viele neue Aquarianer beraten habe, weiß ich sehr gut, wo deren Probleme und speziell die der Anfänger liegen!
Erwähnen möchte ich noch, dass alle Filter, die Aquarien und die restliche Technik unserer Zierfischanlagen - sowohl im Laden als auch in der Zuchtanlage - alles Eigenkonstruktionen sind, bzw. waren und ich sie auch selber gebaut habe. Somit kann ich ehrlich behaupten, dass ich aquariumtechnisch ganz gut durchblicke.

Ganz am Ende dieses Buches steht noch etwas „Über den Aquarianer” und auch über unser ehemaliges Münchener Zoofachgeschäft „ZOO-SPLETT”.

Kurzum:
Ich will hier versuchen, Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen und Ihnen zu einem „biologisch funktionierenden” und möglichst „pflegeleichten Aquarium” verhelfen. Ob es allerdings funktionieren wird, hängt nicht nur von mir, sondern mehr noch von Ihnen dem lieben Leser und der lieben Leserin - ab!
Also: Der Sinn dieses Ebooks soll sein, Anfängern die Aquaristik verständlicher und somit einfacher zu machen. Ich werde hier versuchen, allgemeine und auch kompliziertere Probleme und Zusammenhänge der Aquaristik zu erklären. Möglichst einfach zu erklären!
Und: Da ich mein Ego nicht durch einen hochgeschraubten Schreibstil aufpolieren muss, kann ich hier so schreiben wie normale Menschen miteinander reden sollten: Einfach, ehrlich und verständlich!
Und: Wenn hier immer nur „Aquarianer” steht, so sind natürlich die „Aquarianerinnen” genauso gemeint! Das ist also keine Diskriminierung!

Fangen wir an

Als Anfänger – egal auf welchem Gebiet – stürmt so viel Neues in Form von Namen, Arbeitsabläufen und technischem Gerät auf einen herein, dass es einem ganz anders wird! Was man da braucht, ist keine wissenschaftliche Abhandlung oder ein dickes Buch über die gesamte Aquaristik, sondern einen „Berater” aus der Praxis. Wenn dieser „Berater” keine finanziellen Vorteile aus dieser Tätigkeit hat, wenn er also kein „Verkäufer” im landläufigen Sinne ist, dann kann das für den angehenden Aquarianer nur von Vorteil sein!
Ich werde hier also nicht die komplette Technik und Chemie eines Aquariums aufschreiben, sondern aus praktischer Erfahrung heraus versuchen, ihnen das „System Aquarium” näher zu bringen.
Wenn Sie erst einmal die Grundlagen der Aquaristik verstanden, oder besser „verinnerlicht” also die Vorgänge und Zusammenhänge richtig „begriffen” haben, dann ist immer noch Zeit für die restlichen Seiten der Aquaristik.
(Dafür wird es demnächst die komplette „Afizucht” - und noch mehr - als Ebook geben. Da steht dann so ziemlich alles über die Aquaristik drin.)
Damit ich nicht falsch verstanden werde, das soll in keinster Weise arrogant oder wie bei einem Oberlehrer klingen. Nur hat die jahrzehntelange Erfahrung gezeigt, dass es von ungemeinem Vorteil ist, wenn man etwas macht, weil man es „verinnerlicht” oder eben auf gut deutsch verstanden oder „kapiert” hat. Wenn man es nur so macht, weil es alle so machen, oder weil man „es eben so macht”, dann wird das nichts werden! Selber denken ist immer die bessere Sache! Gilt übrigens für alle Lebenslagen!

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Gleich an den Anfang möchte ich die authentische Geschichte eines 60er-Aquariums stellen.

 Sie heißt:
„Das Aquarium des Verwandten”

Hier will ich anhand eines kleinen Aquariums die Schwierigkeiten darstellen, mit denen der Anfänger normalerweise konfrontiert wird - und erprobte Lösungen dafür anbieten.

Nehmen wir an, der „Verwandte” hat sich beim Baumarkt das allseits beliebte 60er-Set gekauft. Also 60x30x30, auch bekannt als 54-Liter-Aq., wenn man allerdings den Nettoinhalt nimmt, dann sind es 10 Liter weniger.

