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Bodengrundgestaltung

Balken_Einrichtung

 

Aquarien einrichten, Bodengrundgestaltung, verschiedene Möglichkeiten der Aquariengestaltung

Es ist noch eine eigene Seite über Terrassen in einem 160er (160x60x60) da - 160er_Terrassen

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Bodengrund terrassieren.
Wenn man bei der Einrichtung eines Aquariums den Kies eben läßt, verschenkt man eine einfache Möglichkeit, die dekorative Wirkung zu erhöhen. Eine ebene Kiesfläche ist eher langweilig.
Natürlich Ansichtssache - wie so vieles im Leben! ;-)
Den Kies einfach nach hinten hin ansteigen zu lassen ist deshalb nicht gut, weil er immer wieder nach vorne rutscht, auch ohne Turmdeckelschnecken.
 


Terrasse mit Schieferstückchen.
Terasse_mit_Schiefer_1_ThBesser ist es mittels Schieferstücken oder Steinholz (so man es auftreiben kann) Barrieren zu gestalten und so verschieden hohe Ebenen zu erhalten. Damit der Kies nicht so leicht zwischen den Steinen nach vorne rutschen kann, müssen die Zwischenräume sorgfältig mit kleinen Steinchen zugebaut werden. Je besser das gemacht wird, desto länger hält das Ganze.
Noch besser ist es, „Blumenkästen” aus Glas in beliebiger Form in das Aquarium einzukleben und mit Steinen - am besten hat mir immer Steinholz gefallen - zu verkleiden/bekleben. Eventuell die Steine vorher mit Primer streichen. Heute kann man für ein paar Euro Diamantscheiben kaufen und die Steine nach eigenen Vorstellungen zuschneiden. Früher war ich der Meinung, daß nur waagrechte Schichtung natürlich aussieht, genauso wie bei einer Trockenmauer senkrechte Schichtung unnatürlich wirkt. Heute sehe ich das etwas anders. Die waagrechte Schichtung sieht zwar tatsächlich besser aus, aber sie nimmt mehr Pflanzfläche weg und das wichtigste: meistens sieht man von der Verkleidung eh nicht mehr so viel. Wenn man die Kästen z.B. mit strukturiertem schwarzen Schiefer beklebt, dann geht das durchaus. Und es macht nicht so viel Arbeit. Man kann auch Korkstücke nehmen. Die Rinde der Korkeiche gibt es in Röhren - die werden aus den Ästen gewonnen - und auch in fast geraden Platten - das ist dann die Rinde der dicken Stämme -, eher die geraden nehmen.

Hier ist eine eigene Seite über ein ein altes 130er mit eingeklebten Terassen und einer Styroporrückwand

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Terasse_mit_Lava_1_ThAm Besten sieht es aus, wenn man links und rechts jeweils einen asymmetrischen  „Kasten” einklebt. Er kann bei großen Aquarien durchaus gut 20 cm Höhe haben.  Die Kästen dürfen natürlich nicht bis an die Frontscheibe reichen. Zwischen die beiden Kästen habe ich dann meistens eine etwas niedrigere Ebene - natürlich auch mit Ecke - dazwischen eingeklebt, so daß das Aquarium insgesamt 4 verschieden Ebenen bekam. Jeder Kasten muß einen eigenen Boden haben! Ohne eigenen Boden sackt der Kies in diesem Kasten bis auf das Niveau der darunterliegenden Kastens ab - logischTerasse_mit_Lava_2_Th.

Terrassen aus Lavasteinen, war zwar mal etwas anderes, aber so richtig gut war es nicht. Man hätte sie wahrscheinlich besser mit einer großen Flex zerschneiden sollen. Nur - so etwas hatte ich damals nicht. Geschweige denn eine Diamantscheibe.





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Terasse mit Torfstückchen
Terasse_mit_Torfstueckchen_1_ThEin Bekannter hat eine Terrasse aus Plexiglas® gebogen und mit Torfstückchen waagrecht beklebt! Zu dieser Zeit habe ich bei „Pflanzenbecken” meistens eine gelochte Plexiglas® Platte auf dem Boden installiert, um durch kontinuierliches Durchsickern von Aquarium-Wassser von unten nach oben den Pflanzenwuchs günstig zu beeinflussen. Da hatte er die Terrassen-Platte angeklebt. Man muß aber bedenken, daß diese Torfstückchen nur einige Jahre halten, dann geht die Arbeit wieder von vorne los.

