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Wasserpflanzen düngen

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Die Düngung der Wasserpflanzen allgemein

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Dieses Foto ist von Anfang der 70er Jahre! Es ist der Beweis dafür, daß ich auch schon früher schöne Pflanzenaquarien hatte. Nur mit handelsüblichem Dünger (Cryptodünger, damals von Hilena), ohne CO2 und ohne großen technischen Aufwand. Das ist keine Angeberei, sondern für diejenigen Leute gedacht die meinen, daß Amano die „Pflanzenaquarien” erfunden hätte.  zwinkern-transp_grau
 

Übersicht
Die einzelnen Nährstoffe
Braucht man eine extra Kohlensäuredüngung?
Warum düngen mache Aquarianer ihre Wasserpflanzen täglich?
Wie und vor allem womit soll man nun düngen?
Die Dosierung der Düngemittel
Ein Rohr mit Sieb für den Dünger
Eine Düngelanze oder wie man Wasserpflanzen gezielt düngen kann

 

Übersicht
Über das Düngen der Wasserpflanzen herrscht bei den „normalen” Aquarianern ziemlich große Unsicherheit. Da tauchen Fragen auf, wie: Muß man überhaupt düngen? Die Fische „düngen” doch schon genügend. Welchen Dünger soll man kaufen? Soll man den Dünger einfach so ins Aquarium geben oder muß man ihn direkt an den Wurzeln der Pflanzen plazieren? Können die Pflanzen den Dünger über die Blätter aufnehmen oder nur über die Wurzeln? Wie viel und wie oft muss man die Pflanzen düngen - usw usw.
Ein Teil dieser Unsicherheit wird wahrscheinlich bewußt gefördert, da man mit dem Verkauf von Düngern gutes Geld verdienen kann. Setzt man die Kosten der Chemikalien mit denen der fertigen Düngemittel in Relation, dann wird es einem schon etwas „schwindelig”. Das sind schon richtig gute Verdienstspannen!
Viel zu viele Jahre habe auch ich alle Wasserpflanzendünger zu „hoch” eingeschätzt. Es war für mich immer ein gewisses Geheimnis drum herum. Zumal man nie wußte - und immer noch nicht so recht weiß - was denn da drin ist. Bei den Preisen mussten es ja irgendwelche Wundersubstanzen sein! Nachdem ich mich nun einige Jahrzehnte mit Kompost, Düngemitteln für den Garten und auch fürs Aquarium beschäftigt habe, sieht die Angelegenheit bedeutend einfacher aus. Ja - eigentlich doch recht einfach.
Es geht immer nur um die Nährstoffe Stickstoff, Kalium und Phosphor. Wie die genau heißen oder wie die genauen Bezeichnungen auf dem Land oder im Wasser sind, ist für den normalen Aquarianer letztlich ziemlich egal. Dazu kommen noch einige Spurenelemente. Wichtig ist, daß die Nährstoffe immer in einer für die Pflanzen verfügbaren Form vorliegen. Was nützt es den Wasserpflanzen, wenn ein verrosteter Nagel im Aquarium liegt, das Eisen dieses Nagels aber für sie nicht verwertbar ist. Das ist aber bei den modernen Düngern kein Problem mehr.
Wenn das denn so einfach ist, so könnte man ja einfach „Blaukorn” ins Aquarium geben! Leider ist es nicht ganz so einfach. Man muss dabei bedenken, daß die Fische auch düngen. Hat man ein gut besetztes Aquarium und düngt mit Blaukorn, so wird man wahrscheinlich einen ziemlich hohen Nitratwert bekommen. Das kommt von dem im Blaukorn enthaltenen Stickstoff. Also einfach einen Dünger ohne Stickstoff? Auch wieder nur bedingt. Hat man nämlich ein nicht so stark besetztes Aquarium mit gutem Pflanzenwuchs, so braucht man sehr wohl zusätzlichen Stickstoff.
Also, leider ist es nicht ganz so einfach.