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Er hatte sich auch Kies und Pflanzen besorgt und das Aquarium eingerichtet. Jetzt wollte er von mir natürlich gleich Fische haben. Gut, dass es ein Verwandter war, somit hat er mir geglaubt und meinen Rat befolgt. Er hat das Aquarium erst einige Tage stehen lassen, bis die Temperatur von ca. 24° erreicht und das Wasser glasklar war. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nichts von all den Wasseraufbereitungsmitteln, die man normalerweise verkauft bekommt. Er hatte das Set ja quasi in „Selbstbedienung” gekauft. So war nur blankes Leitungswasser im Aquarium. Nach einer guten Woche dann haben wir ihm einige Neonsalmler und einige Platies mitgegeben. Insgesamt vielleicht 6 kleine Fische. Er hätte natürlich gerne noch einige Schwertträger, Sumatrabarben und noch einiges mehr gehabt. Speziell Skalare und Schleierschwänze hatten es ihm angetan.
Diese Fischarten konnten wir ihm aber mit Hinweis auf das doch recht kleine Becken ausreden.
Sicherheitshalber haben wir ihm noch einen Nitrittest mitgegeben und ihm klargemacht, dass er auf gar keinen Fall zu viel füttern soll. Aber was ist zu viel? Da habe ich eine ganz einfache Regel: Jede Flocke, die auf den Boden fällt, war eine Flocke zu viel! Bei dieser Methode werden selbst Corydoras nicht verhungern, weil ich noch keinen Anfänger erlebt habe, der meinen gut gemeinten Rat wirklich 100%ig befolgt hat - und noch keinen Fisch, den eine 10-tägige Fastenkur umgebracht hätte! Dann habe ich ihm noch die alte Geschichte erzählt, dass es gerade bei einem neu eingerichteten Aquarium sehr wichtig sei, nicht zu viel zu füttern, da sich die Bakterien, welche das sehr fischgiftige Nitrit zu dem fast ungiftigen Nitrat abbauen sehr langsam vermehren und es also zu einem gefährlichen Nitritanstieg kommen könne. Ich habe ihm auch erklärt, dass Fische zwar bedingt einen langsamen Nitritanstieg vertragen, doch keinesfalls ein Umsetzen von nitritfreiem Wasser in nitrithaltiges. Es war ihm also klar, dass er erst dann „neue Fische” bekommen könne, wenn kein Nitrit mehr im Aquarium sei. Dafür hatte er den Nitrit Test. Es hat dann ungefähr 1 Woche gedauert, bis der gerade noch nachweisbare Nitritwert auf 0 gesunken war und er noch einige Fische holen konnte.

(Am Ende dieses Ebooks steht genaueres über „Die Sache mit dem Nitrit und dem Nitrat”.)

Das mit den Fischen hat also ganz gut geklappt und mit dem Nitrit gab es auch keinen Ärger.
Jetzt kamen andere Fragen auf: Mein Verwandter hatte den Auslauf des im Set enthaltenen Filters über der Wasseroberfläche angebracht und das Wasser spritzte an die Lampenabdeckung, wo es Kalkflecken gab. Auch war sehr viel Bewegung an der Wasseroberfläche. Jetzt musste ich zum Erklären schon weiter ausholen und die Beobachtungsgabe des neuen Aquarianers wurde das erste Mal auf die Probe gestellt. Ich erklärte ihm, dass die Wasserbewegung einerseits sehr wichtig sei, weil dadurch Sauerstoff - den die Fische zum Atmen brauchen - ins Wasser befördert wird, andererseits aber Kohlendioxid - das die Pflanzen zum assimilieren benötigen - ausgespült wird. Was also tun? Es leuchtete ihm nach einiger Erklärung ein, dass man einen Mittelweg finden muss. Nämlich den Auslauf des Filters etwas unter die Wasser-Oberfläche zu legen. Er musste selber die richtige Höhe finden, wo einerseits die Wasseroberfläche nicht zu viel bewegt wurde, andererseits aber bei den Fischen auf keinen Fall eine merkbar höhere Atemfrequenz zu erkennen sein dürfe. Ich machte ihn eindringlich darauf aufmerksam, dass die Fische auf keinen Fall zum japsen anfangen dürfen! Auch musste er bedenken, dass die Fische nachts keinen Sauerstoff von den Pflanzen erhalten, die Atemfrequenz muss also auch morgens nach dem Einschalten der Beleuchtung überprüft werden! Das hat dann ganz gut geklappt und durch das nicht ausgespülte Kohlendioxid haben sich auch die Pflanzen prächtig entwickelt. Dazu hat er natürlich auch Wasserpflanzendünger gegeben.
(Für den Anfang ist es trotzdem besser, den Filtereinlauf - [Filterauslauf = Einlauf in das Aquarium, also der Filtereinlauf in das Aquarium] - etwas über die Wasseroberfläche zu legen und den Einlauf etwas „plätschern” zu lassen. So bekommen die Fische mehr Sauerstoff! Wenn man dann mehr Erfahrung mit der Aquaristik hat kann man den Einlauf etwas unter die Wasseroberfläche legen.)

