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Aquarien - Einrichtung

Balken_Einrichtung

 

Was in ein Aquarium hinein soll  - oder auch besser nicht

Pflanzen haben eine eigene Seite.

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Bodengrund, allgemein, das was unten rein kommt
Bodengrund, Beschaffenheit, wie soll ein Bodengrund beschaffen sein
Verschiedene Sande und Kiese für die Aquaristik
Steine
Wurzeln
Was nicht hinein sollte,
Kies/Sand waschen, wie macht man das am besten?

 

Bodengrund, allgemein
Kies oder Sand: Das ist inzwischen anscheinend eine Glaubensfrage geworden.
Ganz früher in den 50er Jahren war zumindest im Oberallgäu alles klar: Da hat man Illersand genommen, die Fortgeschrittenen haben „Bremssand” von der Eisenbahn gemopst. Diejenigen, die nicht geklaut haben, kauften roten Vogelsand ohne Zusätze. Das war - ist - der selber Sand. Er kommt aus dem Maingebiet und ist sehr schön. Er hat eine natürliche rötliche Farbe und ist nicht zu fein.
Später ab den 60ern gab es dann verschiedene Körnungen zu kaufen. Die „einfachen” oder normalen Zoogeschäfte hatten anfangs nur einen fast weißen Quarzkies und nur die „besseren” verkauften auch gelblich-bräunlichen Quarzkies mit dunklen Steinchen dazwischen. Weißen Quarzsand gab es damals auch schon - es war halt Vogelsand. Man hat diesen aber nicht für ein Süßwasseraquarium genommen, sondern eher für Seewasser wenn man keinen Korallensand bekommen konnte oder der eben zu teuer war. Ab dieser Zeit - also vielleicht 1970 - war auch wieder alles klar: „Normalerweise” hat man für ein „normales” Aquarium etwas feineren Kies genommen, also ca. 2-4mm Körnung. Nicht alle Aquarien oder Aquarianer waren „normal”, z.B. bin ich extra in den Bayerischen Wald gefahren und habe dort einen speziellen Kies geholt. Es hat schon immer Spinner - Pardon „Spezialisten” gegeben. Diesen feinen Kies hatte eine Wasserpflanzengärtnerei in ihrer Anlage, er war aber auch nicht das Gelbe vom Ei. (Wenn ich alle „nicht so guten” Sachen aufschreiben wollte, die ich irgendwann gemacht habe, so würde es einige Seiten geben. Es hat natürlich auch bei mir nicht alles sofort und immer funktioniert !!! lachen-transp) Um 1969 habe ich das erste Mal etwas von Lavalit gehört. Das ist feiner Lavakies aus der Gegend von Koblenz. Dieses „Lavalit” hatten wir einige Jahre als einziges Geschäft in ganz München! Wir haben es lastwagenweise (kleiner Lastwagen und in Säcken, also kein Kipper!) bezogen, selber abgepackt und sehr gut verkauft. Schließlich war er in allen Schaubecken und somit die beste Reklame.

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Beschaffenheit des Bodengrunds
Das ist eigentlich ganz einfach: relativ weich und dunkel, ohne oder wenigstens nur mit ganz wenig organischem Material. Natürlich darf der Bodengrund nichts ans Aquariumwasser abgeben. Ausnahmen sind Spezialbecken mit Torfboden oder ähnliche Aquarien, die sind aber nur wirklichen Spezialisten vorbehalten.
Das wär’s eigentlich schon. Leider ist es aber nicht so einfach.

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Verschiedene Sande und Kiese für die Aquaristik
Über den Begriff „Sand” oder „Kies” kann man verschiedener Meinung sein. Je nachdem ob man Maurer oder Aquarianer ist wird man verschiedene Begriffe verwenden. Bei den Aquarianern ist schon alles Kies was bei einem Kiesgrubengetreiber noch lange Sand ist.

