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Das 160er - Der Filter

Spektrum

 

Der Filter dieses Aquariums
 

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Ein großer alter Eheimtopf, ein sehr guter Filter für große Aquarien
Glas schneiden für den Außenfilters Modell „Spletts Außenfilter”
Der 160er-Aussenfilter, Fotos und Beschreibung
Überlaufrohre, verschiedene
Pfropf in Silikonkartusche

 

Eigentlich wollte ich für dieses Aquarium einen Außenfilter Modell  „Spletts Außenfilter” verwenden, siehe weiter unten. Da ich aber noch einen großen Eheimtopf mit ca. 20 Liter Volumen Inhalt „herumstehen” hatte, habe ich aus Bequemlichkeit diesen genommen. Dieser große Eheim ist einer der besten Filter für größere Aquarien! Es gibt ihn immer noch, allerdings nicht mehr In dieser Ausführung, er sieht inzwischen etwas anders aus und hat momentan (2011) die Bezeichnung „226001-1500-L”. Ich hatte solche Filter an allen Schauaquarien im Laden. Normalerweise ist die Pumpe oben auf dem Topf montiert. Sie wird auf einer Platte an den 4 Sockeln rechts vom Filterauslauf angeschraubt. Da ich aber keine Originalpumpe verwende, sondern eine schwächere - einen Eheim 1250, 28 Watt, 1200 L/Stunde - paßt er da nicht. So steht die Pumpe halt neben dem Aquarium ein Stockwerk weiter oben. Auch habe ich eine „Stabilisierung” unter dem Druckschlauch angebracht, damit er nicht abknickt. Diese ist auf dem Foto entfernt. Die Schläuche haben nicht den Originaldurchmesser, sie sind etwas dünner.
Der Topf hat unten zwei Anschlüsse. Einen vom Aquarium und einen um den Topf leerlaufen zu lassen. Mit dem zweiten Schlauchanschluß kann man recht bequem Wasser wechseln. Man schließt da einfach einen Schlauch an,  legt das andere Schlauchende auf die Terrasse, macht den Hahn auf und gut. Auf dem Foto sind am Auslauf des Filters zwei Schläuche übereinander geschoben, so kann man auf simple Weise den Schlauchdurchmesser „anpassen”. Wenn es richtig halten soll, muß man natürlich die Schläuche weiter übereinander schieben und auch eine Klemme anbringen. Macht man die Schläuche mit einem Heißluftgebläse warm geht das sehr gut. Mit einem Tropen Pril flutschen sie eventuell besser übereinander.
Zum reinigen läßt man den Topf leerlaufen, nimmt ihn heraus (er steht unter dem Aquarium), schraubt auf und wechselt die Füllung. Oder wäscht sie aus - wie man will oder gerade Lust hat. Die Schläuche bleiben dabei dran. Man kann den Topf auch ausspülen. Muß man aber nicht.

 

Eheimtopf_grosser_500



oben

 

Hier die Bauanleitung für einen Außenfilter aus Glas mit herausnehmbarem Filterbehälter.
Modell „Spletts-Außenfilter”


Zuerst ein kleiner Kurs im Glas schneiden. Ist zwar schon einer in der Bastelkiste-1, aber ohne Bilder.