Terasse_mit_Torfstueckchen_2_ThBei einem anderen Aquarium hat dieser Bekannte die Terrassen aus kleinen waagrechten Schieferstückchen zusammengeklebt - die Rückwand hat er dann auch so gemacht und gleich mit Höhlen ausgestattet. Daß er alle Schieferstückchen sauber abgeschliffen hat, war selbstverständlich. Da die Schieferrückwand dann sehr schwer und unhandlich wurde, hat er sie in zwei Teilen gebaut, die sauber zusammenpaßten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es waren mit die schönsten Aquarien, die ich je gesehen habe! Wenn die Steine nicht besonders schwer sind, kann man sie mit Silikon ankleben. Eine ganze Rückwand aus Stein muß dann schon mit Zweikomponenten Epoxidharz geklebt werden. Das gibt es auch in pastöser Form. Damit geht die Verarbeitung leichter.

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160er_fertige_Terrassen_1_330Rechts ein Foto von der Terrassenkonstruktion des 160ers. Es ist eine eigen Seite über dieses Aquarium vorhanden.
160er-Terrassen



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Eine andere Möglichkeit ist die, einen richtigen Eichenast quer ins Aquarium einzubauen. Eiche deshalb, weil ich schon öfter Eiche im Aquarium gehabt und keine negativen Erfahrungen gemacht habe. Auch haben Eichen sehr oft einen bizarren Wuchs und sind unter Wasser sehr haltbar. Vor einigen Jahren habe ich mir einige dickere Äste - mit Erlaubnis - aus dem Wald geholt. Einer mit ca. 10 - 15 cm Durchmessen wurde auf knapp 130 cm abgesägt - das Aquarium hat 130 x 60 x 60. Da ich manchmal - meistens - sehr ungeduldig bin, habe ich den Ast zwar sauber entrindet und abgebürstet, dann aber ungewässert und frisch ins Aq. eingebaut. Nicht nachmachen: trocknen lassen und dann ein halbes Jahr im Weiher wässern! Gegen den Auftrieb habe ich ihn von unten mit VA-Schrauben an einer großen Plexiglas® Platte verschraubt, die dann mit Kies abgedeckt wurde. Rechts und links waren ca. noch 1cm Luft, diese Spalten habe ich zur Sicherheit wegen möglicher Ausdehnung des Holzes und damit keine Kieselsteinchen zwischen Glas und Holz geraten können, rundum mit Silikon abgedichtet. Damit kein Kies unterhalb des Astes nach vorne rutschen konnte, wurde alles sauber mit Silikon verschlossen, die Oberseite des Astes ist ziemlich eben. Die komplette Oberfläche des Astes verpilzte dann -  logischerweise (Bitte auf keinen Fall nachmachen!) Es hat ca. 4 Wochen gedauert, bis ich durch ständiges absaugen und Wasserwechsel und auch einer starken UV-Lampe diese Verpilzung überwunden hatte. Jetzt ist aber alles ok und sieht recht gut aus, man muß also nicht immer nur Wurzeln nehmen! Wenn der Ast zu krumm ist, kann man ihn auf der Unterseite mit einer Motorsäge etwas begradigen.
Abschließend ist zu dem Eichenast zu sagen, daß er auch viele Nachteile hat: für Otto-Normal-Aquarianer schwer zu beschaffen, zu viel Arbeit mit der Bearbeitung, sehr unhandlich und schwer und letztlich nimmt er sehr viel Bodenflächen bzw. Pflanzfläche weg. Man kann zwar Löcher für Pflanzen hineinbohren und auf der hinteren Seite etwas wegschneiden, aber Nachteile bleiben immer noch.
Es gibt natürlich noch mehrere Möglichkeiten: Ein Mal habe ich die Terrassen mit Korkeiche verkleidet, das Ergebnis war nicht gerade umwerfend, ich hatte Schwierigkeiten, die einzelnen Platten harmonisch zu verbinden. Eine etwas ausgefallene Idee war, das ganze Aquarium (es war nur 70x30x35) mit Torfstücken aus einem Torfstich zu gestalten, auch die ganze Rückwand. Der Kies war in diesem Fall eigentlich nur zwischendurch, das Aquarium mußte zwar lange gewässert werden, es hat aber mit wenigen Cryptocorynen und Keilfleckbarben ganz gut ausgesehen. Man kann auch ganz normale Flußkiesel nehmen, wenn man dazwischen Vallisnerien pflanzt, sieht das recht gut aus.
Früher hatte ein Schulkamerad - jener, der mir die Elritze gebracht hat - ein 70er mit Illerkieseln und Illersand, es war nur mit Vallisnerien bepflanzt und hat in meiner Erinnerung sehr gut ausgesehen. Die Kiesel waren so angeordnet, daß der Bodengrund nach hinten angestiegen ist. Die Kiesel waren natürlich kalkhaltig, aber darüber haben wir uns damals keine Gedanken gemacht. Es war trotzdem ein schönes Aquarium.

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Dezember 2005
Überarbeitet, ergänzt: August/November 2007, August 2008, September 2010

 

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