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Die einzelnen Nährstoffe
Was bewirken nun die einzelnen Substanzen in den Düngemittleln?
Ein sehr grober Überblick.
An erster Stelle liegt wohl der Stickstoff, im Wasser ist das dann Ammonium/Ammoniak und Nitrat. Dieser Nährstoff ist für das Wachstum allgemein und speziell für die Grünmasse zuständig. Man kann die Wirkung von Stickstoff sehr gut auf den Wiesen und Feldern sehen. Je „blauer” das Gras oder das Getreide, desto „fleißiger” der Bauer. Desto mehr Stickstoff - als Chemikalie oder Gülle -  hat er auf sein Land geschüttet. Leider ist das sehr oft so viel, daß ein Teil davon im Grundwasser und in den Bächen und Flüssen landet - und letztlich als Nitrat in unserem Trinkwasser und in unseren Aquarien.
Dann kommt in der normalen Reihenfolge das Kali. Kali ist für die allgemeine Widerstandsfähigkeit und Standfestigkeit der Pflanzen wichtig.
Als letztes in der Reihe der Makronährstoffe, wie sie auch gerne genannt werden kommt Phosphor oder Phosphat. Dieses wird für die allgemeine Gesundheit der Pflanzen und die Entwicklung der Blüten und Früchte benötigt.
Dann gibt es noch die Spurenelementdünger, heute gerne als Mikronährstoffe bezeichnet. Da ist in der Aquaristik das Eisen sehr beliebt. Früher ein Geheimtipp, ist „Fetrilon” heute weit verbreitet. Die Wirkung wird allerdings öfter überschätzt. Die beste Wirkung hat übermäßige Eisendüngung auf Bart- oder Pinselalgen - die wachsen nämlich mit Sicherheit besser. Wenn man Pech hat, kann man sich auch eine hartnäckige grüne Kahmhaut einhandeln! (Bei mir steht natürlich auch ein 1kg-Behälter mit Fetrilon im Schrank) zwinkern-transp_grau  Ansonsten ist Fetrilon natürlich kein Fehler - wenn der verwendete Dünger kein Eisen enthält - aber man sollte sparsam damit umgehen. Oder doch mal messen.

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Braucht man eine extra Kohlensäuredüngung?
Nicht unbedingt.
Bevor nun ein „Wassserpflanzenspezialist” zum protestieren anfängt, soll er sich das Foto oben auf dieser Seite anschauen, meine Aquarien aus dieser Zeit liefen alle ohne CO2! Auch wenn bei einigen versuchsweise die damals neuen Geräte von Hilena/Kipper installiert waren, so waren diese Dinger nun wirklich Spielzeug.  Die funktionierten mit den kleinen CO2-Patronen für Getränkeflaschen und einigen qcm Diffusionsfläche!
Mit CO₂ wachsen die meisten Pflanzen besser als ohne. Da gibt es aber durchaus Unterschiede. Und Grünalgen an dem Scheiben wachsen nicht nur besser - sondern viel besser. Man handelt sich mit der Kohlensäuredüngung also nicht nur Vorteile ein, sondern durchaus auch Nachteile. Das sollte einem bewusst sein. Auch ist es nicht jedermanns Sache, alle 2 Wochen einen Eimer festgedrückter Wasserpflanzen ernten zu müssen, weil das Aquarium wieder zugewachsen ist.
Damit ich nicht alles doppelt schreiben muß, wird es eine eigene Seite über CO₂-Düngung in der Aquaristik geben.
Nachtrag:
Ist inzwischen da: CO₂_Düngung