Weisser_Quarzsand_ThDas ist der berüchtigte feine Quarzsand. Er wird normalerweise als Vogelsand verwendet. Oder zum einstreuen zwischen Plattenfugen oder eben zwischen Betonpflaster. Dazu ist er gut. Für Aquarien ist er denkbar ungeeignet, außer in einer sehr dünnen Schicht. Wenn man so feinen Sand in einer höheren Schicht einbringt vergammelt er über kurz oder lang. Dann kann man das Becken wieder frisch einrichten. Wer’s mag!
Er ist momentan - 2007 - sehr beliebt. Es ist mir nicht so recht klar was den Leuten an diesem weißen Sand so gefällt. Merken die nicht daß den Fischen der helle Untergrund nicht behagt? Merken sie auch nicht, daß praktisch alle Fische die ihre Farbe ändern können über so hellem Bodengrund bedeutend blasser sind als in einem richtigen Aquarium? Nicht alle Fische können so auf ihre Umwelt reagieren und haben je nach Wohlbefinden verschieden intensive Farben. Lebendgebärende und einige andere Arten haben ein anderes Farbsystem, bei denen bleibt die Farbe immer gleich. Es führt zu weit das hier genauer zu erklären, außerdem habe ich nicht die richtigen Ausdrücke für die verschiedenen „Farb- oder Schuppensysteme” im Kopf und müßte nachlesen.
Nur so viel: Fast alle Fische passen ihre Farben in gewissen Grenzen der Umgebung an. Oder besser ausgedrückt haben sie bedeutend kräftiger Farben wenn sie sich wohl fühlen und das Aquarium nach ihren Bedürfnissen eingerichtet ist. In der Laichzeit oder während des laichens ist es ähnlich. Sehr gut kann man das bei Rotkopfsalmlern oder auch Roten Neonsalmlern beobachten. Roter-Neon_schlecht_spaeter_Nacht_ThWenn jemand meint Rote Neon sehen immer gleich aus so hat er wahrscheinlich noch keine richtig guten gesehen. Bei Glühlichtsalmlern (im richtigen Aquarium glühen sie wirklich), Schwarzen Phantomsalmlern, Robertsisalmlern, Keilfleckbarben oder Apistogrammaarten ist es genau so, usw usw. Welche Fische welches „Farbsystem” haben kann man leicht feststellen wenn man nachts kurz die Aquariumbeleuchtung anmacht. Fische mit „wechselndem” Farbsystem sind dann sehr blaß, manche Arten fast durchsichtig. Andere wie Nannostomus haben eine typische Schlaffärbung, daran kann man sogar die Arten unterscheiden.
Ich hoffe mit diesen deutlichen Worten einige vom strahlend weißen Sand abgebracht zu haben.

Eisenbahnerbremssand_ThHier wird es schon besser. Das ist der „Eisenbahner Bremssand” aus meiner Jugend. Meistens wird er als Mainsand gehandelt. Er ist nicht ganz so fein wie der weiße Quarzsand und mit Einschränkungen durchaus geeignet. Man darf ihn halt nicht in einer zu starken Schicht einbringen. Vielleicht nur auf einer abgetrennten Fläche im Vordergrund. Die warme Farbe harmoniert sehr gut mit den Pflanzen und die Fische haben in solchen Aquarien recht gute Farben.
Wird die Schicht zu hoch, vergammelt aber auch dieser Sand.

Quarzkies_1-2mm_ThDas ist Quarzsand - oder Quarzkies - der Körnung 1-2mm.
In nicht zu hoher Schichtstärke ist er durchaus geeignet, speziell für kleinere Aquarien.






Quarzkies_2-4mm_ThHier ist endlich der richtige Aquariumkies! Das ist die Körnung 2-4mm. Dieser Kies hat meiner Meinung nach die richtige Körnung. Nicht zu fein und auch nicht zu grob. Man kann diese Körnung durchaus 15cm aufschichten, es funktioniert trotzdem jahrelang.
Die Farbe von diesem Kies ist so natürlich, warm und harmonisch, daß man nun wirklich keinen gefärbten Kies nehmen muß!