Glas_schneiden_1_Winkel_anlegen_ThDie Scheiben habe ich absichtlich nicht gereinigt. Das sieht  zwar nicht so sauber aus. Man kann aber sehr gut sehen, daß man auch „nicht so saubere” Glasscheiben „sauber” schneiden kann. Diese Glasscheiben sind nicht nur dreckig, sondern sie sind sehr alt, sie stehen seit mindestes 20 Jahren irgendwo herum. (Glasscheiben sollte man nie liegend lagern.) Da sich die ehemals untergelegten Hölzer im Laufe der Jahre aufgelöst haben standen sie jetzt auf der blanken Erde! Viel schlimmer als das Alter ist für Glasscheiben, wenn sie ohne Abstandshalter (der Profi hat da Korkstückchen, nehme ich auch) - also Glas an Glas - gelagert werden. Kommt dann noch Nässe dazu, so werden sie fast mit Sicherheit fleckig. Jedenfalls sind sie dann nicht mehr so blank wie neue Scheiben.
Diese Bemerkungen deshalb, weil manche Aquarianer behaupten, man könne keine alten Scheiben schneiden. Natürlich kann man! Das gipfelt in der Feststellung, daß Glas eine Flüssigkeit sei. Natürlich WAR es irgendwie flüssig, bevor es zur Scheibe wurde - Stahl war übrigens auch mal eine Flüssigkeit oder eben flüssig! Es kommt nur auf die Temperatur an.  lachen-transp
Man bekommt nur bei sehr verkratztem Glas Schwierigkeiten. Vielleicht kann ich es so erklären: Wenn man eine Scheibe mit dem Glasschneider anritzt bekommt das Glas eine „Schiene”, entlang dieser „Schiene” bricht es. Wenn die alte verkratzte Scheibe aber bereits wie ein Verschiebebahnhof aussieht, dann weiß die Scheibe nicht auf welcher Schiene sie brechen soll und nimmt die nächste Weiche. Und die geht meistens in die falsche Richtung. So einfach ist das!

Silberschnitt_Glasschneider_Raedchen_ThAllerdings: Die Scheibe allgemein kann ruhig „unsauber” sein, der Streifen wo der Glasschneider entlang fährt sollte jedoch absolut sauber sein. Das hat nichts mit dem Glas zu tun, sondern mit dem Glasschneider. Die Rädchen derselben sind empfindlich, sie müssen sich ganz leicht drehen und sie dürfen nicht beschädigt sein - sonst muß man das nächste Rädchen nehmen. Deshalb darf der Glasschneider nur über sauberes Glas geführt werden! Damit sich diese kleinen Rädchen immer sauber drehen ab und zu mit etwas dünnflüssigem Öl einölen. Also nicht die Schneidnaht mit Petroleum einstreichen, sondern das Rädchen ölen! Es gibt extra Glasschneider, bei denen das Rädchen immer automatisch geölt wird. Die sind aber teurer und für einen Gelegenheitsglaser nicht notwendig.


 

Glas_schneiden_2_ThDie Scheibe wird angeritzt.
Da darf man schon etwas Druck ausüben, aber auch nicht zu viel. Gut andrücken. Nur muß man unbedingt den Glasschneider auf „ein mal” durchziehen. Absetzen und neu ansetzen vermurkst die Scheibe.
Ob man direkt am Winkel mißt und dann nach dem Winkel schneidet oder ob man genau mißt, 2 Punkte macht und dann den Winkel an die Punkte anlegt ist egal. Ich mache zuerst Punkte, da mein Winkel nicht 100%ig rechtwinklig ist. Man muß aber den Winkel einige Millimeter von den Punkten anlegen, da der Glasschneider nicht direkt am Winkel schneidet - logisch. Vorher ausprobieren.

Glas_schneiden_3_brechen_ThJetzt wird der Glasschneider an der angeritzten Stelle knapp untergelegt und die Scheibe durch Druck auf beide Seiten gebrochen. Geht ganz einfach. Wenn man das Bild vergrößert kann man sehen wie weit man den Glasschneider unterlegen sollte.
Der Druck muß mitunter recht kräftig sein, je schmaler die abzubrechende Scheibe ist, desto stärker muß der Druck sein - logisch, nennt man Hebelwirkung. Sollte jemand Bedenken wegen dem „nicht ungefährlichen” Glas haben, so kann er auch mit dicken Arbeitshandschuhen oder einem untergelegten Tuch drücken. Habe ich auch schon gemacht. Speziell bei verkratztem Glas und schmalen Streifen weiß man nie wohin es bricht.

