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Bücher über Aquaristik

Spektrum

 

Eine Liste mit Büchern die ich gerne gelesen, bzw. aus denen ich viel gelernt habe.

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Den grössten Teil meiner Bücher habe ich bereits verkauft. Die ich behalten habe sind entweder sehr gut oder sie haben für mich eine besondere Bedeutung. Hier sind natürlich nicht alle aufgführt.

 

Aquarienatlas_1_Umschlag_vorne_ThEin sehr gutes Buch über Fische ist der Mergus Aquarienatlas Nr. 1.
Es werden hier auch Technik und Pflanzen beschrieben. Es ist wahrscheinlich das preiswerteste Allroundbuch über Fische.
Auch wenn die Pflanzen nicht komplett sind, die Fische sind sehr ausführlich beschrieben.

Durchaus empfehlenswert.


Für die Erbsenzähler:
Natürlich sind bei der Fülle von beschriebenen Fischen auch Fehler dabei,  z.B. Gnathonemus. Bei den anderen Atlanten natürlich auch. Die lassen sich bei so umfassenden Büchern nur schwer vermeiden. Zumal die persönlichen Erfahrungen bei der Haltung und Zucht von den selben Fischen durchaus verschieden sein können. Das geht so weit, daß selbst die gleichen Fische in ein und demselben Aquarium im Laufe der Jahre verschiedene Verhalten zeigten. Siehe vielleicht hier bei Botia sidthimunki (Yasuhikotakia)
Und die ewigen Diskussionen, wie groß dieser oder jener Fisch wird sind nun wirklich mehr kindisch als nützlich! Ich habe mich als Jugendlicher auch daran beteiligt. Leider - an diese schlaumeierischen Diskussionen erinnere ich mich nicht so gerne. Aus heutiger Sicht waren sie ziemlich dümmlich. Zumal wir damals viel zu wenig wirkliche Ahnung hatten. Wir meinten nur, Ahnung zu haben. Und meinen und wissen sind bekanntlich zweierlei!

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Aquakultur von Warmwasser-Nutzfischen von Christoph Meske.
Umschlag_Meske_ThDieses Buch ist oder zumindest war seit ca. 1975 meine „Bibel”.
DR. CHRISTOPH MESKE beschreibt darin sehr ausführlich, wie er mit Mitarbeitern in der Bundesforschungsanstalt für Fischerei in Ahrensburg Karpfen in einem geschlossenen System in kleinen Kunststoffwannen von 60 x 40 cm und kleiner groß gezogen hat. Das besondere daran war, daß keinerlei Wasserwechsel stattgefunden hat und Karpfen in geschlossenen Systemen (z.B. Aquarien) normalerweise sehr schlecht wachsen. Diese System ist unter dem Namen „System Ahrensburg" geschützt. Es ist ein Umlaufverfahren in dem der sog. „Raumfaktor” ausgeschaltet wird. Die „Hemmstoffe”, mit denen sich Fische derselben Art gegenseitig im Wachstum bremsen, wurden eliminiert. Das Ganze hat nur mit Belebtschlamm funktioniert, also ohne jegliches Substrat. Professor MESKE wußte allerdings nicht, an welcher Stelle des Systems die Hemmstoffe entfernt wurden (Telefonat). Meske hat auch nie den Begriff „Hemmstoffe” verwendet, dieser Ausdruck kommt von mir. Der „Belebtschlamm” war laut Meske aber kein Kläranlagenschlamm, sondern die Anlage war mit „Dreck vom Straßenrand” beimpft worden. (Was letztlich auf das selbe hinausläuft, die Bakterien stellen sich auf das vorhandene Milieu ein).
Ich war - und bin es immer noch - von diesem Buch derart fasziniert, daß ich seitdem (also seit 1975) neben meinen „normalen Filtern” die ich für die Anlage gebaut habe versuche, so ein  Filtersystem für Warmwasserzierfische zu bauen. Der Wermutstropfen beim „System Ahrensburg” ist nämlich, daß Belebtschlamm nur in Kläranlagen oder zumindest nur mit sehr belastetem Wasser funktioniert, also für normale Aquarienfische nicht in Frage kommt. Aquarienwasser für normale Aquarienfische ist dafür viel zu sauber. Da war also nichts mit Nachbau und gut, auch nichts mit einem ähnlichen System. Es ist mir aber in den letzten Jahren gelungen, dem Ziel doch sehr nahe zu kommen. Allerdings ist die Versuchsanlage momentan (2006) stillgelegt.
Etwas mehr über „Hemmstoffe” und dieses Buch - auch mit einigen Fotos - steht inzwischen unter Hemmstoffe.