Jetzt lief das Becken ca. 3 Wochen und es kam langsam die Frage nach dem Wasserwechsel auf. Wie oft, wie viel. Wir haben meinem Verwandten geraten im Prinzip lieber öfter wenig als selten mehr Wasser zu wechseln. Er hat dann jede Woche einen Eimer, also 10 Liter gewechselt. Das Wasser hat er mit einem Schlauch aus dem Aquarium in den Eimer laufen lassen, dabei hat er dann gleich den Boden abgesaugt. Dass er vorher den Heizer und den Filter ausmachen muss, hat er schnell gemerkt. (Bei größeren Aquarien ist es bequemer, das Wasser mittels Schlauch aus dem Aquarium z.B. aus dem Fenster hinaus laufen zu lassen. Als Jugendlicher hatte ich ein Seewasseraquarium, dessen Wasser ich immer direkt aus dem Fenster im 1. Stock nach draußen laufen ließ, durch das große Gefälle ging das richtig flott. Aber noch Jahre danach hat es da unten mit Mutters Rosen nicht mehr so richtig geklappt. Geht das nicht, so ist die Toilette oder die Dusche der niedrigste Punkt in der Wohnung, wo hinein man das Aquariumwasser laufen lassen kann. Zum Auffüllen steckt man dann den Schlauch direkt an den Warmwasserhahn oder die Mischbatterie und lässt das Wasser wieder einlaufen). Wenn man da nur höchsten 1/4 wechselt, kann man sich jegliche Wasseraufbereitungsmittel sparen. Nicht sparen kann man sich einen Pflanzendünger. Der muss bei jedem Wasserwechsel dazugegeben werden, nach der alten Bauernregel: „Wo kein Mistus - da kein Christus”.
(Allerdings sollte man in ein neu eingerichtetes Aquarium noch gar keinen oder nur sehr wenig Düngemittel geben. Bei Wasserpflanzen düngen nachlesen.)