160er_zu_viele_Pflanzen_von_oben_150

160er_zu_viele_Pflanzen_150

160er_zu_viele_Pflanzen_nachher_150

Pflanzen_fuer_Kompost_150


Bilderreihe oben, von links:
Das zugewachsene 160er von oben; vor der Auslichtung und danach. Es sind immer noch genügend Pflanzen übrig geblieben. Rechts die Wanne für den Kompost. Die Pflanzenmenge entspricht in etwa einem 10-Liter Eimer, etwas oder auch mehr angedrückt!
Übrigens: Wenn jemand ein Aquarium hat wie links oben, so ist er nicht etwa ein „guter Aquarianer” - weil seine Pflanzen so gut wachsen - sondern schon eher ein Schläfer! (In diesem Fall ich) zwinkern-grau 
Rotala_macrandra_Oberflaeche_150Man sollte die Pflanzen bereits auslichten, bevor sie die Oberfläche erreichen und nicht erst dann, wenn die ganze Oberfläche zugewachsen ist! So kommt nämlich durch die Pflanzendecke zu wenig Licht und die Pflanzen darunter können nicht mehr so gut wachsen.
Auch wenn es manchmal ganz gut aussieht, wie hier bei Rotala macrandra. Da hat dann alles darunter einen leichten Rotstich.

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Warum düngen mache Aquarianer ihre Wasserpflanzen täglich?
Eine etwas ironische Anmerkung mit durchaus erstem Hintergrund!
Das ist nämlich ganz interessant! Angefangen mit dieser recht cleveren Sache hat wieder ein mal der gute Herr Kipper (Hilena/Dupla). Schon vor sehr vielen Jahren! Ich glaube schon vor 1980! Und zwar - meiner Meinung nach - aus rein kaufmännischen Gesichtspunkten. Wenn man jeden Tag etwas in das Aquarium geben muß, so wird man auch jeden Tag an das Aquarium erinnert und bleibt sozusagen immer aktiver Aquarianer. Man kann das Aquarium nicht einfach einige Zeit etwas weniger pflegen, sondern muß immer am Ball bleiben. Und ein aktiver Aquarianer ist nun mal ein besserer Kunde als jemand, der sein Aquarium auch mal einige Zeit lang nicht als Mittelpunkt der Welt betrachtet! Zwar machen die Spezialisten die tägliche Düngung meistens nicht manuell. Dafür gibt es Dosierpumpen. Aber auch das ist ein Gerät mehr, das gekauft und gewartet werden will.
So einfach ist das! Sollte jemand der Meinung sein, daß dieses Vorgehen notwendig sei, so soll er es halt machen. Das kann und soll natürlich jeder so halten wie er will! Wirklich notwendig finde ich es nicht, man kann auch schöne Pflanzenaquarien ohne tägliches messen und düngen haben.
 

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Von mir verwendete Düngemittel

Wie und vor allem womit soll man nun düngen?
Wenn man ein ganz normaler Aquarianer ist, so nimmt man irgend einen Dünger aus dem Zoohandel. Welcher ist nicht soo wichtig. Ob flüssig oder in Tablettenform auch nicht. Man kann alle Wasserpflanzen über die Blätter - also über das Wasser - düngen. Wird bei den Landpflanzen auch praktiziert, da heißt das dann Blattdüngung. Interessant ist in diesem Zusammenhang der „Cryptodünger” der Firma Tetra. Diesen Dünger haben wir in den 70er Jahren sehr viel verkauft. Ich würde ihn immer noch als guten Dünger bezeichnen und empfehlen - als normalen Wasserdünger. Damals kam er von Hilena (Kipper) und man sollte die Tabletten - laut Gebrauchsanleitung - einfach ins Aquarium geben. Nachdem die Fa. Hilena zu Tetra gewandert ist, hat sich das geändert. Nun soll man die Tabletten - wieder nach Gebrauchsanleitung - in den Boden drücken. Sollte es so sein, daß die Fa. Tetra bereits einen etablierten flüssigen Dünger für das Aquariumwasser im Programm hatte und sich nicht selber Konkurrenz machen will? Wie heißt es doch so schön: „Ein Schelm, wer böses dabei denkt!”
Wenn man z.B. eine einzelne große Echinodorus oder einen Cryptocorynenbusch gezielt nachdüngen will, so geht das mit den Cryptodüngertabletten sehr gut. Es haben also beide Düngemethoden ihre Berechtigung! Man darf halt nicht nur stur in eine Richtung schauen - manchmal ist es kein Fehler nicht, den Kopf auch etwas zu drehen - oder anzuheben.
Die früher oft diskutierte Geschichte mit dem EDTA dürfe sich erledigt haben, die heutigen Düngemittel für Wasserpflanzen sind alle „pflanzenverfügbar”. Die erhältlichen professionellen Hydrodünger auch.