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Aquarienchemie von Guido Hückstedt
Umschlag_Hueckstedt_ThDiesem Buch sieht man schon an, daß es gelesen wurde. Ich habe es sehr oft lesen müssen, bevor ich es einigermaßen verstanden habe. Inzwischen bin ich zwar theoretisch immer noch nicht völlig fit - ich bin kein Chemiker -  und werde es wohl nie werden, praktisch habe ich die Wassergeschichte aber kapiert. Es ist ein hervorragendes Buch für den interessierten Aquarianer, der mehr über Wasser wissen will. Es sind auch sehr gute Erklärungen über Austauscher drin. Die Bauanleitungen sind natürlich veraltet, das Buch ist von 1965! Der Rest ist aber immer noch aktuell.
Wenn Sie dieses Buch bekommen können, kaufen Sie es!
Nachtrag: Es wird öfter beim großen Versteigerer angeboten, für 1.- € plus Porto. Habe mir auch noch eins geholt, es ist aber auch nicht viel besser beieinander als mein altes.


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Aquarientechnik von Guido Hückstedt
Hueckstedt_Aquarientechnik_vorne_ThHabe das Buch erst 2006 gekauft, es ist eine sehr gute Beschreibung des Ozonreaktors drin. Ich hatte das Ozonkontaktrohr schon fast vergessen, obwohl wir es früher oft verwendet haben.
Ansonsten kann man erfahren, daß das Nitrit gar nicht soo giftig ist. Giftiger und gefährlicher sind die Zwischenprodukte.
Im Vergleich zur Aquarienchemie ist das Buch nicht so gut. Die Aquarienchemie finde ich besser und wichtiger.
Da man aber beide Bücher öfter beim Versteigerer für wenig Geld zusammen kaufen kann, sind sie für den ersthaften Aquarianer wirklich sehr interessant.





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Wasserkunde für die aquaristische Praxis, von Dr. Rolf Geisler
Geisler_Wasserkunde_ThDieses Buch ist von 1964, es war damals neben dem Buch von  Hückstedt das einzige Buch über Aquarienwasser. Die Wasserkunde ist natürlich in einigen Aussagen veraltet. Es stimmt aber immer noch sehr viel, oder besser gesagt: Das Meiste. Wenn Sie dieses Buch bekommen können, kaufen Sie es!










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Allgemeine Mikrobiologie von Hans G. Schlegel
Umschlag_Mikrobiologie_ThEin hervorragende Buch für alle, die die Geschichte mit den nitrit- und nitratabbauenden Bakterien einmal im Original lesen wollen und nicht immer die abgeschriebenen Versionen. lachen-transp
Ironie beiseite: Ein Lehrbuch, das man nur empfehlen kann,  ich habe daraus sehr viel gelernt, aber bei weitem nicht alles verstanden. Es wird eigentlich alles das beschrieben, was ein an der Natur interessierter Mensch über Bakterien, Hefen, Pilze und eben das ganze Kleinzeug wissen will. Man lernt, wie der Abbau im Aquarium oder im Komposthaufen funktioniert, wie das mit der Gärung ist, was Enzyme sind. Es ist ein spannend zu lesendes Lehrbuch.
Das Buch hat 634 Seiten.
Das beste Buch über biologische Vorgänge das ich kenne.
Sehr empfehlenswert, aber kein „Lesebuch”!