Die Aufnahmen sind mit trockenem Kies gemacht. Wenn der Kies naß ist sind die Farben logischerweise etwas dunkler und kräftiger

Hier werde ich noch ein Foto von gröberem Quarzkies einfügen. Vielleicht bekomme ich auch etwas fast weißen Quarzkies, da gibt er dann auch noch ein Foto davon. (Beide sind nicht so gut geeignet)
Aber eigentlich sind die wichtigsten Sand/Kiesarten bereits genannt.
Bleibt noch der ganz feine Sand aus der hiesigen Sandgrube. Dieser Sand ist in dünner Schicht - max. 3-4cm sehr gut für Corydoras geeignet, allerdings weniger für Pflanzen (Irgendwo aufgebundene oder beschwerte Anubias sind für mich nur bedingt „richtige” Wasserpflanzen lachen-transp. Für Zuchtbecken aber sehr gut geeignet). Also nur für reine Corydorasbecken oder andere gründelnde Fische.

Nachtrag April 2014: Die Größenangaben - im Text - stimmen möglicherweise/wahrscheinlich nicht. Da ich in den nächsten Tagen verschiedenen Sand/Kies bekomme, werde ich das noch ein mal überprüfen.
Juni 2014, der Kies/Sand ist inzwischen da, die Fotos warten noch auf den Fotografen.
 

Privataquarium_Ausschnitt_150_Th„Lavalit” ist ein sehr guter Bodengrund für Wasserpflanzen, er hat aber zwei gravierende Nachteile. Erstens ist er sehr schaftkantig (selbst der aus der Hammermühle ist es immer noch, siehe weiter unten) - somit kann man in so einem Aquarium keine Corydoras halten - und zweitens sind in Aquarien mit Lavalit immer mehr oder weniger Bart- oder Pinselalgen. Bei sehr hohem Redoxwert grüne und bei niedrigerem braun-grau-schwärzliche. So kann man sehen wie es mit dem Aquarium steht. Der unbestreitbare Vorteil von Lavalit ist die natürliche Farbe. Zu der dunkel braunroten Farbe bilden die Pflanzen einen sehr schönen Kontrast und die Fische haben sehr gute Farben. Bekannterweise passen viele Fische ihre Farben der Umgebung bzw. dem Untergrund an, siehe weiter oben. Auch eine Filterung über Torf oder andere Methoden das Wasser etwas dunkler zu machen wurde früher - und wird auch heute noch - von manchen fortgeschritteneren Aquarianern angewendet.
Bei Black Mollies, Platies und Schwertträgern ist die Farbe des Bodengrundes egal, alle Aquarianer die solche Fische pflegen, können ruhig bei ihrem strahlend weißen Quarzsand aus dem Baumarkt bleiben. Diejenigen die keinen besonderen Wert auf schöne kräftige Farben ihrer Fische legen natürlich auch!  lachen-transp
Um 1955 hatte Herr Kr. aus Sonthofen ein vielleicht 80er Becken mit Neonsalmlern (Paracheirodon innensi). Der Hintergrund war total mit Cryptocorynen zugewachsen und die Neons leuchteten förmlich aus dem Aquarium heraus. Es war ein herrlicher Anblick, ich sehe ihn heute noch vor mir! Übrigens habe ich von diesem Aquarianer um 1959 herum seine Korallen bekommen - da hatte er mit Seewasser aufgehört! Natürlich waren das damals nur tote „Korallenskelette”, lebende Korallen konnte man als Privatmann damals nicht halten.