Wenn man einfach einen käuflichen Dünger verwenden kann, warum habe ich dann eine ganze Batterie von verschiedenen Düngesubstanzen? Das hängt hauptsächlich damit zusammen, daß ich herausbekommen wollte, ob diese Substanzen in verschiedenen Kombinationen auch verschiedene Wirkungen haben. Und da so etwas bei mir meistens ausartet, habe ich nun 25kg-Behältnisse mit Düngemitteln herumstehen. 

Genauere Angaben zu den einzelnen von mir verwendeten Düngern:

Der „Hydrodünger ALT” ist tatsächlich schon alt, so von 1980 oder etwas später. Es handelt sich um einen Volldünger für Hydrokultur. Er hat aber keine extra Spurenelemente.
Der „Hydrodünger NEU” ist ein sehr moderner Dünger mit Spurenelementen, zusätzlichem  Eisen, aber ohne Stickstoff. Den muß man je nach Bedarf und auch nach ph-Wert verschieden extra zugeben.
„Harnstoff” ist ein reiner Stickstoffdünger aus der Landwirtschaft. Er wird auch lose in größeren Mengen hautsächlich bei Mais eingesetzt. Er ist sehr billig.
Harnstoff ist für die Aquaristik zu gefährlich und sollte nur von wirklichen Durchblickern  verwendet werden.

Er kann im Aquarium zu Problemen führen, da der Harnstoff erst zu Nitrat umgewandelt werden muß. Dabei kann es leicht zu erhöhten Ammonium/Ammoniak- und/oder Nitrit-Werten kommen! Da diese nie sofort, sondern je nach biologischer Aktivität des Systems auch erst nach einem Tag oder noch später  auftreten, ist die Anwendung ohne Erfahrung nicht einfach, sie erfordert Fingerspitzengefühl und Wissen! Man muss mit minimaler Dosierung anfangen und sehr langsam steigern. Und zwischendurch Nitrit messen, aber trotzdem: Bitte Vorsicht und nichts für Anfänger!
„Kaliumnitrat” wird gerne zur Stickstoffdüngung in der Aquaristik verwendet. Er ist im Gegensatz zu Harnstoff ziemlich ungefährlich. Es ist nicht so ganz einfach zu bekommen, da böse Menschen damit Sprengstoff herstellen sollen. Sagt man - hört man. Inzwischen gibt es aber Lieferanten im Netz, man muss es also nicht mehr für teures Geld in der Apotheke kaufen. Nur - ich verwende es nicht mehr, da ich inzwischen vermute, daß der Kalianteil das Bartalgenwachstum fördert. Näheres dann auf der Algenseite, wenn sie denn endlich kommt.  :-)  
Ist inzwischen da - Algen
„Krista MAP” ist ein Phoshat-Dünger mit etwas Stickstoff. Mußte einem 25kg-Sack kaufen. Nehme ihn momentan hauptsächlich für die Erdbeeren und Tomaten - da hat er eine gute Wirkung.
Bleiben noch „Fetrilon” und die „Spurenelemente”. Fetrilon ist klar. Bei der Dosierung sollte einem aber bewusst sein, daß Eisen nicht nur den Pflanzenwuchs positiv beeinflusst, sondern auch ganz gewaltig Bartalgen produziert. Im negativen Fall kann man sich auch noch einen feinen grünen Film auf der Wasseroberfläche einhandeln. Also sollte man mit Fetrilon eher sparsam umgehen. Oder sich sicherheitshalber einen Oberflächenabsauger anschaffen. Habe ich inzwischen auch.
Auf den Fotos unten kann man den Unterschied sehen, links ohne und rechts mit Fetrilon-Düngung. Links allerdings auch mit zu geringer Stickstoffversorgung (Nitratwert unter 20mg/l). Zwischen den beiden Aufnahmen liegen nur 4 Tage! Es hat sich zuerst die Farbe geändert, der verstärkte Wuchs setzt erst später ein. Die Bilder sind auch ein gutes Beispiel dafür, daß man den Mangel eines Düngemittels durchaus sehen kann. Man muß nicht unbedingt messen. Hier ist das etwas genauer beschrieben.