Glas_schleifen_ThDie Scheiben werden geschliffen.
Das sieht ziemlich primitiv aus - geht aber gut. Auf diese Art habe ich alle Aquarienscheiben geschliffen! Es sind einige Kilometer Glaskanten gewesen! Alle Scheiben für ca. 400 oder 500 Aquarien - vielleicht auch mehr! Allerdings ist das der zweite Bandschleifer und auch die zweite „Spielzeugwerkbank”. Sie ist fast nur für den Bandschleifer da, der Vorteil von dieser „Werkbank” ist, daß sie leicht ist und man sie somit überall hinstellen kann wo man sie gerade braucht. Auch kann man sie zusammenklappen.
Ganz früher habe ich auch schon mal mit ganz feinem Korn nachgeschliffen und dann sogar mit einem extra Band poliert. Heute nehme ich nur noch 80er oder 100er Korn und gut. Es geht mir nur darum, daß man sich an den Scheiben nicht mehr schneiden kann.

Filter_alle_Scheiben_ThDas sind die zugeschnittenen Scheiben samt Werkzeug. Der Winkel ist schon uralt - und so sieht er auch aus.







Glas_abbrechen_ThHier habe ich gemurkst. Logischerweise hätte die mittlere Abtrennscheibe um die Bodenscheibe und die Silikonfuge kürzer sein müssen. Es war aber gar nicht so ungut, daß ich da geschlafen habe, so kann man sehen wie man einen oder zwei Zentimeter abbricht. Besser klopft man die angeritzte Scheibe vorher von unten an bis der „Sprung” durchgeht. Dann bricht man mit einer Fliesenzange oder einer alten Beißzange den Streifen ab. Sauber wird das sehr selten. Ist in diesem Fall aber egal, da diese Seite nach unten kommt und nicht mehr zu sehen ist. Kleben tut es genauso gut.
(Genommen habe ich die Scheibe dann doch nicht, habe eine genau passende geschnitten. Es stört halt irgend wie, wenn man weiß, daß da so ein Murks eingeklebt ist.)

oben


Der 160er-Aussenfilter, Fotos und Beschreibung

Filter_Scheiben_fixiert_Th

Der äußere Glaskasten, noch nicht geklebt, nur fixiert. Ohne herausnehmbaren Innenbehälter.

Der Filter besteht aus einem aus alten 8mm-Scheiben geklebten Glaskasten mit einer eingeklebten Abtrennung.
Die Maße sind:
Der Glaskasten ist 50cm lang, 35cm hoch und 19cm breit.
Der Filterbehälter selber ist 30cm lang, 26cm hoch und 16cm breit, er ist aus „gebrauchtem” 8mm Plexi geklebt. (War mal ein Versuchs-Filter-Aquarium, 150 x 60 x 35cm)
Die effektive Höhe beträgt 19cm, also der eigentliche Filterbehälter kann 19cm hoch gefüllt werden. Somit ergibt sich ein Nettovolumen des Innenbehälters von ca. 28 x 19 x 14 = 7,5 Litern. Das ist ausreichend. Bei meinem unterbesetzten Becken mehr als ausreichend.

Wegen der Trennscheibe gibt es ein kleines Problem. Entweder nimmt man dafür Glas oder Acryl. Beides hat Vor- und Nachteile. Glas auf Glas kann man mit Silikon einfach und gut kleben. Acryl kann man mit Silikon nicht auf Glas kleben, es „klebt” nicht, es „pappt” nur. Auch mit Primer. Man kann natürlich auf beiden Seiten der Plexischeibe einen Silikonwulst anbringen, dann ist das schon fest. Aber richtig gut ist das auch nicht. Löcher in Glas bohren ist aber auch nicht so einfach, speziell wenn sie größer sein sollen. Da ist die Bearbeitung von Plexi wieder bedeutend einfacher, da kann man dann ein einzelnes größeres Loch anstelle von drei kleineren nehmen. Natürlich kann man auch den ganzen Filter aus Plexi kleben. Aber Plexi ist teurer als Glas und für einen Ungeübten ist Glas einfacher zu kleben. Auch hat nicht jeder eine gute Säge zum Plexi sägen. Also - langer Rede kurzer Sinn, das Material muß sich jeder selber aussuchen. Es würde auch noch durchsichtiges PVC gehen. Das könnte man auch schweißen, Plexi übrigens auch.  zwinkern-transp_grau
Ich habe mich dann für eine Glasscheibe mit drei 26mm-Löchern entschieden, 26mm deshalb, weil ich so einen Bohrer habe. Außerdem passen da 25mm-Plexirohre ziemlich genau hinein.