Dieses Aquarium hat jahrelang sehr gut funktioniert, zeitweise waren es sogar zwei 60er, bis das zweite dann der obligatorischen Espressomaschine weichen musste. Der Pflanzenwuchs war sehr gut, ich hätte es früher nicht für möglich gehalten, dass ein so kleines Aquarium mit so geringem Aufwand und Wissen so lange so gut laufen würde! Zusammenfassend kann man sagen, dass das Aquarium einerseits sehr gut gepflegt und gewartet wurde/wird, andererseits aber nicht immer „Jemand die Finger im Wasser hatte” und rumgefummelt hat. (Das ist sehr wichtig !!! Dieses ewige Herumgefummel macht mehr kaputt als man glauben möchte!) Es wurde regelmäßig der Filter gereinigt und auch Lampen gewechselt. Einer der Gründe war natürlich auch der, dass da wirklich keine großen Fische oder gar Schleierschwänze dazugesetzt worden sind, es kamen auch nur von mir gezüchtete Fische dazu. Krankheiten hat es nie gegeben. Das war im Prinzip alles. Später änderte sich das Aquarium, das hatte aber mit Anfängerproblemen nichts mehr zu tun.
Wenn das Aquarium heute nicht mehr so schön aussieht, dann hat das zum Teil ganz eigenartige Gründe. Zuerst kam irgendwann ein Paar Antennenwelse in das Aquarium. Oder besser gesagt: Da wir keine Otocinclus gezüchtet haben, haben wir dem Verwandten kleine Antennenwelse gegeben (zum-wieder-umtauschen, wenn sie zu groß werden würden). Daraus entwickelte sich eines Tages dann doch ein Paar mit den bekannten Folgen. Momentan sind ca. 20 (in Worten: zwanzig!) Antennenwelse in dem 60er. Mit dem Ergebnis, dass alle besseren/feineren Pflanzen verschwunden sind und nur noch Anubias und Cryptocorynen überlebt haben. In der Mitte noch ein zugekauftes Büschlein Elodea. Da das Interesse auch nachgelassen hat, wird nur noch alle 2 Monate Wasser gewechselt. Zwar wird mein Rat - nie nur Wasser aufzufüllen, sondern immer erst Wasser raus und dann erst wieder rein - immer noch beherzigt, aber zwischenzeitlich kann man auch mal sehen, dass Wasser verdunstet ist. Am Boden und speziell an den Blatträndern der Anubias haben sich Pinselalgen angesiedelt.
Das Aquarium läuft inzwischen gut 10 Jahre. Die Pflegemaßnahmen sind seit einigen Jahren folgende: Wasserwechsel alle 2 Monate 1 Eimer, Filterwechsel alle 2 - 3 Monate, (erst, wenn fast nichts mehr aus dem Auslauf herauskommt), gefüttert wird nicht soo wenig, da die Antennenwelse auch was abbekommen sollen. Wasserwerte: Leitfähigkeit um 680 µS (Leitungswasser knapp 580 µS), also nur 100 µS mehr, das ist nicht viel, da auch Dünger dabei ist. Nitrat zwischen 50 und 100 mg/l, mit Tetra Test gemessen. Der „Verwandte” kann sich nicht mehr erinnern, wann das Aquarium das letzte Mal komplett ausgeräumt wurde, es muss aber mindestens 5 Jahre her sein!
Mancher mag das fast nicht glauben, aber der Wasser- und Filterwechsel wird auf einem Kalender notiert, es stimmt.
Die Pflegemaßnahmen sollen nicht unbedingt zur Nachahmung dienen, es ist aber für mich immer wieder interessant, dass manche „pflegeleichten” Aquarien trotzdem recht gut funktionieren!

Dieses Aquarium gab es tatsächlich, nur ist „der Aquarianer” kein Verwandter - nur so etwas Ähnliches, ich möchte den Besitzer aber nicht öffentlich bekannt geben.
Nach diesem Grundprinzip haben wir in den 70er-Jahren alle Anfänger-Aquarien verkauft. Es hat recht gut funktioniert. Vor 1972 oder so ging es auch ohne Nitrit Test - da gab es im Zoohandel noch keinen.

Später ging es dann so weiter:
Das Aquarium musste einem Vogelkäfig mit mehreren Kanarienvögeln weichen. Die wurden aus dem Urlaub mitgebracht. Einfach so.
Der Vogelkäfig hing anfangs wie in südländischen Ländern durchaus üblich unter der überdachten Terrasse an der Wand. Da Nachbars Katzen die Vögel nachts aber laufend verschreckten, kam der Käfig in den Flur. Und da flogen - wie bei Vögeln üblich - manchmal Körner und Sand aus dem Käfig heraus, was sich wiederum auf die Dauer nicht mit der Reinlichkeit einer ordentlichen schwäbischen Hausfrau vereinbaren ließ.

Also:
Nun gibt es auch keine Kanarienvögel mehr.
Ende der Geschichte
Ich hoffe, dass Sie möglichst viel aus dieser kleinen Story gelernt haben!

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Hier geht es nun „normal” weiter,

Grundsatz

Wenn man von etwas keine - oder nur wenig - Ahnung hat, so muss es so einfach wie irgendwie möglich sein!
Oder anders: Je weniger Ahnung man hat desto einfacher muss es sein!
Das heißt beim Aquarium, dass nur das allernotwendigste ins Aquarium hineinkommt. Jeglicher Schnickschnack - wenn man denn unbedingt meint - hat Zeit für später!

Noch ein Grundsatz:

Ein funktionierendes Aquarium zu betreiben ist gar nicht soo schwer. Mit Sicherheit wird es aber nicht funktionieren, wenn man alle möglichen Tipps durcheinander wirft und dann alles zusammen praktizieren will. Man sollte sich deshalb die Leute mit den guten Tipps sehr genau anschauen und sich vorher überlegen, wem man Vertrauen schenken will !!!