Lavalit_1_ThDieses Lavalit auf dem Bild links haben wir mehrmals durch Nachbars Hammermühle laufen lassen, es hat zwar die richtige Körnung, ist aber immer noch recht scharfkantig.
Wenn man höhere Ansprüche an die Farben seiner gepflegten Fische stellt wird man um einen etwas dunkleren Bodengrund nicht herum kommen. Man kann natürlich den weißen Quarzsand mit Buchen- oder Eichenblättern „verkleiden”, soo schön sieht das aber auch wieder nicht aus. Es stimmt das richtige Größenverhältnis zwischen Aquarium und Blättern nicht, die Blätter sind im Verhältnis zum Aquarium immer zu groß. Wem die Farbe der Fische nicht so wichtig ist, weil er vielleicht noch nie richtig leuchtende Rote Neonsalmler, segelnde Kirschflecksalmler, Robertsisalmler oder Schwarze Phantom in Prachtfärbung oder Rotkopfsalmler mit rot bis hinter den Kopf gesehen hat, für den ist die Farbe des Bodengrundes nicht so wichtig. Bei mir jedenfalls kommt nur dunkler feiner Kies ins Aquarium!
Interessanterweise nehmen Wasserpflanzen-Aquarianer auch nur feinen Kies und keinen feinen weißen Sand - jedenfalls diejenigen die ich kenne.

Kies_gemischt_fein_mittel_ThNormaler gelb-bräunlicher Quarzkies. Der Kies kommt aus einem Aquarium, er sind zwei verschiedene Körnungen gemischt. Die feinere finde ich sehr gut. Sie wird als „Kies 2-4 mm” gehandelt.







Lava_grober_Millimeter_Th Lava, diese Körnung ist für den Bodengrund zu grob. Es ist aber gutes Filterlava. Trockenes Lava hat immer diese etwas staubige Farbe, es ist mehr grau denn rötlich.







Lava_fein_Hammermuehle_ThDieses Lava ist das gleiche wie das in der Mitte. Da ich damals keine Möglichkeit hatte an feineres Lavalit heran zu kommen (Anfang der 80er Jahre), haben wir es mehrere Male durch Nachbar’s Hammermühle laufen lassen. Es hat eine sehr gute Körnung und es ist durch die Hammermühle nicht mehr so scharfkantig. Dieses Lava ist feucht und hat in etwa die gleiche Farbe wie unter Wasser. Es ist nicht mehr “reines” Lava, irgendwann habe ich eine Düngemischung dazugegeben. War nicht gerade die beste Idee.

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Letztendlich ist das mit dem Kies/Sand aber Ansichtssache: Der Bodengrund ist nur dazu da, den Pflanzenwurzeln Halt zu geben. Und zwar nur Halt, die Nährstoffe können richtige Wasserpflanzen auch aus dem Wasser entnehmen. Man kann mit völlig sauber gewaschenem Sand/Kies einen hervorragenden Pflanzenwuchs erhalten - wenn man das Wasser düngt. Man kann aber auch den Boden düngen, das geht auch. Der Nachteil ist daß man das nicht so gut kontrollieren kann. Man kann auch zu viel Nährstoffe in den Boden bringen und dann eventuell sehr viele Algen bekommen.
Zeitweise habe ich Torfplatten unter den Kies gelegt. Wenn an den Stellen mit den Torfplatten auch viele Pflanzen waren oder anders; die Torfplatten gut durchwurzelt waren hat das immer sehr gut funktioniert. Man soll nur keine Platten da hin verlegen wo nicht gepflanzt wird. Dann können auch Torfplatten vergammeln!
Manchmal habe ich Lehmkugeln verwendet. Dazu ist zu sagen, daß der Lehm selber nicht düngt, es ist nur Trägermaterial. Wenn man also Lehmkugeln herstellt, muß man Düngemittel einarbeiten. Da kann man ruhig einige Körner Nitrophoska blau nehmen, die Nitratmenge bringt kein Aquarium um. Die Lehmkugeln nicht so lange im Backofen lassen bis sie steinhart sind, dann sind sie nämlich nach einem Jahr im Aquarium immer noch steinhart! Die Kugeln sollen nur etwas hart sein, damit man sie gut in den Boden bekommt und sie sich nicht schon unterwegs auflösen, oder halt ein wenig härter.
Erde ist als Bodengrund im Aquarium nicht geeignet, auch nicht unter Kies. Jedenfalls waren meine Erfahrungen alle negativ. Ganz früher gab es Aquarienerde von einer Wasserpflanzengärtnerei im Zoohandel zu kaufen, die war aber auch nicht besser.
Es gibt im Zoofachhandel verschiedene fertige Bodenmischungen zu kaufen. Dazu ist zu sagen, daß sie sich alle ähnlich wie Lavalit verhalten, ohne die schöne Farbe von Lavalit zu haben. Das Material ist fast immer etwas porös-scharfkantig. Man hat sehr schnell zu viele Nährstoffe im Aquarium mit Folgen wie normale Algen und speziell Bartalgen.