Da das aber mit Bildern bedeutend einfacher zu erklären ist, kommen hier die Bilder.

Loecher_in_Glas_bohren_2_333Aussenfilter_Plexi_Loecher_bohren_333














Links werden die Löcher in die Glastrennscheibe gebohrt. Rechts passend zur Glastrennscheibe in die Plexiplatte des Filterkastens. Da die eingeklebten Rohre des Filterkastens später genau in die Löcher der Glastrennscheibe passen müssen, sollte da möglichst genau gebohrt werden. Die grauen PVC-Rohre dienten zur Fixierung beim bohren. Unten liegt die Trennscheibe aus Glas und oben die Stirnseitenscheibe aus Plexi des eigentlichen Filterbehälters.
Ob man für den Einlauf in die Filterkammer ein dickeres oder mehrere dünnere Rohre nimmt ist egal. Die kleineren Löcher lassen sich in Glas besser bohren. Bei meinen früheren Modellen aus Plexi habe ich immer nur ein Rohr genommen, siehe Splett’s Aussenfilter.

Aussenfilter_Loecher_333


Die fertig eingeklebten 25mm-Plexiröhrchen probeweise in die Trennscheibe des Filterkastens eingehängt. Sie passen gut.

160er_Aussenfilter_von_oben_222


Der Aussenfilter von oben. Die aus Plexi geklebte Filterkammer ist mit 3 x 25mm Rohren in der Trennscheibe eingehängt. Diese Rohre sind sowohl Einlauf in den Filterbehälter als auch Halterung. Damit der Einsatz nicht herausrutscht, hält ein mit Silikonschlauch überzogener U-förmig gebogener Haken aus VA Scheibe und Kammer zusammen. Der Haken sitzt so knapp, daß fast kein Wasser „daneben” laufen kann.
Das Teil links daneben ist ein selber gebauter CO2-Reaktor. Soll auch mal eine Seite darüber kommen.


160er_Aussenfilter_von_Seite_333


Der Filter von der Seite. Da neben dem Aquarium nicht mehr viel Platz ist, ist der Blitz in der Scheibe. Vielleicht mache ich noch mal ein besseres Foto. Man kann aber den Aufbau erkennen. zwinkern-transp_grau
Links kommt der Überlauf vom Aquarium, das ist ein 50mm Rohr! Siehe auch weiter unten. Dann geht das Wasser von oben durch die Filterfüllung nach unten und wird dann rechts wieder ins Aquiarium zurückgepumpt. Das alles ist momentan etwas provisorisch, aber bekanntlich hält nichts länger als ein gutes Provisorium! Vielleicht wird es ja noch mal was.
Die Füllung besteht momentan aus Fließ oben und unten und in der Mitte aus Filterschaum. Der muß da eigentlich nicht drin sein und wird bei der nächsten Reinigung entfernt werden. Das Kunststoffließ ist nämlich sehr gut oder besser, speziell bei kleinen Fischen. Bei Goldfischen z.B. würde es zu schnell verstopfen.


Das Besondere an diesem Filter

160er_Aussenfilter_Einsatz_abtropfen_333


Der Filter hat den ungemeinen Vorteil, daß man ihn sehr schnell und einfach reinigen kann! Man braucht nur die Halterung entfernen, den Einsatz hochheben, schräg stellen und abtropfen lassen. Einfacher geht es nicht mehr!

160er_Aussenfilter_Einsatz_333


Hier ist der Einsatz zum fotografieren heraus genommen. Links die 3 25mm Plexi-Rohre, sie sind sowohl Einlauf als auch Halterung. Unten ist ein grünes Kunststoffgitter eingeklebt, es ist das selbe wie ich es bei meinen neuen Laichrosten verwendet hatte.

160er_Aussenfilter_ohne_Einsatz_333


Hier der Filterkasten ohne Einsatz, aber mit eingehängtem  U-Haken.