Im Klartext: Entweder machen Sie es in etwa so wie hier beschrieben oder nach einer anderen Methode - mehrere Methoden zusammen gehen nicht!
Speziell wird es nicht funktionieren, wenn Ihnen Schleierschwänze, Schwertträger, größere Barben, Barsche und Skalare so gut gefallen, dass sie diese unbedingt in ein 60er „packen” müssen. Bei solchen Leuten habe ich diese Seiten umsonst geschrieben! Schade eigentlich - da ich nach nunmehr über 60 Jahren intensiver Aquaristik immer noch der Meinung bin, dass ein Aquarium eine feine Sache ist! Es wirkt ungemein beruhigend auf die Seele, entwickelt oder stärkt ein besseres Naturempfinden und - es macht gar nicht soo viel Arbeit! Wenn man es von Anfang an richtig macht! Arbeit macht es aber natürlich trotzdem, auch wenn die Aquarien bei manchen „Alten Hasen” anscheinend von alleine funktionieren.

Etwas sollte - oder besser muss den angehenden Aquarianern aber bitte absolut klar sein:
Es geht hier um lebende Tiere!
Wenn man sich ein Aquarium anschafft, so übernimmt man damit auch die Verantwortung für die Insassen!
Ein Aquarium ist kein beliebiges Möbelstück und auch nichts zum Angeben!
Wenn man ein Aquarium nur haben will, weil es eben „in" ist oder weil der Nachbar auch eins hat, so soll man es doch bitte bleiben lassen!

Da sind die Fische zu schade dafür!

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Was VOR der Anschaffung eines Aquariums zu berücksichtigen ist

Der Zeitaufwand

Wenn man die Aquaristik schon länger betreibt und es auch noch genauer nimmt, dann ist das eine etwas heikle Frage!
Oder richtiger: Die Antwort darauf ist etwas heikel.

Natürlich kann man in etwa folgende Antwort geben:
Der Zeitaufwand für das Füttern wird man wohl kaum als benötigte Zeit betrachten, sondern eher als Ergötzung. Anders sieht es mit den Reinigungsarbeiten aus. Man braucht für zu dicht wachsende Pflanzen auslichten, Scheiben und - wenn vorhanden - Deckscheiben, ev. Filter reinigen und Wasser wechseln schon in etwa eine gute Stunde pro Woche. Je nach Größe des
Aquariums durchaus auch zwei Stunden. Ob Jemand das nun als Hobby - also als erfreuliche Freizeitbeschäftigung - oder als Arbeit betrachtet ist wohl unterschiedlich. Für mich als Jugendlicher war es sehr wichtig, dass ich meine Aquarien nicht unbedingt jeden Tag und jede Woche warten musste! Ich konnte sie auch mal etwas „vergessen”. Im Gegensatz zu unseren Wellensittichen, die man ja jeden Tag füttern und auch sauber machen musste.

So - das war jetzt die „normale” Antwort. Es gibt aber auch noch eine andere!

Vergleichen wir ein Aquarium vielleicht mit einem Auto. Also der Arbeit, welche sie beide machen. Der eine fährt sein Auto erst in die Waschanlage, wenn er nicht mehr aus den Scheiben hinausschauen kann. Und ein Anderer bereits, wenn irgend wo ein Vogel ... Und ein Dritter hat so ein sauberes Auto, dass er weiße Bettwäsche in den Kofferraum legen kann, ohne dass sie auch nur den geringsten Fleck bekommt! (Das war tatsächlich so und es war auch ein echter Verwandter!)
Zurück zum Aquarium: Ein etwas „reinlicherer Mensch” (keine „Bewertung”, sondern rein sachlich!) wird vielleicht jede Woche die Scheiben von Algen befreien, an den Pflanzen herumzupfen, alle 14 Tage den Filter reinigen, Wasser wechseln, den Boden und vielleicht sogar den Kies absaugen und sicher wird er noch etwas mehr finden. Schließlich ist
sein Aquarium ja sein Hobby!