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Steine
Bei Steinen kann man alles nehmen was gefällt, außer sie sind zu kalkhaltig oder enthalten irgendwelche anderen schädliche Stoffe.
Kalknachweis: einige Tropfen Entkalker für die Kaffeemaschine oder Salzsäure auf den Stein, wenn’s schäumt ist zu viel Kalk drin. Einen verdächtigen Stein vielleicht einige Tage in sauberes Wasser legen und schauen und riechen, eventuell Nitrit messen.

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Wurzeln
Geht eigentlich auch alles. Früher hat man gesagt; nur Torfwurzeln - und bitte auskochen! Ich habe mich immer gewundert woher diese Auskocher die großen Töpfe her haben. Ob das alles Bauern mit Kartoffeldämpfern waren? Eher kaum. Deswegen sollte man aber alle Wurzeln trotzdem sehr sorgfältig reinigen. Gut abbürsten und abspritzen. Je sauberer sie sind, desto weniger werden sie verpilzen!
Wenn man eine kleinere Wurzel und einen großen Topf hat ist auskochen natürlich eine gute Sache, die Wurzel eventuell umdrehen. Dann bekommt man die Wurzel doch noch in den Topf - halt auf zwei mal. zwinkern-transp_grau

Da fast alle Wurzeln Auftrieb haben muß man sich etwas einfallen lassen:
Man kann einen Stein oder dicken VA-Stab auf die Wurzel legen.
Schlecht; der Stein kann herunter fallen und im schlimmsten Fall die Bodenscheibe beschädigen. Auch muß er möglicherweise sehr lange liegen bleiben.
Man kann die Wurzel mit einem Stab zwischen Wurzel und Aquarienstrebe fixieren.
Hört sich schlecht an, ging aber gut. Da es ein Tonkingstab war hat er fast nicht gestört, es waren anfangs sogar zwei Stäbe. War auch eine große Wurzel.
Man kann die Wurzel unten an eine Plexi- oder VA-Platte schrauben, die Platte wird mit Kies zugedeckt.
Ist eine sehr gute Methode, geht aber nur bei Neueinrichtung.
Man kann die Wurzel mit einem Nylonfaden (Angelschnur) an einem VA-Stück oder auch an einer Platte befestigen. Geht bedingt auch bei einem eingerichteten Aquarium, da man eine kleinere Platte auch so unter den Kies schieben kann. Habe es ausprobiert.
Im Prinzip muß man die Wurzel nur an irgend etwas anbinden was unten bleibt. Sauger sind auf der Bodenscheibe nur bedingt geeignet, da sie meistens nicht lange halten. Man kann die Schnur um eine Glasscheibe wickeln, oder um eine Fliese, die darf aber nichts abgeben, gebrannte sind besser. Der darauf liegende Sand/Kies sorgt dann dafür, daß auch alles unten bleibt.
 

Mopaniwurzeln_Hochdruckreiniger_ThEs gibt auch Wurzeln die sofort untergehen, es sind sogenannte „Mopaniwurzeln” oder auch „Savannenholz”. Dieses Holz ist extrem hart und muß bevor es ins Aquarium kommt sandgestrahlt werden. Normalerweise werden diese Wurzeln vom Großhandel sandgestrahlt verkauft. Bekommt man ungestrahlte gibt es im Wasser eine ganz gewaltige Trübung. Der Grund ist der Bast oder die Kambiumschicht, die ungemein fest auf dem toten Holz sitzt und nicht sofort als solche zu erkennen ist. Ich schreibe das so ausführlich, da ich gut 60 kg ungestrahlte Wurzeln gekauft habe. Mein eigentlich sehr guter Hochdruckreiniger hat das Kambium erst nach einweichen der gesamten Wurzeln weggeschafft. Rechts sind die sauberen Wurzeln. Savannenholz kann man auch gut als Hintergrund nehmen, da es meistens ziemlich „eben” oder eben „flach” ist - siehe Foto unten. Andererseits sind sie für Holz raspelnde Fische nicht geeignet, sie sind so hart daß diese nichts wegbekommen.