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Überlaufrohre

50mm_Ueberlauf_Teile_33350mm_Ueberlauf_kompl_333










Der Überlauf des Filters.
Zuerst habe ich einen vorhandenen Überlauf mit 32mm Durchmesser verwenden wollen. Der Eheim 1250 (28W, 1200 L/Std) hat aber ohne Topf zu viel Leistung - hauptsächlich für die Schlitze und Löcher im 32er-Überlauf - gehabt, so daß ich einen neuen Überlauf basteln mußte. Zum Glück waren noch 50mm-Winkel vorhanden. Das grüne Gitter ist von einem alten Maximalfilter, das hat eine sehr gute Maschenweite - es ist fein genug und verstopft wegen der großen Oberfläche trotzdem nicht. Das Zwischenstück zwischen Gítter und 50er Rohr ist abgedreht. Rechts kann man den Nippel sehen, auf den der Luftschlauch aufgesteckt wird, um die Luft aus dem Überlaufrohr zu saugen. Das Ende dieses Schlauches hänge ich einfach in den Aussenfilter. Ob man den Luftschlauch in den Mund nimmt und so die Luft aus dem Überlauf heraus saugt und dabei einen Schluck Aquarienwasser riskiert oder vornehmer mit einer Einwegspritze absaugt ist jedem selber überlassen. Ich bin nicht so vornehm und sauge selber. Der schmale „Stöpsel” am unteren Ende des Ansauggitters ist aus Silikon. Dazu wurde als zusätzlicher Halt mit einer Angelschnur unten eine Art Gitter geflochten und das dann mit Silikon zugekleistert. Das Silikon wurde von innen mit einer passenden ganz dünnen Kunststoffscheibe plan gedrückt und abgeschlossen und außen durch eine Kunststoffolie geglättet. Die Folie wurde später genau abgeschnitten. Ist eine saubere Sache geworden.

Hier sind zwei alte Überläufe
Ueberlaufe_32mm_333

Diese uralten Überläufe hatte ich zuerst probiert. Schließlich haben sie früher bei 1000er Turbellen ausgereicht. Die Löcher in dem schwarzen PE-Rohr des unteren Überlaufs haben genau 5,5mm Durchmesser. Dieser Durchmesser genügt, daß Garnelen im Filtekasten gelandet sind. Siehe Foto unten. Die Garnelen haben durchaus so ausgesehen, als ob sie nicht abgesaugt werden würden! Soo klein waren sie nämlich auch wieder nicht. Es waren ca. 30 Garnelen, die in einer einzigen Nacht durch den Ansauger in den Filterkasten gewandert sind. Die Garnelen werden nämlich nicht passiv „angesaugt”, sondern dieses neugierige Getier krabbelt alleine in jede Öffnung, in die es gerade noch hinein passt. Also besser kleinere Löcher bohren oder Schlitze sägen - oder Gitter vom Maximalfilter verwenden. Inneres oder äußeres.
Es wird irgendwann eine Seite über einen Eheim Oberflächenabsauger kommen. Der ist eine richtige „Garnelenfalle”. Nur war es da übler, da waren die Garnelen nämlich im geschlossenen Filter-Topf unten drin!.

Garnelen_im_Filter_333


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Silikonkartusche_mit_Pfropf_ThSilikonkartusche_ohne_Pfropf_ThSilikonpfropf_ca_4_Wochen


Bild links: Eine Silikonkartusche mit etwas herausgedrückter Wurst.
Bild Mitte: So sieht es nach ca. 1 Woche aus wenn man den Pfropf entfernt.
Bild rechts: Und so nach gut einem Monat oder etwas länger, das hängt mit der Luftfeuchtigkeit zusammen.
Wird die Kartusche noch länger nicht benützt kann der Pfropf beim herausziehen abreißen, dann muß man die Spitze abschrauben und das hart gewordene Silikon mit einer Schraube oder so herausdrehen, das Silikon in der Kartusche selber ist - fast - immer noch zu verwenden. Im Zweifelsfall eine Wurst herausdrücken und prüfen ob sie hart wird. Wenn ja, kann man das Silikon noch verwenden. Wirklich unbrauchbares Silikon härtet nicht mehr aus und ist auch nicht mehr homogen, es hat „Klumpen”.