Ein Anderer sieht die Sache anders (deswegen muss er noch lange kein „Schlamper” sein!) Den stören ein paar Algen nicht, auch etwas Mulm lockt ihn noch lange nicht aus dem Sessel. Da muss der Filter schon fast zu sein, dass dieser Mensch aktiv wird.
Und das lustige an der Geschichte ist, dass beide Aquarien funktionieren, das des „MiniSchlampers” vielleicht sogar besser.

Ich habe im Laufe der Jahrzehnte mehrere Versuchsaquarien verschieden lange ohne Wartung laufen lassen. Ein Jahr ohne Eingriff haben alle einwandfrei funktioniert. Sogar ohne den geringsten Wasserwechsel, nur verdunstetes Wasser aufgefüllt.

In der „Afizucht” ist ein 60er als Beispiel mit einer Fotoserie. Dieses Aquarium ist 1 1/2 Jahre ohne Eingriff gelaufen.

http://www.afizucht.de/html/60er_fotoserie.html

Genau genommen kann man die Frage nach dem Zeitaufwand also nicht erschöpfend und zufrieden stellend beantworten!

Es kommt weniger auf das Aquarium, sondern eigentlich mehr auf den Aquarianer an! Es gibt ein Foto von einem Herren, der vor einem völlig mit Vallisnerien und Hornkraut zugewachsenen Aquarium sitzt und welches dieser als „pflegeleicht” bezeichnet. Natürlich ist dieses Aquarium pflegeleicht! Man kann es aber auch als „Gammelbecken” bezeichnen. Es ist keine Kunst, ein Aquarium einfach zuwachsen zu lassen. Das macht natürlich wenig Arbeit und ist somit „pflegeleicht”. Es ist aber auch nicht besonders schön - und auch noch langweilig! Und ob in diesem Aquarium empfindlichere Fische auf Dauer überleben würden wage ich zu bezweifeln. Mit Makropoden und sich selbst vermehrenden Guppys funktioniert das natürlich - diese Fische sind so schnell nicht umzubringen. Nicht ein mal in diesem Becken mit unterschiedlichen Temperaturschichten.

Um wieviel schöner sieht da ein fachmännisch bepflanztes Aquarium aus! Das ist natürlich nicht mehr wirklich „pflegeleicht”. Da muss gegärtnert werden! Und sowohl die Pflanzen als auch der Pflanzplatz müssen wohl überlegt werden! Die restliche Arbeit ist aber die selbe!
 
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Zum Schluss dieses Absatzes noch eine Bemerkung: Man kann ein funktionierendes Aquarium durchaus 14 Tage auch unbeaufsichtigt lassen! Wir sind in der Zeit, als wir in München ein Zoofachgeschäft hatten, einige Jahre jeweils 14 Tage in Urlaub gefahren. Die Fische im Laden und natürlich die Technik - hat ein Bekannter versorgt, bzw. überwacht. Er hatte aber

„Anweisung”, mein Privataquarium in der Wohnung ja in Ruhe zu lassen. Da war es mir lieber, wenn kein Anderer die Finger drin hatte!

Also, langer Rede kurzer Sinn: Wenn man das mit der Aquaristik richtig betreibt, so ist die Hauptarbeit das auslichten von zu viel Grünzeug. So ist es jedenfalls bei mir. Wenn es einem egal ist, dass das Aquarium mehr oder minder zugewachsen ist - das nennen manche Leute dann „Dschungelaquarium” - so fällt auch diese Arbeit weg. Allerdings sollte man wenigstens darauf achten, daß die Fische noch Platz zum Schwimmen haben. 

Die Kosten

Da ist es auch nicht eindeutig! Das kann von Strom- und Nebenkosten von vielleicht gerade mal 5 - max. 20 € im Monat bis zu einigen 100 € reichen. Je nach Aufwand und Größe des Aquariums oder dann auch der Anlage. Ein Meerwasserbecken kann durchaus 500 - 1000 Watt Strom alleine für die Beleuchtung brauchen, von den Pumpen ganz zu schweigen. Das geht dann schon etwas ins Geld. Die Hauptkostenfaktoren sind neben den Anschaffungs- die Stromkosten. Und die kann man sich am besten selber ausrechnen. Die Kosten für das Fischfutter sind nicht so gravierend. Auch wenn die kleinen Futterdöschen nicht gerade billig sind, so halten sie doch sehr lange. Selbst Tiefkühlfutter ist relativ preiswert. Vielleicht noch die Bemerkung, dass man in einer beheizten Wohnung gar keinen extra Heizer braucht. Ich habe bei meinen Wohnzimmeraquarien meistens nicht mal einen installiert.