60er_16.09.2007


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Was nicht hinein sollte oder jedenfalls nicht unbedingtAbgesoffener_VW
Eingefärbter Kies, richtig bunt, „cool” and „nice”, Grotten und ähnliche Gebilde, künstliche Pflanzen, Gehäuse von Muscheln jeglicher Art, Tuffsteine, untergegangene Schatztruhen, Schiffe und Autos usw.
Alles Geschmacksache? - Aber selbstverständlich! sad-transp

Da will ich mich ausnahmsweise nach schwäbischer Art heraushalten: Vielleicht werden da noch echte Aquarianer draus - wenn sie erst ein mal ein richtiges Aquarium gesehen haben!

Aber ehrlich: Siehe weiter oben! Das alles ist nicht meine Sache!

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Kies waschen, wie macht man das am besten?
Wenn man nur wenig Kies zu waschen hat kann man das in einem Eimer oder großen Topf im Ausguß machen. Allerdings muß man dabei bedenken, daß sich die feinen ausgespülten Teile eventuell im Siphon absetzen und ihn verstopfen können. Bei längeren waagrechten Abflußleitungen ist es auch nicht zu empfehlen. Daher wäscht man den Kies je nach Menge entweder in einem Eimer oder einer stabilen Wanne direkt über einem Gully, z.B. in der Waschküche oder aber im Freien. Man kann dazu den Eimer vollaufen lassen, den Kies mit der Hand umrühren und das Wasser ausgießen. Das macht man so lange, bis das über dem Kies stehende Wasser völlig sauber ist. Letztens habe ich gelesen daß man dazu heißes Wasser nehmen soll. Kann man natürlich auch machen - wenn man zu viel Geld zum erwärmen desselben hat, notwendig ist es nämlich nicht. Allerdings bekommt man sehr kalte Hände, wenn man im Winter bei 10° Leitungswassertemperatur einige Eimer Kies wäscht und mit der Hand umrührt! Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an das kalte Wasser, soll ja sogar gut für den Kreislauf sein. Muß man mehr Kies waschen, so nimmt man eine stabile Wanne und einen Gartenschlauch, eventuell mit einem Gardenaendstück. So ist der Wasserstrahl gebündelter und geht besser durch den Kies. Eine Pistole ist nicht so gut geeignet, da kommt weniger Wasser heraus. Der Wasserstrahl wirbelt den Kies auf, man muß also nicht mehr mit der Hand rühren. Die Kiesschicht darf nur so hoch sein, daß der Wasserstrahl noch gut bis auf den Boden der Wanne durchkommt. Bei gutem Wasserdruck geht der Strahl aber sehr weit durch den Kies -  ausprobieren. Ist die Wanne voll Wasser wird sie ausgekippt. Wieder so lange, bis der Kies völlig sauber ist. Geht bei Kies oder Sand gleichermaßen gut.
Bei Lava oder manchem ganz feinen Sand muß man nicht so lange spülen bis alles ganz sauber ist. Bei Lava muß nur die hellbraune Brühe weggegossen werden, die dunkelbraunen Teile setzen sich wieder und das Wasser wird kristallklar. Bei unserem ganz feinen Sand (habe ich nur für Corydoras genommen) aus der hiesigen Sandgrube ist es ähnlich, da setzt sich auch mehr als man anfangs meint. Etwas probieren.
Die ganze Angelegenheit ist - speziell wenn man mehr Kies zum waschen hat - eine Schinderei für den Rücken.
 

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Erstellt: Januar 2007
Letzte Bearbeitung:  März 2014

 

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