Pogostemon_stellatus_o_E_222Pogostemon_stellatus_m_E_222








Spurenelemente, das ist eine ziemlich teure Zusammenstellung. Seitdem ich sie habe, nehme ich fast kein Fetrilon mehr.
Diese Düngemittel verwende ich nicht alle und nicht regelmäßig. Unter anderem deshalb, um die Wirkung auf die Pflanzen zu beobachten. Sehr unproblematisch ist der alte Hydrodünger + sehr wenig Spurenelemente. Wichtig ist bei mir, daß die gesamte Konzentration möglichst niedrig liegt, da sonst die Pinselalgen wieder erscheinen. Man muß halt einen Mittelweg finden zwischen gutem Pflanzen- und schlechtem Algenwachstum.
Die Geschichte, daß die Algen nicht wachsen würden, wenn die Pflanzen optimale Bedingungen hätten, muß man leider ins Reich der Fabeln verbannen. Gibt man mehr Düngemittel - und vielleicht noch CO2 - wachsen zwar die Pflanzen noch besser -  die Algen aber auch. Und zwar sowohl Grün- als auch Pinselalgen/Bartalgen. Meiner Meinung nach kann man denen nur mit einer sehr differenzierten Düngung beikommen. Wobei das viel geschmähte Phosphat gar nicht der Hauptübeltäter zu sein scheint. Eher zu viel Kalium. z.B. Kaliumnitrat. Und natürlich Eisen (Lava).
Man kann Algen natürlich auch mit Glutaral oder glutaralhaltigen „Pflanzendüngern” in Schach halten, das ist dann aber eine chemische Angelegenheit und hat mit düngen nichts mehr zu tun.
Siehe auch Glutaral

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Die Dosierung der Düngemittel
Hier kann ich leider keine konkreten Angaben machen.
Zwar habe ich noch nie die Nährstoffe im Aquarium wegen der Wasserpflanzen gemessen oder messen lassen, aber Ammonium, Nitrat, Phosphat und natürlich auch Eisen gehören zu den Pflanzennährstoffen! Und die habe ich natürlich gemessen. Aus Sicht der Wasserpflanzen war da aber mit Sicherheit zu wenig vorhanden.
Das düngen habe ich immer nach „Gefühl” gemacht. Allerdings kann so ein Gefühl schon recht real sein. Man kann nämlich durchaus sehen, ob die Pflanzen genug Dünger haben oder ob irgend etwas fehlt. Das ist zwar nicht ganz einfach, aber es geht durchaus.
Kaffeeloeffel_ThVielleicht  kann ich als Anhalt folgendes sagen: In den Anfängen des 160er (das ist momentan mein Wohnzimmeraquarium, siehe hier) habe ich die Düngemittel mit meinem Allround-10ccm-Kaffeelöffel (Foto rechts) dosiert - und mußte spätestens nach 14 Tagen einen Eimer Wasserpflanzen - mehr oder weniger festgedrückt - auf den Kompost geben! Zur Zeit dosiere ich mit einem kleinen 1ccm-Maß, also nicht gar so viel, die Pflanzen wachsen zwar immer noch gut bis sehr gut, aber die Auslichtarbeiten halten sich in Grenzen. Wenn man mit der Dosierung „von unten anfängt”, so klappt das schon.
Wenn man es genau machen will; es gibt im Netz Stellen, wo die genauen Dosierungen angegeben sind. Dann kann man ganz genau düngen - allerdings muss man dann vorher auch ganz genau gemessen haben. Und danach natürlich noch ein mal messen, es soll ja schließlich alles stimmen!  zwinkern-transp_grau