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Mikrobiologie von Wolfgang Fritsche
Mikriobiologie_Fritsche_vorne_ThDas zweite Buch über biologische Vorgänge das ich besitze.
In gewissem Sinn ergänzen sich diese beiden Bücher. Sie sind jeweils bei verschiedenen Themen umfangreicher.
Sehr empfehlenswert. Aber auch kein Lesebuch.
Dieses Buch hat 637 Seiten

Soweit ich weiß ist dieses Buch vergriffen und auch in der Bucht recht selten.







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Holleman-Wiberg, Lehrbuch der  anorganischen Chemie, Verlag: De Gruyter
Lehrbuch-der-anorganischen-Chemie_Hollemann-Wiberg_ThDieses Buch hat mir ein Foto-Spezi, promovierter Biochemiker empfohlen. Es ist zwar DAS Chemiebuch schlechthin, für einen Aquarianer ist es aber weniger geeignet, es ist zu umfangreich auch im wahren Sinn des Wortes - es hat über 2000 Seiten! Nebenbei ist dieses Buch ziemlich teuer, es hat  158.- DM gekostet. Ich habe es nach einigen Jahren wieder verkauft.
Genaugenommen war es für mich als jemand, der von Chemie eher wenig Ahnung hat,  eine Nummer - oder besser mehrere Nummern - zu groß.






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Aquarienpflanzen von Christel Kasselmann
Kasselmann_Aquarienpflanzen_vorne_ThKasselmann_Aquarienpflanzen_hinten_ThDas ist ein Atlas der Aquarienpflanzen. Es ist ein sehr gutes Buch. Von jeder Pflanze ist ein Foto vorhanden. Der Text ist aussagekräftig. Es werden die Namen und die Zugehörigkeit der Pflanzen erklärt. Dann kommen Beschreibungen, die Kultur und die Ökologie an die Reihe. Zum Schluß noch etwaige Besonderheiten die es zu beachten gibt.
Die Angaben zur Bestimmung der Pflanzen könnten ausführlicher sein. Weitere Fotos oder Zeichnungen wären da manchmal sehr hilfreich.
Rundum aber ein hervorragendes Buch, ich möchte es nicht mehr missen. Für jeden Pflanzenfreund ein Muß.

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Pflanzenaquarien gestalten von Christel Kasselmann
Umschlag_vorne_Kasselmann_Pflanzenaquarien_gestalten_ThUmschlag_hinten_Kasselmann_Pflanzenaquarien_gestalten_ThEin zweites Buch von der gleichen Autorin. Hier beschreibt sie die Verwendung der einzelnen Pflanzen und die Einrichtung der Aquarien mit Pflanzen allgemein. Ich habe für dieses Buch nur 12,95 € bezahlt. Das war ein richtiges Schnäppchen. Das Buch ist mehr wert!
Zwar wirken die Seiten über Algen sehr „zusammengetragen” und sind zum großen Teil eher theoretischer Natur und die Methoden gegen Blaualgen  funktionieren in der Praxis mit Sicherheit auch nicht, aber das ist bei anderen Büchern auch so und daran sollte man sich nicht stören.
Wegen der guten Wasserpflanzenfotos und Zusammenstellungen der Pflanzen trotzdem sehr empfehlenswert.

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Pflanzen-Fibel von Bertram Wallach
Pflanzenfibel_Wallach_V_250Pflanzenfibel_Wallach_R_250Ein neues Pflanzenbuch von 2011 mit 92 Seiten von einem sehr guten Aquarianer, Fischzüchter und Pflanzenkenner!
Wallach beschreibt hier in kurzen Worten mit guten Fotos die wichtigsten Wasserpflanzen fürs Aquarium. Kurz, klar, übersichtlich und verständlich.
Gutes Buch für den Überblick.