Gewicht des Aquariums

1 Liter Wasser wiegt 1 kg. Ist wohl klar! Dass dann ein 100-L-Aquarium samt Sand und Wasser dann durchaus 150 kg wiegen kann ist schon nicht mehr soo klar. Größeren Aquarien können dann so schwer sein, dass man sich ernsthaft Gedanken über die Tragfähigkeit des Fußbodens machen muss. Um 1970 habe ich einen Aquariumrahmen mit den Maßen 150 x 72 x 65 cm samt sehr stabilem Untergestell für billiges Geld kaufen können, da der Besitzer es nicht aufstellen durfte. Er wohnte im „Hasenbergl”, das war/ist eine nicht besonders exklusive Wohnadresse im Münchner Norden. (Einglasen musste ich es dann noch selber! Habe ich damals schon mit Silikon gemacht). 

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Hier ist ein Foto dieses Aquariums. Die blauen Schlieren waren 1000 !! Rote Neonsalmler. Die habe ich öfter als sehr klein gekauft und in diesem Aquarium bis zur Jumbo-Größe aufgezogen. Die Kunden haben immer schon darauf gewartet, dass ich die Fische endlich verkaufen würde!

Zwar ist ein Becken bis ca. 1 m (ca. 200 Liter) nicht so schwer, dass man Bedenken wegen der Bodendecke haben müsste, aber ein stabiles Untergestell braucht man allemal! In alten Aquarienbüchern steht oft die Bemerkung, dass man bei Balkendecken besondere Vorkehrungen treffen muss. Diese Decken sind inzwischen recht selten und die Bewohner wissen um die Probleme dieser Konstruktionen. Im Zweifelsfall wird man bei sehr großen Aquarien sowieso einen Architekten befragen müssen!

Unterlage für das Aquarium

Da das Aquarium ja aus Glas besteht und Glas bekanntlich etwas empfindlich ist muss man das Aquarium auf eine schützende Unterlage stellen. Am preiswertesten und am einfachsten nimmt man dafür eine ca. 2 - 3cm starke Platte aus Styrodur (Polyethylen) oder Styropor (Polystyrol). Styrodur hat gegenüber Styropor den Vorteil, dass es formstabil ist und durch das Gewicht des Aquariums nicht zusammengedrückt wird. Trotzdem sollte man peinlich darauf achten, dass sich kein Sandkorn zwischen Unterlage und Glasscheibe befindet.

Eine ganz gefährliche Angelegenheit ist es, wenn das Aquarium nicht 100%ig plan steht. Glas verträgt es manchmal gar nicht, wenn man es verbiegt! Für sehr vorsichtige Leute ist eine Mehrschichtplatte und darauf ein dicker Filz oder eine Styrodurplatte eine gute Lösung. Mache ich auch meistens.

Andererseits halten Aquarien sehr viel aus. Die Becken unserer Zuchtanlage standen in Palettenregalen und lagen somit bei 60cm Tiefe nur vorne und hinten auf. Bei einem Großhändler standen die Aquarien gar nur auf zwei schmalen Mauern quer zur Aquarienlänge. Und das auch bei Becken mit 160cm Länge. Die haben das alles ausgehalten.

Der richtige Standort

Der ist seitdem die Aquarien künstlich beleuchtet werden nicht mehr so wichtig. Die Wirkung ist an einer nicht zu hellen Stelle am besten, da das Aquarium dann aus dem dunkleren Umfeld heraus leuchtet. Man sagt allgemein, dass ein Aquarium keine Sonne abbekommen soll, weil so die Algenentwicklung verstärkt werden würde. Andererseits verpasst man da den herrlichen Anblick, wenn die Sonne schräg ins Aquarium scheint und die Fische in herrlichen Farben strahlen. Also - ich habe nichts gegen etwas Sonne im Aquarium. Und bei mir wachsen die Algen deshalb auch nicht mehr - oder weniger.