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Ein Düngetopf oder ein kurzes Rohr mit Sieb für Wasserpflanzendünger
Rechts ist eine Spielerei zu sehen.
Duengering_333Wenn man „losen” Dünger ins Aquarium gibt, so verteilt er sich nicht automatisch im ganzen Aquarium. Entweder man wirbelt ihn im Becken herum - man rührt um - oder man löst ihn vorher in Wasser auf und gibt dann die Lösung ins Aquarium. Ich hatte von früher ein kurzes mit feinem VA-Gewebe beklebtes Rohr. Das habe ich an zwei Seiten durchgebohrt, in die Löcher kam ein am Ende umgebogener VA-Stab hinein, der wird nun auf der Mittelstrebe des Aquariums eingehakt und fertig. 
Die Düngemittel werden einfach in diesen „Topf” gegeben, da lösen sie sich langsam auf und werden durch die Strömung im ganzen Aquarium verteilt. Ist - wenn man es ein mal hat - doch recht praktisch.
Ein ähnliches Rohr ohne VA-Gewebe habe ich als Futterring. Ist in der Bastelkiste 2.

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Düngelanze oder Düngerohr
Manchmal möchte man einzelne Pflanzen gezielt nachdüngen oder - wie in diesem Fall bei einer Barclaya - etwas Torf an die Wurzeln bringen. Das Nachdüngen geht natürlich auch mit den altbekannten Lehmkugeln. Nur funktionieren die selten wirklich gut. Bei den gekauften weiß man nie, was wirklich drin ist und bei den selber gemachten hat man sehr oft das Problem mit der Härte der fertigen Kugeln. Die dürfen nämlich auf keinen Fall „gebrannt” werden, denn dann sind sie bei der nächsten Generalreinigung in einigen Jahren noch genauso da.
Diese Art „Düngelanze” oder „Düngerohr” habe ich schon vor vielen Jahren bei Seerosen angewendet, siehe Weiherpflanzen-Düngerohr. Hier ist die Methode etwas „verfeinert”. Man kann für die ganze Angelegenheit natürlich auch eine abgeschnittene Einwegspritze nehmen. Aber leider habe ich solche Dinger nicht mehr und zweitens spiele ich ab und zu gerne an meiner Drehbank.zwinkern-transp_grau Die Füllung des Rohres muss feucht bis nass sein, damit sie auch durchfriert. Natürlich hätte ich zumindest in diesem Fall nicht einfrieren müssen, es wäre auch so gegangen. Aber ich bin es halt vom Weiherpflanzen-Düngerohr so gewohnt und so sind auch alle Torfkügelchen im Boden gelandet.
Wenn man es genauer sehen will - die Fotos lassen sich vergrößern.

Düngelanze_im_Rohr_333

Hier ist das Torfgranulat noch gefroren und im Rohr.
Es wird mit dem „Ausstosser” aus dem Plexirohr heraus und in den Kies gedrückt.
Da der Pfropf unter Wasser schnell antaut, geht das im Aquarium recht gut.

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Oben der Ausstosser und das gefrorene Torfgranulat, unten das aufgetaute Granulat.

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Erstellt: Juni 2012
Letzte Änderung: Februar 2016

 

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