Silikon_Verlaengerung_333


Klebt man ein größeres Aquarium zusammen, so kommt man mit der Kartusche ganz einfach in jede Ecke und kann sauber arbeiten. Bei der Trennscheibe eines Filterkastens z.B. ist das nicht mehr so einfach, da kommt man mit der Kartusche nicht mehr in die Ecken. Wenn man da ein Stück Silikonschlauch auf die Kartuschentülle steckt, so geht es etwas einfacher. Eine Batzerei ist es trotzdem, Jedenfalls bei mir. Ich bin beim Aquarium kleben kein so penibler Arbeiter. Meine Silikonnähte hätten keinen Preis gewonnen - aber sie haben gehalten!

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Nachtrag August 2013:
Letztens hat ein Aquarianer gemeint;
„Komisch nur, dass Sie nicht auf die Idee gekommen sind, die Filterkammer einfach hinzustellen.”

Warum ich nicht auf diese Idee gekommen bin? Zu doof?
Nicht unbedingt - eher das Gegenteil.
Beim Betrieb haben nämlich alle Filter die Angewohnheit sich etwas zuzusetzen. Dürfte bekannt sein. Das erhöht den Widerstand beim Durchlauf und darum bildet sich bei dieser Art Filter ein Wasserstandsunterschied zwischen Filterkammer und dem Wasser dahinter. Durch diese Differenz im Wasserstand entsteht neben einer senkrecht nach unten wirkenden Kraft auch eine horizontale in Fließrichtung des Wassers. Und das führt dazu, dass eine ungesicherte Filterkammer vom Einlauf weg gedrückt wird. Natürlich kann man jetzt die auf dem Boden stehende Filterkammer mit einer ganz flachen Leiste fixieren, ist die Leiste nämlich zu hoch, wird es Schwierigkeiten beim Einsetzen der Kammer geben. Außer der Einlauf hat genug Spiel, dann ist er wieder nicht dicht genug - usw-usw.
Es gibt immer eine andere Lösung - für alles. Die beste ist immer die einfachste - auch immer zwinkern-transp_grau
Erster_Filterkasten_Laden_222Der Ursprung dieser Filter lag in unserem alten Laden - 1968 - 1972, genaugenommen schon einige Jahre vorher in einem privaten Eternit-Seewasserbecken. In diesem Laden hatte ich selber geklebte Eternitaquarien mit eingeklebten Filterkammern. Rechts ist so ein Aquarium, es ist eine uralte Aufnahme aus meinem „Zuchttrainings-Kellerloch”. Auf das Bild klicken, da ist eine Beschreibung. In diesen Filterkammern waren als Filterbehälter rote PVC-Rohre mit einem eingeklebten ca. 40mm-Rohr eingehängt. Um ein möglichst großes Volumen zu erhalten, hatte ich Rohre mit einem größeren Durchmesser als die Breite der Abtrennung genommen. Damit sie trotzdem hinein gepasst haben, wurden sie im Backofen etwas oval verformt. Unten hatten diese Filterbehälter ganz einfaches angeklebtes Fliegengitter. Und damit die Filterkammern nicht abgerutscht sind, war das Rohr mit Bunsenbrenner etwas aufgeweitet, sodaß es genau auf das Einlaufrohr gepasst hat und fest saß.
Das hat damals sehr gut funktioniert und deshalb bin ich bei dieser Methode geblieben. Nur habe ich danach meistens die F-Kammer mit einem VA-U-Hackel fixiert.
Natürlich kann man die Verbindung Filtereinlauf-Filterbehälter wie bei meinen roten Uraltfiltern so genau arbeiten, dass der Behälter fest sitzt, dann ist dieses Problem sowieso gelöst. Aber es ist gar kein Problem, denn es hat damit in all den Jahren keins gegeben.

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Selbstverständlich übernehme ich keine Haftung für Schäden die durch Nachmachen dieser Bauanleitungen usw. entstehen können. Das dürfte aber eigentlich selbstverständlich sein und gilt für die gesamte Afizucht!
 

Erstellt: November 2007
Überarbeitet, ergänzt: August 2013

 

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