Die Höhe des Beckens ist Ansichtssache. Ich habe meine Aquarien gerne genauso hoch, dass sich meine Augen, wenn ich im Sessel davor sitze - ziemlich in der Mitte der Aquariumhöhe befinden - oder etwas darüber. Das ergibt dann bei einem 60cm hohen Aquarium eine Stellhöhe von gut 70 cm. Das kommt natürlich auch auf die Höhe der Sitzgelegenheit an und ob man direkt davorsitzen will oder das Aquarium lieber von etwas weiter weg betrachtet. Leute, die eher direkt vor dem Aquarium sitzen und genau hinschauen sind meistens die besseren Aquarianer geworden als jene, die die Angelegenheit eher als Zimmerschmuck betrachtet haben. 

Noch ein Überblick

Eine grundlegende Beschreibung über ein neues Aquarium steht bei „Das Aquarium des Verwandten”. Hier geht es um ein kleines Aquarium, welches in dieser Form tatsächlich existiert hat. Nur war es kein wirklicher Verwandter - ich habe die Aktivisten verändert, um deren Privatsphäre zu wahren.
Auch das Kapitel „Wie viel füttern” ist speziell für Anfänger sehr wichtig - natürlich auch für alle Aquarianer, da zu viel füttern leider sehr weit verbreitet und mit der Hauptgrund dafür ist, dass so viele Aquarien nicht so funktionieren wie sie sollen.
Geeignete Fische für Anfänger sind in einem eigenen Kapitel beschrieben.

Was ist ein Aquarium?

Versuch einer einfachen Erklärung:
Es ist ein mit Wasser gefüllter Behälter, in dem sich die biologischen Vorgänge nach Möglichkeit gegenseitig ergänzen und aufheben sollen.
Damit ist gemeint, dass z.B. der anfallende „Müll” - das sind Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile und der Kot der Bewohner - von Bakterien „verarbeitet” und in relativ unschädliche Stoffe umgewandelt wird. Auch sollen die Pflanzen wenigstens einen Teil des Sauerstoffs, den die Fische zum Atmen brauchen, produzieren. Der ideale Fall wäre, wenn das komplette Aquarium sozusagen im „Gleichgewicht” wäre und sich „Produktion” und „Verwertung” die Waage halten würde. Das funktioniert tatsächlich, ist aber leider nicht ganz einfach und bedarf viel Erfahrung.

Auch wenn nicht so versierte Aquarianer diesen idealen Zustand nie wirklich schaffen werden, so sollten die doch versuchen, möglichst nah an dieses Optimum heran zu kommen!

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Wie fängt es an?

Ob man sich ein neues leeres Aquarium, ein Aquarium-Set oder ein gebrauchtes Becken anschafft, ist eigentlich nicht so wichtig.
Vielleicht sollte man aber die Vor- und Nachteile etwas erklären:

 

Komplett-Set

Hat man keine Ahnung und will sich auch nicht lange mit dem möglichen Zubehör auseinandersetzen, so kauft man am einfachsten ein Aquarium-Set. Da ist schon alles dabei, meistens sogar ein Wasseraufbereitungsmittel. Vertreiben die Firmen ja schließlich auch. Die im Set enthaltenen Innenfilter sind zwar oft so konstruiert, dass sie nur mit den firmeneigenen Filtermaterialien befüllt werden können, aber damit kann/muss man dann eben leben. Ob man für den Anfang ein 60cm Becken oder aber ein 80er nimmt - oder ein größeres Becken, ist eigentlich nur eine Platz- und Geldfrage. Natürlich kann man in einem größeren Becken auch mehr und/oder größere Fische halten. Also - eine Überlegung ist es auf jeden Fall wert!

Aquarium und Zubehör einzeln kaufen

Hat man etwas mehr Ahnung oder spezielle Vorstellungen, so ist es kein Fehler, sich das Aquarium selber „zusammen zu stellen”.

So mag jemand vielleicht ein spezielles Aquariummaß oder ein Dreieck-Becken für die Ecke.
Oder eins mit einer gewölbten Frontscheibe. Dass man sich dann die Technik selber aussuchen „muss” ist ja nicht unbedingt von Nachteil. So kann man dann einen speziellen Filter wählen oder auch eine vielleicht etwas stärkere Beleuchtung - usw.

 

Ende der Vorschau.

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Aquaristik verstehen - für Anfänger, Preis 9,95 €
 

 

Cover_Ratgeber_300

 

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