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Dann sind da noch:
Die „Aquarienpflanzen” von H.C.D. De Wit vom Ulmer-Verlag von 1970. Es sind zwar viele Namen überholt, aber die Zeichnungen sind sehr genau und es ist ein echtes Fachbuch.
Auch noch das „Handbuch der Aquarienpflanzen” von Gerhard Brünner vom Kosmos-Verlag. Ein gutes Buch.
Und dann noch ein ganz altes Pflanzenbuch von Colin D. Roe, das „Handbuch der Aquarienpflanzen”, das war mein erstes richtiges Pflanzenbuch. Es wurde vom Tropicarium Frankfurt vertrieben und ist von 1967. Der Titel der englischen Originalausgabe war „A  Manual of Aquarium Plants”.

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Biologie der Abwasserreinigung
Umschlag_vorne_Biologie_der_Abwasserreinigung_ThUmschlag_hinten_Biologie_der_Abwasserreinigung_ThHier wird die biologische und technische Funktion von Kläranlagen beschrieben. Es ist ein sehr interessantes Fachbuch. Als neugieriger Mensch kann man es lesen, wirklich Brauchbares für die Aquaristik darf man nicht erwarten. Kläranlagen und Aquarienfilter sind eben zu verschiedene Dinge. Zwar funktionieren beide aus biologischer Sicht gleich oder zumindest ähnlich, aber die Ansprüche an die Reinheit des Wassers sind bei Aquarienfischen um ein vielfaches höher als bei Kläranlagen. Heute übliche Kläranlagensysteme mit Belebtschlamm funktionieren bei Aquariumwasser überhaupt nicht, es hat zu wenig organische Substanz bzw. es ist zu wenig belastet. Die Bakterien verhungern. Aus diesem Grund sind beide Systeme bei genauer Betrachtung doch sehr verschieden.

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Umschlag_Denitrifikation_mit_pflanzlichen_Abfallstoffen_ThDas ist eine Broschüre über Nitratentfernung mit Stroh.
Sie war kostenlos und ist recht interessant.









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Biologische Nitratelimination mit einem Festsubstrat bei der Trinkwasseraufgereitung von Jürgen Wurmthaler.
Umschlag_Biologische_Nitratelimination_ThDiese Buch ist von 1994. Es wird die Nitratentfernung mittels PHP-Granulat beschrieben. Ähnliche Substrate gibt es heute im Zoofachhandel. Vereinfacht ausgedrückt ist das der Kohlenstoff, also das Futter für die Bakterien, die in anaerobem Mileu das Nitrat „veratmen” sollen.









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Züchterkniffe
Zuechterkniffe_1_2_ThZuechterkniffe_3_4_ThHier sind vier Heftchen, in denen die Zucht von verschiedenen Fischen beschrieben wird. Die Hefte sind alle ziemlich alt. Züchterkniffe I ist von 1950, II und III von 1953 und IV ist richtig „neu”, es ist von 1964. Ensprechend alt und meistens unbrauchbar sind die Zuchtbeschreibungen.
Die Heftchen sind aber recht erheiternd, wenn man liest was man damals so alles gemacht hat.
Man muß diese „Züchterkniffe” nicht kaufen, zumal sie wenig praktischen Wert haben, lesenswert sind sie trotzdem.

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Wasser von Karl Höll
Wasser_Hoell_ThDieses Buch ist noch eine ältere Auflage von 1979. Es ist ein ausgesprochenes Fachbuch, für einen Aquarianer also nicht unbedingt zu empfehlen. Ich habe es nur zum Nachschlagen für spezielle Fragen benützt. Richtig gelesen habe ich es nie.









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Juli - Oktober 2006
Überarbeitet, ergänzt: August/November 2007,  Juli 2009, März 2013

 

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